Die neun besten Filme des ersten Halbjahres 2015

Das erste Halbjahr des (auch von uns) so gehypten Superkinojahres 2015 ist um. Zeit eine erste Bilanz zu ziehen. Wir sagen euch, welche Filme uns von Januar bis Juni besonders begeistert haben.

Zugegeben: Die ganz grossen Kisten wie Star Wars und Bond stehen noch in den Startlöchern, doch das erste Halbjahr war auch nicht ganz ohne. Paul Walker wurde in Furious 7 verabschiedet, die Dinos wurden mal wieder losgelassen und Reese Witherspoon erleidete mit ihrer Komödie Hot Pursuit Schiffbruch. Von den soeben genannten Filmen hat es aber keiner in unsere engere Auswahl geschafft. Berücksichtigt haben wir bei unserer Auswahl nur die Filme, welche vom Januar bis Juni in den Schweizer Kinos anliefen.

Was waren eure Favoriten im ersten Halbjahr? Sagt es uns in der Kommentarsektion.

Birdman


Der Oscargewinner für den besten Film. Eine toll gespielte und wunderbar gefilmte Satire über das Showbiz, die gegen so ziemlich alle (Comicverfilmungen, Kritiker) austeilt. Ein riesiges Vergnügen, das vor allem mit seiner Machart (der ganze Film wirkt wie ein One-Shot) begeistert.

Chrieg


Nein, der ist nicht hier wegen einer Schweizer-Quote. Der Film von Simon Jaquemet war einfach so "gopfertammi huere guet". Die Geschichte eines pubertierenden Teenagers, der in ein Erziehungscamp auf einer Alp geschickt wird, ist wie ein Schlag in die Magengrube, irgendwo zwischen Haneke und von Trier. Nach diesem Film waren wir völlig fertig. Hoffentlich ein Weckruf für das etwas langweilige Schweizer Kino.

Ex Machina


Roboter gibt es dieses Jahr viele (Chappie, Terminator). Doch kein Film ging das Thema "Künstliche Intelligenz" dermassen clever an, wie der Sci-Fi-Film von Alex Garland. Das Kammerspiel um einen Turing-Test ist faszinierend, unheimlich, sexy, intelligent und spannend. Ein Geheimtipp, der bei uns sensationell die 30'000er-Zuschauermarke knackte.

John Wick


"Genau so geht Actionkino", frohlockten wir in unserer Kritik. Die Story um einen ehemaligen Killer, der wegen der Ermordung seines Hundes einen Rachefeldzug startet, wird definitiv keine Preise gewinnen. Doch bei einer solch coolen Inszenierung von Ballereien war uns dies schnurzegal. Zudem tat es gut, Keanu Reeves wieder mal richtig in Action zu sehen.

Kingsman: The Secret Service


Eine etwas deftigere Hommage an die alten James-Bond-Filme mit coolen Helden und einem Showdown innerhalb eines verschneiten Berges. Ein weiteres Highlight: Colin Firth nimmt in einem fulminanten One-Take Dutzende Gegner auseinander. Ein aussichtsreicher Kandidat für den coolsten Actionfilm des Jahres - wäre da nicht so ein Film eines gewissen George Miller gewesen...

Mad Max: Fury Road


Lange mussten wir auf das vierte Abenteuer des Max Rockatansky warten. Doch diese Warterei hat sich definitiv gelohnt. Tom Hardy und Charlize Theron sind in einem Film zu sehen, der im Grunde genommen aus einer riesigen Verfolgungsjagd besteht. Doch diese ist von George Miller dermassen genial inszeniert, dass man alle fünf Minuten "Wow" sagen muss und an gewissen Stellen nicht mehr anders kann, als zu applaudieren. 6 Sterne von uns und das Prädikat "fucking awesome!".

A Most Violent Year


Bei den Oscars und leider auch in den Schweizer Kinos wurde der Film übersehen - er hatte nur etwas mehr als 12'000 Besucher. Dabei ist es ein hervorragendes Thriller-Drama um einen Geschäftsmann, dem übel mitgespielt wird. Mit Oscar Isaac und Jessica Chastain ist es erstklassig besetzt und von Regisseur J.C. Chandor brillant und spannend umgesetzt. Bitte Ende Juli alle brav die Blu-ray holen.

Whiplash


In dem Film von Damien Chazelle geht es um einen jungen Musiker, der von seinem Lehrer zu Höchstleistungen gepusht wird. Whiplash jemandem mit Worten schmackhaft zu machen, ist sehr schwer. Viele winken bei einer solchen Inhaltsangabe schon ab. Doch Whiplash muss man erlebt haben: ein brillant durchorchestriertes Psychoduell, nach dessem Ende man geschlaucht ist, aber mit dem Gefühl, hier einen der besten Filme der letzten Jahre gesehen zu haben. J.K. Simmons erhielt für seinen Part als Lehrer völlig zurecht den Oscar.

Wild Tales


Sechs Episoden über Leute, die austicken - Regisseur Damián Szifron hat aber kein Sozialdrama gedreht, sondern eine rabenschwarze Komödie, bei der einem das Lachen des Öfteren im Halse stecken bleibt. Dieser Film ist eine Riesengaudi.

Teilen
Auf Facebook teilen Auf Twitter teilen
Datum
Autor
Quelle
OutNow.CH
Themen