WTF: "Memento" erhält ein Remake

Christopher Nolans Meisterwerk soll neuaufgelegt werden. Auf diese hirnverbrannte Idee kam eine Firma mit dem Namen AMBI Pictures, die die Rechte am Film von der Exclusive Media Group übernommen hat.

In der Filmwelt von heute ist wirklich nichts mehr heilig. AMBI Pictures hat den gesamten Filmkatalog von Exclusive Media Group übernommen und hält somit neu die Rechte an Filmen wie Cruel Intentions (eine TV-Adaption ist dort in Planung), Donnie Darko, Rush und Sliding Doors. Das Juwel in dem Katalog ist aber zweifelsohne Christopher Nolans Thriller Memento. Und genau dieser Film soll nun neuaufgelegt werden.

Die Übernahme des Filmkataloges hat für AMBI Pictures sicher eine Stange Geld gekostet. Mit einem Remake von Memento soll nun einiges davon wieder reinkommen. In einem Statement heisst es: "Memento ist ein Meisterwerk, welches die Zuschauer lange nach dem Anschauen noch beschäftigt. Wir wollen mit unserem Film Christopher Nolans Vision treubleiben und ebenfalls einen bemerkenswerten Film schaffen".

Memento machte im Jahre 2000 Christopher Nolan weltbekannt. Es ging um den Versicherungsmann Leonard Shelby (Guy Pearce), der den den Mörder seiner Frau sucht. Leider ist er seit einem Unfall sein Kurzzeitgedächtnis los. So muss er mit Hilfe von Notizen und Tattoos seine Schlüsse ziehen. Als er eines Tages den vermeintlichen Mörder findet und tötet, ist das erst der Beginn der Suche nach der Wahrheit. Das Spezielle an Memento war, dass der Film Szene für Szene rückwärts erzählt wurde, der Zuschauer also wie der Protagonist nicht wusste, was vorher passiert war. Der Film wurde für den Schnitt und das beste Drehbuch für den Oscar nominiert. Nolan gilt heute dank seiner The Dark Knight-Trilogie sowie Inception und Interstellar zu den bekanntesten Regisseuren.

Noch hat sich Nolan nicht über die Remake-Pläne geäussert.

Christoph Schelb [crs]

Christoph arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Er liebt die Filme von Christopher Nolan, die Festivals in Cannes und Toronto und kann nicht wirklich viel mit Jean-Luc Godard anfangen, was aber wohl auf Gegenseitigkeit beruht. Gewinner des Filmpodium-Filmbuff-Quiz 2019.

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