Die Löwen brüllen wieder

Die 64. Mostra Internazionale d'Arte Cinematografica wurde in Venedig eröffnet.

Am 29. August startete im ehrwürdigen aber nichtsdestoweniger potthässlichen "Palazzo del Cinema" mit dem Eröffungsfilm Atonement die 64. Ausgabe des ältesten Filmfestivals der Welt: Die Biennale in Venedig. Das Programm ist vielversprechend: Neben I'm not there, der mit Spannung erwarteten Biographie von Bob Dylan, wo der Meister von nicht weniger als sechs verschiedenen Darstellern verkörpert wird, sind auch neue Werke von hochkarätigen Regisseuren wie Ang Lee (Lust, Caution), Ken Loach (It?s a free World... ), Paul Haggis (In The Valley of Elah), Kenneth Branagh (Sleuth) oder Brian De Palma (Redacted) im Rennen um den Goldenen Löwen.

Ebenfalls gespannt sein darf man auf Brad Pitt als Jesse James oder auf das russische Remake des Klassikers 12 angry men, 12 razgnevannyh muzhchin. Owen Wilson wird nach seinem Selbstmordversuch wohl kaum auf dem roten Teppich aufkreuzen, aber wenigstens auf der Leinwand zu bewundern sein, wo er in The Darjeeling Limited zusammen mit seinen zwei Brüdern (Adrien Brody, Jason Schwartzman) auf Selbstfindungstrip durch Indien reist. Auch für Kunstliebhaber findet sich ein Leckerbissen, nämlich Peter Greenaways Rembrandt-Film Nightwatching. George Clooney schliesslich wäscht als New Yorker Anwalt Michael Clayton schmutzige Anwalts-Wäsche.

Ausser Wettbewerb präsentiert unter anderem Woody Allen sein neuestes Werk, Cassandra?s Dream, während Scarlett Johannson in The Nanny Diaries auf den Spuren von The Devil Wears Prada wandelt - anstatt in der Mode- diesmal einfach in der Nanny-Welt. Im Spezialprogramm "Orizzonti" versuchen sich verwegene Spanier in einem Musical über Johann Sebastian Bach (Die Stille vor Bach), während es im Dok-Film Lou Reed?s Berlin eher rockig zugehen dürfte. Wer immer noch nicht genug hat, darf sich im zweiten Spezialprogramm, das den Italo-Western gewidmet ist, Klassiker wie Per un pugno di Dollari (in einer Remastered-Version) oder Django zu Gemüte führen.

OutNow.CH wird selbstverständlich vor Ort sein und während 10 Tagen brandaktuell über Tops und Flops aus der Lagunenstadt berichten.

Simon Eberhard [ebe]

Aufgewachsen mit Indy, Bond und Bud Spencer, hatte Simon seine cineastische Erleuchtung als Teenager mit «Spiel mir das Lied vom Tod». Heute tingelt er durch Festivals und mag Krawallfilme genauso wie Artsy-Farts. Nur wenn jemand einen Film als «radikal» bezeichnet, rollt er genervt mit den Augen.

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Kommentare Total: 3

weihs

wer schon mal beim filmfest in venedig dabeigewesen ist,will dort immer wieder hin...da kann es schon mal sein,das man neben johnny depp am strand sitzt oder anderen star in die arme läuft...natürlich laufen dann dort auch schon die filme,die man hierzulande erst eine ewigkeit später im kino sieht... immer wieder gerne... : )

ebe

Also ich weiss nicht, wovon du sprichst...😉

Nein im Ernst, hast natürlich recht, kleine Unachtsamkeit meinerseits. Ist korrigiert, danke für den Hinweis.

psg

Zitat ebe (2007-08-30 15:51:01)

Die Löwen brüllen wieder

Neben Being There, der mit Spannung erwarteten Biographie von Bob Dylan...

Da hast du genau das wortwörtliche Gegenteil erwischt! Der Film heisst nämlich I'm Not There. (der Titel basiert auf dem Dylan-Outtake einer Studioaufnahme )
Der verlinkte Film ist ein Peter Sellers Film aus dem Jahr 1979.😉

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