Oscar 2016: Der Live-Blog zu den 88. Academy Awards

Ab 2:30 heisst es auch bei uns Kaffeetrinken und Oscars glotzen. Chris Rock wird durch die Show führen und wir werden unseren Senf dazugeben. Erwartet aufgrund Schlafmangels viel Stuss.

Morgens um halb drei in der OutNow-Goldmännchen-Zentrale © Universal

Die Oscars können auch dieses Jahr wieder auf Pro7 (mit ganz viel Werbung) sowie auf ORF1 (mit ganz viel "Experten"-Gequassel) verfolgt werden. Du möchtest deine Freude oder deine Wut aufgrund der Gewinner/Verlierer loswerden. Die Kommentarsektion ist dein Freund. Leo oder Walter White? Journis oder Furiosa? Gefühle oder Puppensex? Bald sind wir schlauer.

2:40: Chris Rock hält sich nicht zurück was #OscarsSoWhite betrifft. Zwar nicht unwichtig, aber lustig ist anders.

2:46: Der erste Oscar des Abends geht an das Journi-Drama Spotlight. Die Statue gab es für das beste Originaldrehbuch.

2:50: Ryan Gosling und Russell Crowe präsentieren das beste adaptierte Drehbuch und streiten sich dabei wie ein altes Ehepaar: "Let's not fight we have two Academy Awards between us, this is beneath us." Herrlich und witziger als Chris Rock bis jetzt. Der Preis geht an The Big Short.

2:54: Auf Pro7 vögeln die Pixel. Nein, dieser Satz ist nicht aufgrund Schlafmangles entstanden. Das ist wirklich passiert. WTF!

3:05: Sam Smith gibt "Writing's on the Wall" zum Besten. Im Hintergrund gibt es keinen "Tentacle Porn".

3:10: Jetzt wird es spannend. Beste Nebendarstellerin. Jennifer Jason Leigh oder Alicia Vikander?

3:13: Alicia Vikaner gewinnt und ist den Tränen nahe. Süss. Unten am Bild eingeblendet sind die Leute, denen Vikaner danken möchte. So kann man es auch machen, Academy...

3:20: Mad Max: Fury Road hat seinen ersten Oscar. Für die besten Kostüme. "What another lovely day", sagt Gewinnerin Jenny Beaven. Indeed.

3:22: "Tina has been drinking." Steve Carell und Tina Fey präsentieren "Best Production Design" und sind bisher das humoristische Highlight der Nacht. Können diese beiden bitte die nächsten Oscars nominieren? Gewinnen tut: Mad Max: Fury Road. Der zweite Oscar für George Millers Actionmeisterwerk. Bitte so weitermachen.

3:25: Harley Quinn und der Joker präsentieren den Preis für das beste Make-up: Mad Max: Fury Road gewinnt. Dreifacher Oscargewinner Mad Max: Fury Road. Wer hätte dies vor einem Jahr noch gedacht?

3:36: Die beste Kamera wird von der oscarnominierten Rachel McAdams und Michael B. Jordan, der laut Chris Rock nominiert hätte werden sollen, präsentiert. Ja, jetzt ist aber auch mal gut mit dem #OscarSoWhite-Gebrabbel. Emmanuel Lubezki holt den dritten Oscar hintereinander.

3:40: "I suppose Mad Max is doing quite ok tonight." Der Film von George Miller holt den Award für den besten Schnitt. Vollkommen verdient, denn der Schnitt hat einen grossen Anteil, warum der Film so rasant ist.

3:45: Unser Zwischenfazit: YEAH MAD MAX!!! Ansonst können wir uns das Gähnen kaum verkneifen. Viel #OscarsSoWhite-Gelaber und kaum Überraschungsgewinner.

3:48: Verdacht auf Copy Paste. Mad Max: Fury Road holt sich nochmals eine Trophäe. Diesmal in Sound Editing.

3:48: Verdacht auf Copy Paste. Mad Max: Fury Road holt sich nochmals eine Trophäe. Diesmal in Sound Mixing.

3:56: Die erste Überraschung an diesem Abend: Der Indiefilm Ex_Machina schlägt bei den Visual Effects die Big-Budget-Movies Star Wars: The Force Awakens und The Revenant.

