Dällebach Kari feiert Premiere

Er war ein Coiffeur und ein Stadtoriginal. Nun wird die Geschichte des Berners nach einem Buch und einem Musical auch auf der grossen Leinwand erzählt. Dieser Film feierte am 22. Februar die Premiere.

Die tragische Geschichte des Dällebach Kari begeistert seit Generationen die Schweizer und wurde bereits als Buch, Theaterstück, Chanson, Musical sowie als Film verarbeitet. Eine wen iig, dr Dällebach Kari wurde von Oscar-Preisträger Xavier Koller von einem Theaterstück zu einem Drehbuch adaptiert. Nachdem das ursprüngliche Projekt nicht umgesetzt wurde, nutzte er die Chance, die Rechte an der Verfilmung zurückzukaufen und machte sich selber daran, die emotionsgeladene Geschichte umzusetzen.

Bei der Zürcher Premiere war jedoch von der Tragik des Filmes kaum etwas zu merken. Gut gelaunt bummelte die Schweizer Prominenz - unter anderem Franz Hohler - über den Teppich, und auch die Schauspieler stellten sich den Fragen der Journalisten. Besonders Carla Juri sorgte dabei für Schmunzler, als sie erzählte, dass sie den Berner Dialekt nicht mehr wegkriege und bei den Vorbereitungen für den Film von einem Berner "sehr viel gelernt" habe. Aber natürlich nur, was man über die Stadt und deren Geschichte so wissen musste, fügte sie bei dem Q&A nach dem Film noch rasch an, nachdem sie die Zweideutigkeit bemerkt hatte. Bei Hanspeter Müller-Drossaart und Nils Althaus drehten sich die Fragen dann primär um das Berner Stadtoriginal und darum, wie die Dreharbeiten mit dem falschen Zähnen gewesen sind. Althaus führte dabei aus, dass es jeweils rund eine Stunde dauerte, bis die Maske fertig war und er das Glück hatte, die weiterentwickelte Version zu erhalten - bei Müller-Drossaart war es noch eine erste Version, die entsprechend schmerzhaft zu tragen war.

Das Premierepublikum war offensichtlich von den schauspielerischen Leistungen der beiden Dällebach-Schauspieler begeistert, was auch durch langen Applaus zum Ausdruck kam. Xavier Koller bedankte sich noch den zahlreichen Sponsoren, welche die sechswöchigen Dreharbeiten überhaupt ermöglicht haben - denn Epochenfilme sind genau so teuer wie aufwändig umzusetzen. Nun liegt es an den Zuschauern, zu entscheiden, ob das Berner Stadtoriginal auch auf der grossen Leinwand ein Erfolg wird.

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