Berlinale-Auftakt mit den Coens

Heute startet die 61. Ausgabe des Filmfestivals in Berlin.

Mit der Premiere des neuen Coen-Brothers-Vehikels True Grit geht heute die Berlinale 2011 los. Im internationalen Wettbewerb kämpfen 16 Filme um den Goldenen Bären, darunter das Regiedebut von Ralph Fiennes, Coriolanus, der prominent besetzte Finanzmarkt-Thriller Margin Call von J.C. Chandor oder das neueste Werk von Miranda July, The Future. Wer die Berlinale kennt, weiss allerdings, dass die grossen Namen hier nicht unbedingt zu den Top-Favoriten gehören. Ein Blick auf die Bären-Gewinner der letzten Jahre zeigt, dass Hollywood in der deutschen Hauptstadt traditionell einen schweren Stand hat. Wer weiss, vielleicht wird der Sieger auch dieses Jahr aus einem vermeintlichen Aussenseiter-Land kommen. Aufgepasst also auf Jodaeiye Nader az Simin (Iran), Saranghanda, Saranghaji Anneunda (Südkorea) oder A Torinói ló (Ungarn)!

Über die Vergabe der Preise entscheidet eine siebenköpfige Jury, die heuer von Ex-Model und Schauspielerin Isabella Rossellini präsidiert wird. Diese wird übrigens selbst in einem Film zu sehen sein: Late Bloomers ist einer von insgesamt knapp 400 Filmen, die wie jedes Jahr ausserhalb des Wettbewerbes in zahlreichen Nebensektionen gezeigt werden.

Erwartet werden rund 19'000 Besucher, darunter etwa 4'000 Journalisten. 4 von diesen 4'000 werden in den kommenden 10 Tagen für OutNow vom bunten Treiben an der Spree berichten. Alle Reviews gibt's nachzulesen im OutNow-Special von der Berlinale 2011.

Simon Eberhard [ebe]

Aufgewachsen mit Indy, Bond und Bud Spencer, hatte Simon seine cineastische Erleuchtung als Teenager mit «Spiel mir das Lied vom Tod». Heute tingelt er durch Festivals und mag Krawallfilme genauso wie Artsy-Farts. Nur wenn jemand einen Film als «radikal» bezeichnet, rollt er genervt mit den Augen.

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