Die 64. Berlinale startet

Für die nächsten zehn Tage steht das Filmfestival von Berlin im Zentrum in des Interesses. OutNow.CH berichtet aus der deutschen Hauptstadt über Filme und den Firlefanz drumherum.

Kaum in der Nähe des Potsdamer Platzes wiederkehren die altbekannten Festivaliers. Die rundliche, russische Bloggerin. Der ewig Fragende vom afrikanischen Flüchtlingsradio. Ein Junketeer aus Israel. Trotz milder Temperaturen ist auch die 64. Ausgabe der Berlinale oft wie immer. Sogar Monsieur le Directeur Dieter Kosslick kam OutNow schon während der ersten Festival-Stunden so nahe, dass man ihn gleich Irrelvantes hätte fragen können, wie z. B. nach den Chancen der Deutschen im Medaillenspiegel von Sotschi.

Aber man sollte sich ja auf die Filme konzentrieren. Darum geht's, und darum kümmert sich die dreiköpfige OutNow-Delegation, die quasi last minute noch mit zwei Überraschungsautoren verstärkt wurde. swo, jst, gli und rm sind vor Ort und lassen Reviews regnen. Eine fünfte Autorin ist so frisch, dass wir uns noch nicht einmal ein Autorinnen-Kürzel ausdenken konnten. Auch wenn diesmal kein eigenständiges Online-Special mehr vorgesehen ist, wir versorgen die Daheimgebliebenen neben den Kritiken auch mit schnipseligen News-Beiträgen wie diesem hier. Teile des Berlinale-Programms hat OutNow sogar vorab schon gesehen. (Nymphomaniac Part 1, A Long Way Down, Draussen ist Sommer.) Die einordnende Vorberichterstattung, welche einem sowieso meist nur die unteren Extremitäten narkotisiert, überlassen wir gerne der alten Tante.

Die Eindrücke von Tag 1 sind geprägt von ungewohnt langen Schlangen, beim Badge-Abholen und sogar vor dem Pressesaal. Es geht das Gerücht, es wurde bei den Mitarbeitenden gespart, damit man mehr Stars einfliegen kann. Gespickt mit Letzteren war Wes Andersons Wettbewerbs-Ouvertüre The Grand Budapest Hotel, was zu einer übervollen Pressekonferenz führte, wie sie es in Berlin das letzte Mal gab, als Martin Scorsese mit den Rolling Stones gemeinsame Sache machte.

Hinter dem Pult auf dem 15-Meter-Podium kontrastierte die Lebhaftigkeit von Bill Murray mit der dösenden Haltung eines Edward Norton. Und dazwischen thronte der texanische Regisseur, für dessen spleenige Alpen-Tümmelei sich seine regulars auch diesmal nicht zu schade waren. Mehr Seilbahn und Jodeln als bei Wes Andersons neuestem Streich gibt es sonst nur auf der SRF Musigwelle!

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OutNow.CH
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