Goldene Palme geht an Ken Loach

Am Festival von Cannes wurden die Preise verliehen. Die Goldene Palme gewann Ken Loach.

Der Brite Ken Loach hat mit The Wind that Shakes the Barley bei den 59. Filmfestspielen von Cannes die Goldene Palme gewonnen. Sein Film spielt in den 20er Jahren im vom Bürgerkrieg zerrissenen Irland. Der zweitwichtigsten Preis, der Grand Prix der Jury, ging an Flandres von Bruno Dumont aus Frankreich, der die Unmenschlichkeit des Krieges thematisiert. Beide Filme haben noch keinen Schweizer Verleihstart.

Richtig abräumen konnte Volver, der bereits sehr erfolgreich in unseren Kinos läuft. Für Pedro Almodóvars Film teilen sich die spanische Schauspielerin Penélope Cruz und all die anderen Darstellerinnen den Preis als beste Schaupielerin, zudem erhielt Almodóvar selbst den Preis für das beste Drehbuch.

Auch beim besten Darsteller wurde eine Ensemble gewürdigt. Die aus dem Maghreb stammenden Schauspieler um Jamel Debbouze gewannen für Indigènes des Algeriers Rachid Bouchareb den Preis in dieser Kategorie.

Die Britin Andrea Arnold bekam für ihren Erstling Red Road den Preis der Jury. Der Mexikaner Alejandro González Iñárritu, der als einer der Favoriten auf die Goldene Palme gegolten hatte, erhielt für Babel mit Brad Pitt und Cate Blanchett den Preis für die beste Regie.

Alle Preise in der Übersicht

Goldene Palme - Bester Film
Ken Loach für The Wind that shakes the Barley

Grosser Preis der Jury - Prix de la mise en scène
Bruno Dumont für Flandres

Preis der Jury - Beste Regie
Alejandro González Inárritu für Babel

Preis der Jury - Beste Darstellerin
Blanca Portillo, Carmen Maura, Chus Lampreave, Lola Duenas, Penélope Cruz, Yohana Cobo in Volver

Preis der Jury - Bester Darsteller
Roschdy Zem, Samy Naceri, Jamel Debbouze, Sami Bouajila, Bernard Blancan in Indigènes

Preis der Jury - Prix du Jury
Andrea Arnold für Red Road

Preis der Jury - Bestes Drehbuch
Pedro Almodóvar für Volver

Roland Meier [rm]

Roland sammelt 3D-Blu-rays, weil da die Publikationen überschaubar stagnieren, und kämpft im Gegenzug des Öfteren mit der Grenze der Speicherkapazität für Aufnahmen bei Swisscom TV. 1200 Stunden Film und Fernsehen ständig griffbereit sind ihm einfach nicht genug.

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Festival de Cannes

Kommentare Total: 1

th

irgendwie find ichs bisschen störend, dass sich die jury bei bestem schauspieler UND bei bester schauspielerin jeweils nicht für eine einzige person entscheiden konnte, sondern gleich die ganze truppe auszeichnete. wenn das so weitergeht kann man ja auf die auszeichnung ganz verzichten und einfach allen ein zertifikat in die hand drücken...

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