"Sennentuntschi" fehlt es an Geld

Bei Michael Steiners "Sennentuntschi" treten Ungereimtheiten ans Licht

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Kommentare Total: 22

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woc

schade. eigentlich wäre es doch schön, schweizer filmproduktionen zu fördern. dennoch haben wir hier eine geringe kultur und wohl auch geringe finanzielle möglichkeiten, um projekte dieser art zu pushen.

bin gespannt, was michi steiner da zustande bringt. ich hoffe die produktion erhält das notwendige geld noch...

sj

Wie gross ist eigentlich die Chance, dass wir den Film doch noch sehen können?
Und wie gross ist eigentlich die Chance, dass wir den Film überhaupt sehen wollen?

th

wenn man den gerüchten glaubt, stehts gar nicht gut drum. solange die offenen forderungen nicht beglichen werden, kann der film rechtlich gar nicht vorgeführt werden.

Jugulator

Auch wenn der Film ins Kino kommen würde, der wäre ein Flop, ob er nun gut ist oder nicht. Die Geschichte zeigt dass wenn die Schweizer etwas neues versuchen oder einen Genre-Film machen, kommt das nicht gut raus. z.B. Max & Co. war ein Desaster, und ich würde mein letztes Hemd verwetten dass Cargo nicht die gewünschte Anzahl Leute ins Kino bringen wird. Schade, schade !

db

Zitat Jugulator (2009-09-04 08:37:51)

Auch wenn der Film ins Kino kommen würde, der wäre ein Flop, ob er nun gut ist oder nicht. Die Geschichte zeigt dass wenn die Schweizer etwas neues versuchen oder einen Genre-Film machen, kommt das nicht gut raus. z.B. Max & Co. war ein Desaster, und ich würde mein letztes Hemd verwetten dass Cargo nicht die gewünschte Anzahl Leute ins Kino bringen wird. Schade, schade !

Na wenigstens gibt es einige mutige Regisseure die es mit viel Herzblut versuchen, selbst in der Filmwüste Schweiz etwas zu probieren. Teilweise dauert es ja 5-10 Jahre, bis der Film gemacht ist und vor denen habe ich einiges Mehr respekt als die welche die Autobahn wählen und so Brunzkomödien wie Handyman, Tell, Räuberinnen oder Achtung, Fertig, Charlie! auf die Leinwände bringen. Daher auch wenn Sennentuntschi es schwer haben wird in die Kinos zu kommen, (anscheinend hat Regisseur Steiner das Geld für private Zwecke verjubelt und verkokst) da wäre ich sofort im Kino.

muri

Innovation find ich auch super, aber bei uns müssen die Filme erstmal Geld machen, damit die Regisseure überhaupt ein etwas spezielleres Projekt in Angriff nehmen können. Bei Steiner ists relativ einfach. Der hat mit Eugen und Grounding zweit tolle und vor allem erfolgreiche CH-Filme hingelegt, da ist das Vertrauen für einen spezielleren Film eigentlich da. Zumal auch bekannte Namen da mittun.
Dass aber auch bei ihm nicht alles Gold ist, was glänzt, sieht man nun. Durch diese Pleite wird auch er es schwer haben, künftig grössere Projekte zu betreuen. Auch wenn ich glaube, dass Sennentuntschi Potenzial für einen richtig geilen Film gehabt hätte. Vielleicht nicht in den Publikumssphären wie Eugen oder Grounding, aber cool wär das Teil sicher geworden. Vielleicht kriegen wirs ja doch noch irgendwann zu sehen...

Wegen Cargo hab ich diesbezüglich auch so meine Bedenken. Zumal da überall von "Meilenstein der Schweizer Filmgeschichte" gesprochen wird, der Trailer aber eher einer 08/15-Sci-Fi-Produktion gleicht, die wir jeweils auf RTL2 auch geboten kriegen. Aber auch da lass ich mich nächste Woche gerne überraschen.

scarface

Apropos gute Schweizer Filme: Home war IMO gut. Die Regiesseurin ist Schweizerin, bei der Produktion bin ich mir nicht sicher.

El Chupanebrey

Zitat scarface (2009-09-04 23:20:22)

Apropos gute Schweizer Filme: Home war IMO gut. Die Regiesseurin ist Schweizerin, bei der Produktion bin ich mir nicht sicher.

Ich hätte Home einen französischen Film genannt. Viel schweizerisches ist da imho nicht dran...

gargamel

Zitat El Chupanebrey (2009-09-05 13:00:22)
Zitat scarface (2009-09-04 23:20:22)

Apropos gute Schweizer Filme: Home war IMO gut. Die Regiesseurin ist Schweizerin, bei der Produktion bin ich mir nicht sicher.

Ich hätte Home einen französischen Film genannt. Viel schweizerisches ist da imho nicht dran...

nur, dass das eben nicht der "home" ist, denn scarface meinte... und der hat schon ziemlich viel schweizerisches...

home

El Chupanebrey

Zitat gargamel (2009-09-05 19:53:19)
Zitat El Chupanebrey (2009-09-05 13:00:22)
Zitat scarface (2009-09-04 23:20:22)

Apropos gute Schweizer Filme: Home war IMO gut. Die Regiesseurin ist Schweizerin, bei der Produktion bin ich mir nicht sicher.

Ich hätte Home einen französischen Film genannt. Viel schweizerisches ist da imho nicht dran...

nur, dass das eben nicht der "home" ist, denn scarface meinte... und der hat schon ziemlich viel schweizerisches...

home

Neinnein, ich meinte wirklich den von dir und scarface verlinkten Home, bei mir wars einfach falsch verlinkt.
Ich würde mir den Film echt mal ansehen. Und wenn du dann immer noch sagst, dass der viel Schweizerisches hat, dann weiss ich auch nicht mehr.

