Helen Hunt erhält Golden Eye Award

Mit ihrem Film "The Sessions" ist Helen Hunt im Festival vertreten, und nun wurde ihr feierlich der Golden Eye Award überreicht, den sie sichtlich überrascht entgegen nahm.

Helen Hunt gab 1973 ihr Filmdebüt und hat seither in Produktionen wie Twister , What Women Want oder auch As Good as It Gets mitgewirkt, wofür sie auch den Oscar als beste Hauptdarstellerin erhielt. Am Festival ist sie unter anderem mit der Komödie The Sessions vertreten, wo sie eine etwas andere Sex-Therapeutin verkörpert, welche neben Theorie auch Praxis vermittelt. Dies nutzt Mark, der vom Hals abwärts gelähmt ist, und bucht die Therapeutin Cheryl (Hunt) um mit ihr seine Jungfräulichkeit zu verlieren.

An der Pressekonferenz im Hotel Baur Lac stellten sich sie die Produzenten sowie Darsteller des Filmes den Medien, und dabei wurde klar, dass der Film nicht nur ein Herzensprojekt war, sondern auch beinahe ein Familienunternehmen. Das Ehepaar Lewin fungierte als Produzenten, während Ben Lewin neben der Regie auch das Drehbuch schrieb. Unterstützt wurde er von Stephen Nemeth, dessen Frau Blake Lindsley wiederum eine Rolle übernahm. Die Vorlage für den Film lieferte ein Zeitungsartikel, der wirklich von einem solchen Fall berichtete und auch gleich die realen Personen mitlieferte. Für Helen Hunt war das Spezielle am Film, dass man völlig unbelastet an den Sex herangehen und die gängigen Klischees komplett auslassen konnte. Da der Film zudem vor der digitalen Revolution spielt, geht es nicht um "Menschen, die auf ihre Daumen schauen" sondern um echte Menschen, echte Berührungen und letztendlich um echte Erlebnisse. Dies ist wohl auch der Grund, warum der Film am Sundance Festival solche Erfolge feiern konnte.

Am Abend schritten die Schauspieler und die Produzenten über den Grünen Teppich vor dem Corso. Nach ausführlichen Interviews ging es schliesslich im Saal ans Eingemachte. Karl Spoerri hiess die Zuschauer willkommen und bedankte sich auch beim Wegbegleiter Stephen Nemeth, der in den letzten Jahren auch schon in der Filmjury sass und nun seinen eigenen Film am Festival präsentieren kann. Helen Hunt selber war von der Award-Show sehr überrascht, denn im Einspieler wurde ihr ganzes Filmschaffen in wenige Minuten gequetscht, und vieles davon hatte sie schon lange nicht mehr gesehen. Natürlich freute sie sich sehr über die Auszeichnung, und wie sie schon in der Pressekonferenz sagte, hoffte sie, dass der Award nicht das Ende ihrer Karriere, sondern lediglich einen Zwischenschritt auszeichne.

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