Locarno: Der Längste gewinnt!

Wie schon in Cannes gewinnt auch bei dem prestigeträchstigsten Filmfestival der Schweiz der Film mit der längsten Laufzeit. "Mula sa kung ano ang noon" hat eine Laufzeit von über fünf Stunden.

Die Schweizer Helden © Frenetic

Heute Abend findet das diesjährige Filmfestival von Locarno sein Ende. Während den letzten zehn Tagen hat sich die Jury um den Regisseur Gianfranco Rosi 17 Filme angesehen und heute den philipinischen Beitrag Mula sa kung ano ang noon zum Gewinner erkoren.

Damit gewinnt wie schon letztes Jahr (Historia de la meva mort) ein Film den goldenen Leoparden, dessen Kinoauswertung in der Schweiz schwer angezweifelt werden darf. Aber Locarno setzt sich vom Programm und auch von den Preisträgern her gern etwas extrem von der Filmfestivalkonkurrenz ab, und so hatte die Wahl fast schon was Logisches.

338 Minuten dauert das Schwarz-Weiss-Drama von Lav Diaz. Der Film spielt im Jahre 1972, als der damalige diktatorische Präsident Ferdinand E. Marcos das Kriegsrecht ausrief und über 30'000 Menschen einsperren liess. Was für Auswirkungen diese Situation in einem kleinem Dorf hatte, zeigt der Film in seiner epischen Länge.

Auch die Schweizer Fraktion in Locarno konnte sich über einen Preis freuen. Schweizer Helden von Peter Luisi holte den Publikumspreis.

OutNow.CH war auch dieses Jahr wieder vor Ort und geht nun schnell nach Hause die Wäsche waschen, bevor es dann schon bald nach Venedig und Toronto geht.

Chris Schelb [crs]

Chris arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Seit er als Kind in einen Kessel voller Videokassetten gefallen ist, schaut er sich mit viel Begeisterung alles Mögliche an, wobei es ihm die Filmfestivals in Cannes und Toronto besonders angetan haben.

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pardolive.ch