[Editiert von El Chupanebrey am 2009-09-05 23:58:01]

scarface

Also das Schweizerische habe ich auf die Filmproduktion bezogen und nicht wie es dramaturgisch und darstellerisch rüberkommt.

Die Regisseurin, die Produzentin Elena Tatti, der Drehbuchautor Antoine Jaccoud sind Schweizer. Die Webseite liegt auf .ch Domäne. Und gewann in mehrere Kategorien beim Schweizer Filmpreis.

Also viel Schweizerisches für eine Koproduktion.

El Chupanebrey

Zitat scarface (2009-09-06 01:33:55)

Und gewann in mehrere Kategorien beim Schweizer Filmpreis.

Joa, er war aber auch bei den Césars nominiert.

Ich würde Home einfach nicht als besonders schweizerischen Film bezeichnen.
Aber dass er super ist, darüber sind wir uns ja einig (wie ich an deiner Wertung ablese
😉).

[Editiert von El Chupanebrey am 2009-09-06 11:41:48]

woc

Um zurück zum Thema zu kommen: Fragwürdig ist ist meines Erachtens nicht nur der Geld-Skandal an sich und dass "Sennentuntschi" wohl erst fertiggestellt wird, wenn die Leute ihre Löhne haben sondern viel mehr, wie es jetzt um die Filmwelt in der Schweiz stehen wird. Wenn Fördergelder dermassen unbeaufsichtigt zum Fenster hinausgeworfen werden (und die ganze Story mit Koks und Escort-Service stimmt), dann habens Leute, die zukünftig ihre Projekte verwirklichen wollen und dabei auf Förderung angewiesen sind, 100x schwerer als vorher. Und das wäre die wirkliche Tragödie...

jon

In der letzten Weltwoche war ja ein sehr interessanter Artikel über "Sennentuntschi" drin. Wenn da auch nur die Hälfte stimmt, stehen einem die Nackenhaare zu Berge. 😎

Unter anderem zeigt das auch wieder wie inneffizient die total unterschiedlichen Vorgaben für die Vergabe von Fördergeldern beim BAK, der Zürcher Filmstiftung und dem SF sind.

Hart finde ich auch das zynische Urteil eines österreichischen Koproduzenten, der sagte dass er damals dachte, die Schweizer würden es schaffen ein so "grosses" Projekt zu bewältigen, und nun eines Besseren belehrt wurde.

th

Zitat woc (2009-09-07 08:28:50)

Wenn Fördergelder dermassen unbeaufsichtigt zum Fenster hinausgeworfen werden (und die ganze Story mit Koks und Escort-Service stimmt), dann habens Leute, die zukünftig ihre Projekte verwirklichen wollen und dabei auf Förderung angewiesen sind, 100x schwerer als vorher. Und das wäre die wirkliche Tragödie...

ich denke das "unbeaufsichtigt" ist das problem. es schaut ja so aus, als ob man vorwiegend "grosse" projekte mit "grossen" namen weitgehend mit beiden augen zu fördert, dies in der hoffnung, dass die dann schon was gutes daraus machen. mit dem ergebniss, dass wir uns an Tell, Räuberinnen, Max & Co "erfreuen" durften. vielleicht brauchte es nun das Tuntschi-Skandälchen, um einen strukturwandel in der förderpolitik zu bewirken...

woc

Das kann durchaus sein - Ich hoffe es sogar! Es schadet nicht, ein prüfendes Auge zu haben und in Zukunft kritischer zu sein (ich meine, gibt es eine kritischere Institution als das BAK?). Ganz klar muss diese Verschärfung dann insgesamt so fair daherkommen, dass eben auch die "Grossen" nicht einfach durchgelassen werden. Abwarten, vielleicht legt sich das Ganze langsam wieder. 😉

sj

Zitat El Chupanebrey (2009-09-06 11:41:01)

Ich würde Home einfach nicht als besonders schweizerischen Film bezeichnen.

Argh, solche Aussagen nerven. Home ist ein Schweizer Film, ob du das auch so siehst interessiert niemanden. Genau gleich wenn du sagen würdest für dich sei ein Kreis nicht rund. 😈

Aber zurück zum Thema. Ich denke es geht nicht nur um die Kinoauswertung. Das meiste Geld macht die Industrie heute mit der DVD Auswertung. Bei Filmen wie Happy New Year wartet man aber immer noch auf die Scheibe. So lange bis es niemanden mehr interessiert.

El Chupanebrey

Zitat sj (2009-09-08 15:59:11)
Zitat El Chupanebrey (2009-09-06 11:41:01)

Ich würde Home einfach nicht als besonders schweizerischen Film bezeichnen.

Argh, solche Aussagen nerven. Home ist ein Schweizer Film, ob du das auch so siehst interessiert niemanden. Genau gleich wenn du sagen würdest für dich sei ein Kreis nicht rund. 😈

Ich werde im Filmthread darauf antworten.

[Editiert von El Chupanebrey am 2009-09-08 18:00:52]

muri

Happy-End für Steini?

http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/kino/Das-Sennentuntschi-scheint-ger…

th

nach vielen gerüchten und spekulationen scheints jetzt zu einem guten ende zu kommen: constantin film gründete einen schweizer ableger und übernimmt nun steiners produktionsfirma. sennentuntschi soll noch dieses jahr fertiggestellt und ins kino gebracht werden.

woc

Schön. Hoffentlich lohnt es sich, sonst 😈

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