Warner Bros. ist stinkesauer wegen des "Suicide Squad"-Trailers

Letzte Nacht erfreuten wir uns alle an dem ersten Trailer zur Comicverfilmung. Weniger Freude daran hatte das Studio Warner Bros., denn eigentlich war die Vorschau "Comic-Con only".

© 2015 Warner Bros. Ent. All Rights Reserved.

Warner Bros. hatte vergangenes Wochenende seine fast komplette Superheldenmannschaft in San Diego an der Comic-Con versammelt. Zack Snyder brachte Ben Affleck und Henry Cavill, um Batman v Superman zu promoten und auch das Team von Suicide Squad liess sich vor versammelter Fan-Meute feiern. Doch einen grossen Unterschied gab es zwischen den beiden Präsentationen: die Trailer.

Zu beiden Filmen gab es in der Hall H von San Diego neues Trailermaterial zu bestaunen. Kaum war das Panel von "Bats v Supes" beendet, landete der zweite Trailer zum Superheldenfilm im Internet - und zwar auf den offiziellen Kanälen von Warner. Kaum war das Panel von "Suicide Squad" beendet, landete der erste Trailer zum Superheldenfilm im Internet - illegal, in einer schlecht abgefilmten Smartphone-Version.

Das Anti-Piraterie-Team von Warner Bros. war von dann an 48 Stunden lang damit beschäftigt, den Trailer aus dem World Wide Web zu entfernen - eine Sisyphusarbeit. Entnervt hat das Studio darum letzte Nacht den Trailer in seiner HD-Version offiziell ins Netz gestellt. Man solle sich das Material gefälligst in der bestmöglichen Art ansehen und man möchte verhindern, dass eine illegale, schlechte Version Werbung für den kommenden Blockbuster macht.

Aus dem Statement von Warner (unten) kann man die Enttäuschung sehr gut herauslesen. Aber ein Leak war wohl nicht zu verhindern. In die Hall H in San Diego passen 7'000 Menschen rein, von denen fast alle ein Smartphone besitzen. Man musste also damit rechnen. Die Frage ist nun, ob sich Warner dies nächstes Jahr nochmals antun möchte. Wenn man sich den Superheldenplan des Studios ansieht, dann muss man fast zurückkehren. Nur wird man, was die Exklusivität von Filmmaterial betrifft, sicher nochmals über die Bücher gehen.

Warner Bros. Pictures and our anti-piracy team have worked tirelessly over the last 48 hours to contain the Suicide Squad footage that was pirated from Hall H on Saturday. We have been unable to achieve that goal. Today we will release the same footage that has been illegally circulating on the web, in the form it was created and high quality with which it was intended to be enjoyed. We regret this decision as it was our intention to keep the footage as a unique experience for the Comic Con crowd, but we cannot continue to allow the film to be represented by the poor quality of the pirated footage stolen from our presentation.

Christoph Schelb [crs]

Christoph arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Er liebt die Filme von Christopher Nolan, die Festivals in Cannes und Toronto und kann nicht wirklich viel mit Jean-Luc Godard anfangen, was aber wohl auf Gegenseitigkeit beruht. Gewinner des Filmpodium-Filmbuff-Quiz 2019.

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Kommentare Total: 4

pps

Naja, in gewisser Weise könnte man das Suicide Squad als Film schon als Reboot anschauen. Das Squad kam - übrigens sehr toll umgesetzt - bereits in der Serie "Arrow" vor. Weil man dann aber entschieden hat, dass es einen Suicide-Squad-Film geben sollte, hat man der Serie verboten, das Squad weiter zu benutzen. Die Storyline wurde so leider eher plump abgewürgt und einige der Figuren getötet, andere schlicht aus der Story geschrieben.

Mir kommt es so vor, dass es Warner so wichtig ist, die Marvel-Formel im Kino zu wiederholen oder sogar zu übertreffen (was sie eh niemals schaffen werden), dass sie sich dabei selbst im Weg stehen. Die DC-Serien sind richtig toll - allen voran The Flash - aber im Kino scheint es mir doch ein rechtes Durcheinander zu sein. Z. B. hat man sich offenbar immer noch nicht darauf geeinigt, welcher Flash im Filmuniversum zu sehen sein wird (Barry Allen oder Wally West?). Anstatt sich selbst das Wasser abzugraben und die Serien mit den eigenen Filmen zu torpedieren, hätte man doch besser ein Shared Universe über TV und Filme verteilen können - wie es eben Marvel getan hat. So wie's bisher aussieht, hab ich wenig Hoffnung, dass die Film-Justice-League toll wird. Da bleib ich lieber bei den Serien, die sich etwas mehr Mühe geben, als bloss "dark and gritty" zu sein.

Reptile

Seh ich genau so. Das einzig gute an dem Trailer war, das Harley Quinn darin tatsächlich wie Harley Quinn aussah, der Rest war irgendwie voll "Blehhh".... und von Jared Leto, (obwohl ich ihn persönlich als Schauspieler und auch Musiker durchaus mag) alias "Pseudo-Joker" will ich gar nicht erst anfangen. Appearance wise im Vergleich zu Jack Nicholson oder Heath Ledger ein totaler Vollwitz und ich meine das jetzt nicht im "Jokerisch" positiven Sinne. "Suicide Squad" ist zwar ENDLICH WIEDER EINMAL kein Reboot, sondern wirklich etwas neues, gut ist/wird der Film, zumindest dem ersten Trailer nach zu urteilen, aber trotzdem nicht.

ma

HD macht den Trailer auch nicht besser

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