Das Tiff-Tagebuch, Tag 1 - Fischkopf

Endlich ist es soweit. Das Toronto International Film Festival hat begonnen. Heute: Weshalb Yolo-Kinobesuche von Filmen, in denen die Hauptpersonen Fischköpfe tragen, nicht immer gut gehen.

Stimmung: OMG, es geht los!
Film Count: 6.5
Stunden geschlafen: 8.5
Anzahl Kaffees: 2

Während die bekannteren Filme im TIFF-Programm erst ab morgen gezeigt werden, hatten wir heute die Chance, ein paar Bijoux zu entdecken. Das ging auch relativ gut. Als erstes haben wir uns die kanadische Politsatire Guibord s'en va-t-en guerre zu Gemüte geführt, was eine tolle, lokal angehauchte Einstimmung ins Festival war und ein interessantes erstes Beschnuppern des Festivalbetriebs. So fällt zum Beispiel dem Festivalneuling als Erstes auf, dass die meisten Reihen im Kinosaal nur schwer zugänglich sind, da die Randplätze meistens schon besetzt sind. Das macht das Verlassen des Saals in der Mitte des Films einfacher, muss man sich belehren lassen. Das ist für den Festivalneuling befremdlich. Wer verlässt denn während dieses grossartigen Festivals schon einen Film?

Von Kanada ging's direkt ins Berliner Nachtleben mit Victoria. Diese One-Take-Produktion ist ein ganz besonderes Kinoerlebnis, dass es sich gar nicht zu beschreiben lohnt, weil man diesem wunderschönen und emotional packenden Film ja doch nicht gerecht werden kann. Den Kinosaal verlässt man jedenfalls wie gerädert. Im Anschluss einen skurrilen asiatischen Film, Collective Invention, in dem es um einen Mann geht, dem plötzlich ein Fischkopf wächst, sehen gehen zu wollen, war wohl etwas ambitiös. So wurde doch am ersten Tag der Kinosaal vorzeitig verlassen. Aber doch mit gutem Gewissen, denn es gibt genug tolle Filme zu sehen am TIFF!

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Outnow.ch