Alte Bekannte an der Croisette

Heute beginnt das 62. Filmfestival von Cannes.

Zum zweiundsechzigsten Mal gibt sich im südfranzösischen Frühsommer die Crème de la crème der Filmszene die Klinke in die Hand. Was Rang und Namen hat im Business, ist während der nächsten zehn Tage am Boulevard de la Croisette anzutreffen - begleitet von einem Tross an Journalisten, Filmemachern, Filmhändlern und sonstigen Neugierigen.

Das Schaulaufen an der Mittelmeerküste wäre an und für sich schon Unterhaltung genug - doch werden sogar noch zahlreiche Filme gezeigt. Um den Hauptpreis, die Goldene Palme, kämpfen 20 Regisseure, darunter vier ehemalige Palmen-Gewinner: Jane Campion (The Piano, 1993) Quentin Tarantino (Pulp Fiction, 1994), Lars von Trier (Dancer in the Dark, 2000) und Ken Loach (The Wind That Shakes the Barley, 2006). Aber auch Chan-wook Park (Grosser Preis der Jury für Oldboy 2003), Pedro Almodóvar (Beste Regie für Todo sobre mi madre 1999, bestes Drehbuch für Volver 2006) oder Michael Haneke (beste Regie für Caché 2005), um nur die bekanntesten zu nennen, wissen, wie es sich anfühlt, am glitzerndsten Filmfestival der Welt prämiert zu werden.

So scheint denn auch die Wahrscheinlichkeit relativ hoch, dass dieses Jahr ein Habitué zu palmenen Ehren kommt. Wer lieber Neues entdecken möchte, hat aber auch dazu massig Gelegenheit, in der offiziellen Nebensektion Un Certain Regard oder in den autonomen Parallelwettbewerben Semaine de la Critique oder Quinzaine des Réalisateurs. Abgerundet wird das Programm wie jedes Jahr durch publicityträchtige Out of Competition-Premieren grosser Hollywoodkisten. Dieses Jahr stehen Terry Gilliams The Immaginarium of Doctor Parnassus und der neue Pixar-Film Up auf dem Programm.

Natürlich ist auch OutNow.CH wieder vor Ort. Die Erlebnisse der Outnow-Crew sowie die Filmreviews können im Cannes-Special brandheiss nachgelesen werden.

Simon Eberhard [ebe]

Aufgewachsen mit Indy, Bond und Bud Spencer, hatte Simon seine cineastische Erleuchtung als Teenager mit «Spiel mir das Lied vom Tod». Heute tingelt er durch Festivals und mag Krawallfilme genauso wie Artsy-Farts. Nur wenn jemand einen Film als «radikal» bezeichnet, rollt er genervt mit den Augen.

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Kommentare Total: 8

sj

Laut den ersten Stimmen im Internetwald sei der Film genial und werde wohl mit Höchstnoten beglückt. Pixar hat es also (wer hat was anderes gedacht) wieder einmal geschafft 😊

woc

... ich warte auf ANTICHRIST und TETRO 😄

sj

Ja, sehr schade. Das ist der Film der mich in Cannes am meisten interessiert hätte 😄

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