4:06: Pfadpfinder verkaufen nun Cookies. Nein, wir sind nicht mehr in der Werbepause. Chris Rock ist bisher ein Totalausfall. Ein bisschen witziger: Die Minions präsentieren den Oscar für den besten Animationskurzfilm. Der Preis geht an Bear Story.

4:10: Aaaaaaaawwww, Woody und Buzz präsentieren den Oscar für besten Animationsfilm. Völlig zurecht gewinnt der Pixar-Film Inside Out


4:28: Es wird mal wieder spannend: Es geht um den besten Nebendarsteller. Holt Sylvester Stallone seinen ersten Oscar? Vor fast 40 Jahren war er für Rocky nominiert, ging aber leer aus. Schliesst sich der Kreis?

4:31: Es wird leider nicht Stallone. Er muss sich Mark Rylance (Bridge of Spies) geschlagen geben.

4:34: So sieht dies übrigens mit der "Dankes-Untertitelung" aus

4:39: "And the Oscar for best documentary short film goes to... Mad Max." Louis C.K. gehört einer der besten Lacher des Abends. Bitte auf die Shortlist nehmen für die nächstjährige Moderation. Gewonnen hat übrigens A Girl In The River: The Price Of Forgiveness.

4:43: Der beste Dokumentarfilmoscar geht an Amy. Das Orchester spielt "Rehab" in einer spielhaften Big-Band-Version. Ääääääähm...

4:49: Die Pfadfinder haben mit dem Verkaufen von Cookies über 65'000 Dollar verdient. Who the fuck cares?!

5:00: Bei "In Memoriam" darf natürlich auch Alan Rickman nicht fehlen. Da Kinder zuschauen, wird nicht "Yippee ki-yay, motherfucker!" eingespielt, sondern eine Szene aus Harry Potter.

5:07: Bester nichtenglischsprachiger Film wird wie erwartet Son of Saul, der ab dem 17. März in den Schweizer Kinos läuft. Zuvor läuft der Film noch am Yesh!.

5:18: Mal wieder Werbung. Zeit also für einen kleinen Lacher zwischendurch

5:22: Einer der überfälligsten Oscars aller Zeiten: Ennio Morricone erhält den Oscar für seine Arbeit bei The Hateful Eight. Fun Fact: Das Haupt-Thema ist ein "Abfallprodukt" aus dem Film The Thing. Regisseur John Carpenter konnte es für seinen Film nicht gebrauchen.

5:28: Der Bond-Song "Writing's on the Wall" gewinnt. Da werden viele Haters jetzt schäumen vor Wut. Dem Schreiberling hier gefällt's.

5:30: Ali G (Sacha Baron Cohen) ist auf der Bühne und spricht über seine "Brüder", die nicht nominiert waren und präsentiert einen Film über weisse Leute in einem Raum. Witzig.

5:35: Jetzt wird spannend: J.J. Abrams präsentiert den Award für die beste Regie.

5:37: And the Oscar goes to: Alejandro González Iñárritu holt seinen zweiten Regie-Oscar. In The Revenant plagte er Crew und Cast über Monate in brutalster Kälte. Der Lohn ist ein Oscar.

5:44: Eddie Redmayne übergibt den Oscar nun gleich Brie Larson. Wir sind bei den besten Hauptdarstellerinnen.

5:55: Leo holt den Oscar für die beste Hauptrolle. Es gibt eine Standing Ovation. Es ist also vorbei mit all den "No Oscars Memes".

6:00: Morgan Freeman verkündet, dass Spotlight der beste Film des letzten Jahres war. Ein verdienter Sieg für einen tollen Film. Wir wünschen euch allen einen guten Wochenstart.

Christoph Schelb [crs]

Christoph arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Er liebt die Filme von Christopher Nolan, die Festivals in Cannes und Toronto und kann nicht wirklich viel mit Jean-Luc Godard anfangen, was aber wohl auf Gegenseitigkeit beruht. Gewinner des Filmpodium-Filmbuff-Quiz 2019.

  1. Artikel
  2. Profil
  3. E-Mail
  4. Twitter
  5. Letterboxd
Teilen
Auf Facebook teilen  Auf Twitter teilen 
Datum
(Update:
Quelle
OutNow.CH
Thema