Cannes: Es geht los

Mit der Weltpremiere von Wes Andersons "Moonrise Kingdom" startet heute die 65. Ausgabe des Filmfestivals von Cannes. 22 Regisseure kämpfen um die Goldene Palme, darunter vier frühere Sieger.

Marylin Monroe ziert das offizielle Poster der 65. Ausgabe des Filmfestivals von Cannes. Ein Versprechen? Erfahrungsgemäss kommen jedenfalls Glitzer und Glamour im frühlingshaften Südfrankreich nicht zu kurz. Doch im Zentrum der Aufmerksamkeit steht der internationale Wettbewerb. Nanni Moretti, Palmengewinner 2001 mit La stanza del figlio und Präsident der diesjährigen Jury, muss aus 22 Kandidaten auswählen, wer heuer die Goldene Palme gewinnt.

Darunter finden sich immerhin vier Vorjahressieger: Michael Haneke (Sieger 2009 mit Das Weisse Band), Cristian Mungiu (Sieger 2007 mit 4 months, 3 weeks and 2 days), Ken Loach (Sieger 2006 mit The Wind that Shakes the Barley) und Abbas Kiarostami (Sieger 1997 mit A Taste of Cherry). Ein weiterer Sieger, Apichatpong Weerasethakul (gewann 2010 mit Uncle Boonmee Who Can Recall His Past Lives), präsentiert zudem ebenfalls seinen neuen Film. Allerdings hat es ihm diesmal nur für ein "Special Screening" ausserhalb des Wettbewerbes gereicht - wohl nicht zuletzt deswegen, weil Mekong Hotel mit 60 Minuten nicht ganz Spielfilmlänge erreicht.

Neben den Vorjahressiegern stehen dieses Jahr weitere namhafte Regisseure auf der Shortlist der möglichen Gewinner. David Cronenberg, Andrew Dominik, John Hillcoat und der 90-jährige französische Altmeister Alain Resnais sind die bekanntesten. Der Wettbwerb ist dieses Jahr übrigens eine rein männliche Angelegenheit, was der Festivalorganisation im Vorfeld einige Kritik eingebracht hat. Allerdings ist der offizielle Wettbewerb auch nur die Spitze des Eisbergs. Denn zahlreiche weitere Filme lassen sich in den Nebensektionen entdecken. Diese heissen Un Certain Regard, Quinzaine des Réalisateurs oder Semaine de la Critique.

Das Festival startet heute mit der Premiere von Wes Andersons Moonrise Kingdom. OutNow.CH lässt sich das Spektakel natürlich nicht entgehen und ist auch dieses Jahr wieder vor Ort. Wir berichten in einem Tagebuch über unsere Erlebnisse und liefern Filmreviews. Nachzulesen gibt's alles in unserem Festival-Special.

Simon Eberhard [ebe]

Aufgewachsen mit Indy, Bond und Bud Spencer, hatte Simon seine cineastische Erleuchtung als Teenager mit «Spiel mir das Lied vom Tod». Heute tingelt er durch Festivals und mag Krawallfilme genauso wie Artsy-Farts. Nur wenn jemand einen Film als «radikal» bezeichnet, rollt er genervt mit den Augen.

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