Interview mit Animationspezialist Rob Gibbs

Wenn einer Mater, den Abschleppwagen aus "Cars" zum Fliegen bringt, dann ist es Rob Gibbs. Wir haben den Animationsspezialist an einem Virtual Roundtable getroffen und ein paar Fragen gestellt.

Rob Gibbs bringt Mater zum Fliegen! Im Kurzfilm "Air Mater" lässt er den aus Cars 2 bekannten Abschleppwagen für eines seiner unglaublichen Abenteuer in die Lüfte gehen. Er arbeitete am Storyboard von Up und Finding Nemo und war bei der Animation von Monsters Inc beschäftigt.

Wir haben Rob Gibbs an einem Virtual Roundtable getroffen und ihm einige Fragen gestellt.

OutNow.CH (ON): Wie lange hat es gedauert, um "Air Mater" zu produzieren?
Ron Gibbs (RG): Wir haben etwa vor 18 Monaten damit angefangen. Damals hatten wir die Idee, Mater in die Lüfte zu bringen, und das Studio in Vancouver stand noch in den Kinderschuhen. Darum ging die Produktion etwas länger als geplant.

ON: Wie kamt ihr auf die Idee, den Abschleppwagen fliegen zu lassen?
RG: John Lasseter suchte schon einige Zeit nach einer Möglichkeit, Hook etwas Neues erleben zu lassen. Wir besuchten viele Flugshows und bekamen dort die Inspiration für eine neue Geschichte. Vor allem kann man in der Luft einiges mehr machen als auf dem Boden. Für uns war das natürlich eine zusätzliche Herausforderung.

ON: Was ist die grösste Herausforderung bei einem Kurzfilm?
RG: Dass alles drin Platz hat... Wir möchten jeweils so viel erzählen, müssen aber Geschichte, Charakter und Action in einen Zeitrahmen von unter sechs Minuten drücken. Die Entscheidung, was wir schlussendlich rausschneiden müssen, ist definitiv die schwerste.

ON: Dieser Kurzfilm wurde in Kanada produziert. Wie war die Zusammenarbeit mit den Kollegen da?
RG: Sehr gut. Wir hatten die Story, Storyboards und Designs rübergeschickt, und die Animationen wurden dann komplett dort erledigt. Sie haben alles selbst gemacht, vom Figuraufbau bis hin zur endgültigen Animation.

ON: Wo siehst du die Zukunft von Cars?
RG: Wir lieben die Welt, in der sich diese Autos bewegen und so lange wir gute Geschichten finden, hoffe ich, dass fleissig weiterproduziert wird. Es gibt so viele Charaktere, die in den Mittelpunkt gerückt werden können. Da kann viel passieren.

ON: Welche Freiheiten habt ihr eigentlich bei der Entwicklung der Kurzfilme?
RG: Am Anfang haben wir alle Freiheiten, die wir benötigen. Dann müssen wir entscheiden, in welche Richtung der Film gehen soll, und von da an arbeiten wir sehr eng mit John Lasseter zusammen. Das ist jeweils wunderbar, weil John ein toller Mentor ist und vor Fantasie und Geschichten nur so sprüht.

ON: Kannst du, abschliessend, noch ein paar Tipps für junge Menschen geben, die sich ebenfalls im Bereich Animation betätigen wollen? Oder gar bei Pixar arbeiten möchten?
RG: Es ist nicht nur die Kenntnis der Technologie, sondern vor allem das Herz, das zählt. Die Leidenschaft zu zeichnen und Geschichten zu erzählen ist enorm wichtig. Ich selber habe als Kind schon gezeichnet und bin dann auf eine entsprechende Schule gegangen, auf der das Talent gefördert wurde. Das war meiner Meinung nach ein sehr guter Weg.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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