Goldener Bär geht in die Türkei

Goldener Bär für "Bal", Roman Polanski gewinnt den Regiepreis.

Auch in ihrer 60. Ausgabe bleibt die Berlinale ihrer Tradition treu, bei der Vergabe des Goldenen Bären die grossen internationalen Produktionen aus den USA, England, Deutschland oder Frankreich links liegen zu lassen und statt dessen einem Ausseiterfilm diese Ehre zuteil kommen zu lassen. Nach Bosnien, der Mongolei, Brasilien und Peru ist dieses Jahr die Türkei an der Reihe. Die Jury unter dem Vorsitz von Werner Herzog vergab die Auszeichnung an Bal von Semih Kaplanoglu. Der Grosse Preis der Jury und damit ein Silberner Bär geht nach Rumänien an Florin Serbans Knastdrama Eu cand vreau sa fluier, fluier.

Der jüngst vor allem anderweitig in den Medien präsente Roman Polanski erhält für die beste Regie in The Ghost Writer den Silbernen Bären - den der Gstaad-Häftling natürlich nicht persönlich in Empfang nehmen konnte.

Das russische Darstellerduo Grigori Dobrygin und Sergei Puskepalis durfte für seine Leistung im Arktik-Psychothriller How I ended This Summer ex aequo die Trophäe für die beste männliche Hauptrolle in Empfang nehmen. Für denselben Film wurde Kameramann Pavel Kostomarov ein Silberner Bär für die herausragende künstlerische Leistung überreicht. Beste Hauptdarstellerin ist Shinobu Terajima für ihre Rolle im japanischen Kriegsdrama Caterpillar. Das beste Drehbuch schliesslich hatte nach Ansicht der Jury der Eröffnungsfilm Tuan Yuan von Wang Quan'an.

Simon Eberhard [ebe]

Aufgewachsen mit Indy, Bond und Bud Spencer, hatte Simon seine cineastische Erleuchtung als Teenager mit «Spiel mir das Lied vom Tod». Heute tingelt er durch Festivals und mag Krawallfilme genauso wie Artsy-Farts. Nur wenn jemand einen Film als «radikal» bezeichnet, rollt er genervt mit den Augen.

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