Filmpreise für Jodler und Flüchtlinge

Sowohl der Publikums- als auch der Jurypreis von Solothurn geht dieses Jahr an Dokumentarfilme: "Die Wiesenberger" von Bernard Weber gefiel den Zuschauern am besten, "Vol spécial" der Jury.

Seit drei Jahren gibt es in Solothurn neben der gewohnten Werkschau des Schweizer Films auch Preise zu gewinnen - deren zwei, um genau zu sein. Der eine davon, der sogenannte Prix du Public, wird von den Zuschauern bestimmt. Dieses Jahr gewann Die Wiesenberger die Gunst des Publikums. Der Film von Bernard Weber porträtiert die Mitlieder des gleichnamigen Jodlerclubs, die von ihren Erfolg im Duett mit Francine Jordi und dem Gewinn in der Sendung "Die grössten Schweizer Hits" überrumpelt worden sind.

Gar nichts zu jodeln haben dagegen die Flüchtlinge in Vol spécial, die im Aussschaffungsgefängnis einer ungewissen Zukunft entgegensehen. Fernand Melgar konnte sich für sein Werk den Prix de Souleure abholen, der von einer Jury unter dem Vorsitz von Ex-Bundesrätin Micheline Calmy-Rey vergeben wurde. Melgars Film ist übrigens wie schon vor drei Jahren der Vorgänger La forteresse auch für den Schweizer Filmpreis Quartz nominiert. Ob's mit den Lorbeeren aus Solothurn im Gepäck diesmal klappt?

Simon Eberhard [ebe]

Aufgewachsen mit Indy, Bond und Bud Spencer, hatte Simon seine cineastische Erleuchtung als Teenager mit «Spiel mir das Lied vom Tod». Heute tingelt er durch Festivals und mag Krawallfilme genauso wie Artsy-Farts. Nur wenn jemand einen Film als «radikal» bezeichnet, rollt er genervt mit den Augen.

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