Venedig 2006 - Eine Bilanz in Zitaten

Eine Woche am ältesten Filmfestival der Welt! Die OutNow-Crew zieht eine persönliche Bilanz vom diesjährigen Filmfestival Venedig und lässt hierfür den O-Ton für sich selbst sprechen.

"Wollen wir ein Tagebuch schreiben...?"
--- rm und ebe planen auf der Hinreise das Venedig-Special. Selbstverständlich soll's ein Tagebuch geben!

""Auch bei geringem Passagieraufkommen ist darauf zu achten, alle Sitzplatzreservationen auf möglichst wenig Wagen zu beschränken.""
--- Möglicher Auszug aus dem Reglement für SBB-Bahnbetriebsdisponenten, nimmt man den Cisalpino Zürich-Mailand der OutNow.CH-Korrespondenten als repräsentatives Mass.

"Tickets direkt im Zug zu lösen kostet 25 Euro mehr."
--- Die Entscheidung, welchen Zug sie nehmen sollten, wird den OutNow.CH-Korrespondenten vom Zugschef abgenommen. Sparsamkeit rulez! Allerdings sollte dies das verstpätete Eintreffen im Hotel und das Verpassen des ersten Kinoabends zur Folge haben.

"Es gibt Orte auf der Welt, da sollten einfach keine Städte gebaut werden: In der Wüste (siehe Las Vegas), und im Wasser..."
--- rm kann sich nicht recht anfreunden mit der wasserlastigen Festivalstadt.

"Öhm, wie öffnet man diese Tasche...?"
--- ebes Laptop-Tasche stellte die Securityleute am Eingang mehrmals vor ganz besondere Probleme.

"Would you mind talking to Miss Gainsbourg?"
--- Was für eine Frage! Ein Vertreter der Firma PR Contact am Telefon zu rm.

"Das Kino von Lynch lässt sich nur erklären, indem man Lynchs Filme schaut."
--- Wie wahr. Festivaldirektor Marco Müller begründet, wieso über Ehren-Löwen-Gewinner Lynch nicht - wie sonst üblich - ein kurzes Essay im Festivalkatalog geschrieben wurde.

"Bisch druscho...?"
--- Manchmal reicht auch Müllers Rezept nicht. Quintessenz der OutNow.CH-Kritiker nach drei Stunden Inland Empire.

"11 Minuten, 25 Sekunden."
--- Venezianer pflegen den Erfolg eines soeben gezeigten Filmes an der Dauer des darauf folgenden Applauses abzulesen. Über 10 Minuten gilt dabei übrigens als Spitzenwert. Unter 6 Minuten dagegen ist eine Enttäuschung.

"gIlOI10s0OlId1Il10O"
--- Die Passwörter im Pressebüro für den Zugang zum Internet stellen manchmal für einige der Korrespondenten eine ganz besondere Herausforderung dar. Merke: Null ist nicht gleich O und Eins ist nicht gleich klein L, ist wiederum nicht gleich gross I...

"Weisse Untertitel auf schwarzem Grund, ohne jegliche Musik - nie ein gutes Zeichen..."
--- rm's düstere Vorahnung während des Vorspanns von L'Intouchable. Sie sollte sich bewahrheiten.

"Die rasiert sich aber nicht..."
--- Immerhin gibt's aber anderweitige Ablenkungsmöglichkeiten: rm studiert am Sinn der Massageszene aus L'Intouchable herum.

"Sollen wir gleich noch ihre CD bestellen...?"
--- Charlotte Gainsbourg ist auch Sängerin. Versteht sich von selbst, dass deren neues Album im Outnow-Archiv nicht fehlen darf.

"Herzlich willkommen zu Kulturzeit!"
--- Dieter Moors Begrüssung zu unserer Lieblingssendung in Venedig. Lief immer dann, wenn sich die OutNow.CH-Korrespondeten im Hotelzimmer aufhielten. Egal ob nun mitten in der Nacht oder früh morgens.

"Hät mer abglöscht."
--- ebe, sonst bekannt als tapferer Durchsteher auch der langweiligsten Filme, musste nach 30 Minuten aus Quei loro incontri fliehen.

"Der Terrorist bin ich!"
--- Jean-Marie Straub, Regisseur von Quei loro incontri teilt mit, dass er sich an der Biennale mit dem riesigen Polizeiaufgebot nicht mehr wohlfühlt. Das Presseheft, wo er dies deklariert, ist übrigens das Beste am ganzen Film: Eine Seite für handschriftliches Gekritzel, eine weitere Seite für die per Schreibmaschine verfasste Deklaration: voilà.

"Der Interview. Das Raum."
--- Das erste Kampusch-Interview beschäftigt auch die italienischen Zeitungen. So beispielsweise das italienische Qualitätsblatt "Corriere della Sera", welche sich in der schwierigen Sprache Goethes versucht.

"Due Hamburger, per favore."
--- Experten für gesunde Ernährung dürften an den Verpflegungsgewohnheiten der beiden OutNow.CH-Korrespondenten während der Festivalwoche nur beschränkt Freude gehabt haben.

"Oh Gott, noch eine Stunde..."
--- ebe schaut während Hey yanquan mehrmals auf die Uhr und leidet still vor sich hin. Im Gegensatz zu Quei loro incontri hält er aber tapfer bis zum Ende durch.

"..."
Zwei der Interviews zum Film Bobby fielen leider den leeren Batterien des Aufnahmegeräts zum Opfer.

"Sie hat ein Muttermal in der Achselhöhle."
--- rm hat Charlotte Gainsbourg während des Interviews ganz genau betrachtet.

"Ma, come mai non avete visto un film italiano...???"
--- Die Signora vom Hotel ist entsetzt ob der mangelnden Italianità ihrer beiden Gäste - und droht mit Frühstücksentzug.

"Chichirichi!"
--- Die italienischen Hähne sind sehr pflichtbewusst - und dies die ganze Nacht hindurch. Zumindest diejenigen in unmittelbarer Nähe des Hotels.

"Der Überraschungsfilm ist ja nicht soo wichtig"
--- Angesichts des breiten Angebotes an asiatischen Filmen entscheiden sich die beiden OutNow.CH-Korrespondenten dafür, den chinesischen Überraschungsfilm Still Life links liegen zu lassen.

"Der goldene Löwe geht an Still Life aus China."
--- Während der Heimreise erfahren sie dann per SMS den Festival-Sieger. Fazit: Überraschung gelungen.

"Beste Schauspielerin: Helen Mirren in The Queen"
--- Buh! Der Löwe hätte natürlich an Charlotte gehen sollen...

"Bester Schauspieler: Ben Affleck in Hollywoodland"
--- Wie bitte?

"Das Zugteam begrüsst sie im Eurocity nach Lugano, Bellinzona, Flüelen, Arth Goldau, Zug, Zürich."
--- Juche, wir sind wieder in der Schweiz! Wo sonst halten Eurocities in Cities wie Flüelen...?

"Du, was ist jetzt eigentlich mit dem Tagebuch...?"
--- Leider nichts. Dafür gabs diesen schönen Rückblick. Alla prossima!

Teilen
Auf Facebook teilen  Auf Twitter teilen 
Datum
Autor
Quelle
OutNow.CH