Gamescom-Tagebuch: Tag Eins

Gestern Donnerstag konnten auch Normalsterbliche die Messe betreten, und das waren einige. Wir haben uns in der etwas angenehmeren Business Area niedergelassen und uns einige weitere Titel angeschaut.

Als Morgensport um 10 Uhr stand gleich Just Dance auf dem Programm. In der Hoffnung, dass uns professionelle Tänzer das Spiel vorzeigen, legten wir selbst Hand an. Auf kleinstem Raum erkannte Kinect 2.0 alle Bewegungen der sechs spielenden Personen problemlos. Allerdings mussten wir zu Pharell Williams' "Happy" tanzen, welches so schon genug im Radio läuft.

An der E3 sorgt ein kleines Xbox-One-Spiel für Aufsehen, und nur schon der erste Trailer rührte einige zu Tränen: Ori and the blind forest. Zwar sieht es herzig aus und klingt wunderschön, hinter dieser Fassade verbirgt sich aber ein ziemlich herausforderndes Spiel. Wir lernten die Bash-Fähigkeit kennen, welche es ermöglicht, von diversen Oberflächen, Gegnern oder Projektilen abspringen zu können. Dies führt zu spannenden Rätseln und fordernden Sequenzen. Dabei ist das Spiel quasi Open-World, gewisse Abschnitte kann man aber mangels richtiger Fähigkeiten erst später betreten, also typische Charakteristiken eines Metroidvania-Games. Zudem setzt man seine Checkpoints selbst, wenn man möchte. Dies braucht aber Energie, was wiederum verhindert, dass man die starken Fähigkeiten einsetzen kann. The choice is yours.

Ganz versteckt im Business-Bereich steht die Devolver-Digital-Booth, welche eines unserer Highlights dieses Jahres beheimatet. Hotline Miami 2: Wrong Number war anspielbar, wenn auch auf einer für uns ungewohnten Plattform, dem PC. Dennoch haben wir uns dran gewagt und ja, was soll man sagen. Es ist immer noch bockschwer - ich war erst der Fünfte an diesem Tag, der das Level schaffte, und das um 17 Uhr -, es ist immer noch furchtbar blutig, und es hört sich immer noch grossartig an. Einzig die Masken sind jetzt neu, denn diese haben jetzt andere Attribute. So kann der Tiger die Leute zwar mit einem Schlag umhauen, dafür aber keine anderen Gegenstände aufheben.

Zu guter Letzt haben wir uns noch Fable Legends angeschaut. Wir durften sowohl als Kämpfer wie auch als Bösewicht Hand anlegen und waren positiv überrascht. Der vom Bösewicht kontrollierte Horde-Modus macht vor allem in dessen Schuhen unglaublich Spass und gibt dem etwas gealterten Fable einen neuen Touch. Während die vier Kämpfer gemeinsam die Minions des Bösewichts bekämpfen, kann dieser sie kontrollieren. So wird der Villain-Teil beinahe zu einem Strategie-Spiel.

Natürlich haben wir noch viel mehr Spiele gesehen, aber über diese gibt es mehr zu sagen als hier reinpasst. Für das Nintendo-Pack, Quantum Break, Tom Clancy's The Division und mehr wird's detailliertere Berichte während oder kurz nach der Messe geben.

Impressionen aus Köln

Nicolas Nater [nna]

Nicolas schreibt seit 2013 für OutNow. Er moderiert seit 2017 zusammen mit Marco Albini den OutCast. Ausser für Geisterbahn-Horrorfilme, überlange Dramen und Souls-Games ist er filmisch wie spielerisch für ziemlich alles zu haben. Ihm wird aber regelmässig vorgeworfen, er hätte nichts gesehen.

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