Disney stellt Prinzessinnen (vorerst) in die Ecke

Disney will moderner werden und verbannt die Prinzessinnen aus dem Repertoire. Vorerst.

Bald schon kommt mit Tangled der fünfzigste, grosse Animationsfilm aus dem Hause Disney in unsere Kinos. Und wenn es nach den Chefs der Mauscompany geht, soll es auch der letzte für länger sein. John Lasseter, der kreative Kopf von Pixar, welcher uns Filme wie A Bug's Life oder Cars ins Kino brachte, hat genug von Prinzessinnen und Märchen. Bis nicht jemand mit einer frischen Idee komme, sei das Thema bei Disney vom Tisch. Auf alle Fälle für die grossen Produktionen.

Der Grund dafür ist einfach zu erklären: Das Zielpublikum dieser Märchenfilme ist inzwischen schon mit sechs Jahren zu "cool" für die Geschichten und steht lieber in den Schlangen vor Iron Man 2 oder Transformers, anstatt sich Filme anzuschauen, in denen Könige und Helden singend und tanzend daherkommen. Auch haben die Erfolge von Konkurrenzprodukten wie zum Beispiel How to Train your Dragon den Machern von Disney zu Denken gegeben. Darum wird es in den nächsten Jahren wohl eher Filme für männliche Zuschauer geben.

Erst einmal wolle man aber mit Winnie the Pooh die ganze Familie in den Kinosaal holen, bevor dann 2013 mit Reboot Ralph ein Film in die Kinos kommen soll, der die Geschichte eines "alten" Videogame-Charakters erzählt, der sich im Zeitalter der X-Box zurechtfinden muss.

Lasseter fügte ausserdem noch an, dass die Macher bei Disney den kreativen Prozess der Animationsgenies nicht zusätzlich mit Druck versehen würden, sondern genügend Zeit aufbringen würden, bis Ideen ausgereift wären, damit das finale Produkt den hohen Anforderungen entsprechen könne. Allerdings sei auch klar, dass eine grosse Stärke der Disneycompany darin liege, klassische Animationsfilme zu produzieren. Und da müsse man halt einfach eine Machart finden, die irgendwo zwischen klassisch und modern sei.

Wie recht er doch hat, der Herr Lasseter...

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yahoo.com
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