Roy Disney ist tot

Das letzte noch in der Firma aktive Disney-Familienmitglied verstarb 79-jährig an Krebs.

Roy E. Disney, der Neffe von Walt Disney, ist tot. Sein Vater, Roy O. Disney, hatte das Mickey-Maus-Imperium 1923 mit seinem Bruder Walt gegründet. Er selber stieg 1951 ins Unternehmen ein und half zuerst bei den Dreharbeiten von Naturdokus. Von 1967 bis 2003 gehörte er dem Verwaltungsrat des Unternehmens an.

Disney war massgeblich an der sogenannten "Disney Renaissance" beteiligt, zu welcher die legendäre Zeichentrick-Abteilung wieder aufblühte. Mit Kinohits wie Arielle die Meerjungfrau, The Lion King und Aladdin reaktivierte er die Primärtugenden der Marke Disney und führte das Unternehmen in den 1990ern zurück auf die Strasse des Erfolgs. Während seiner Amtszeit kam es aber auch zu zwei unschönen Ausbootungen von Disney-CEOs. 1984 musste Ron Miller gehen. Miller ermöglichte es mit der Einführung des Touchstone-Labels, Filme für ein erwachseneres Publikum zu produzieren, ohne den Disney-Family-Groove zu besudeln. Millers Nachfolger Michael Eisner wurde 2005 gegangen, weil ihm Roy Disney unter anderem vorwarf, die Firma in ein "habgieriges und seelenloses Unternehmen" zu verwandeln.

Roy Disney stand bis kurz vor seinem Tod dem Unterhaltungsgiganten weiter als Berater zur Verfügung. Im Januar wäre er 80 Jahre alt geworden.

Roland Meier [rm]

Roland sammelt 3D-Blu-rays, weil da die Publikationen überschaubar stagnieren, und kämpft im Gegenzug des Öfteren mit der Grenze der Speicherkapazität für Aufnahmen bei Swisscom TV. 1200 Stunden Film und Fernsehen ständig griffbereit sind ihm einfach nicht genug.

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Datum
Quelle
L.A.Times
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Die Disney Renaissance bei Wikipedia (englisch)