Hui Buh - Das Schlossgespenst: Interview mit Rick Kavanian

Rick Kavanian ist ein langjähriger Freund und Kreativpartner von Bully Herbig. Die Legende will es, dass sich die beiden in einem Lift getroffen haben, bevor sie in den 90er Jahren ihre Comedy-Karriere starteten. Den Anfang machten Anrufbeantwortersprüche, die sie auf CD zu verkaufen versuchten. Radioshows folgten. Zuerst nur in München, mit "Bullys Late Night Show" bald auch in der ganze Bundesrepublik. Die "Bullyparade" machte den Komödianten mit armenischen Wurzeln auch dem ProSieben-Publikum als Stimmenimitator bekannt. Neben verschienen Rollen in (T)Raumschiff Surprise und Der Schuh des Manitu wird er heute oft auch als Synchronsprecher engagiert. Rick ist zum Beispiel die deutsche "Stammstimme" von Mike Myers. Auch sprach er das Zebra in Madagascar in der deutschen Fassung des Dreamworks-Hits.

In Hui Buh spielt er einen durchgeknallten Franzosen mit schrecklichem Gebiss und einer riesigen Haartolle. Im Gespräch mit uns konnte er es nicht lassen, vor der OutNow.CH.-Kamera in verschiedene Rollen zu schlüpfen. Seht selbst im Video zum Interview.

OutNow.CH (ON): Rick, was für ein Typ ist dieser Charles, den du in Hui Buh spielst?

Rick Kavanian (RK): Ich bin der Adjutant von König Julius dem 111., aber auch sein bester Freund, der mit der Durchführung allerlei gesellschaftlicher Anlässe, wie Bankette zum Beispiel, beauftragt wird. Als Eleonora im Schloss auftaucht, merke ich, dass mit der etwas nicht in Ordnung ist, aber ich weiss, dass mein engster Freund an ihr interessiert ist, und sage deshalb erstmal nichts, was sich im Verlaufe des Films möglicherweise als Fehler herausstellen könnte.

ON: Charles ist Franzose. Der Akzent dieses Volkes ist in Komödien oft zu hören.

RK: Als ich das Drehbuch gelesen habe, habe ich mir sofort Gedanken gemacht, dass das am Ende nicht so stereotyp wie sonst wird. Da haben gewissermassen alle Abteilungen zusammen gearbeitet. Die Prince-Frisur kam vom Regisseur. Das Zahnteil von unserem lieben Maskenbildner Georg Korpás. Das Kostüm von Janne Birk, die auch die Idee mit dem Einstecktuch hatte. So war Charles ein paar Wochen von Drehbeginn schon fast bereit. Es fehlte nur noch die Stimme. Da habe ich per Zufall Mrs. Doubtfire im Original gesehen. Da gibt es den Bruder von Robin Williams, der ähnlich redet. Das habe ich dann adaptiert. Das schöne war, dass Charles fast keine Regeln kannte. Ich durfte mich sehr austoben.

ON: Würdest du mir zu ein paar Stichworten das sagen, was dir spontan dazu einfällt?

VN: Aber sicher doch.

ON: Armenien

VN: Ein kleines Land im Kaukasus und das Herkunftsland meiner Vorfahren. Die Endung "-ian" in meinem Namen ist ein typische armenische. Irgendwann haben die sich dann in Rumänien, in Bukarest, angesiedelt und meine Vorfahren sind dann in den 50er Jahren nach Deutschland gekommen. Da kam ich dann ins Spiel.

ON: Austin Powers

VN: Yeah Baby, yeah! Ich warte ja auf den vierten Teil, aber der Typ hat sich reichlich Geld beiseite gelegt, und muss nun offensichtlich keinen mehr machen. Ich bin ein Riesen-Austin Powers Fan. Das Synchronisieren der Filme hat sehr viel Spass gemacht.

ON: Heike Makatsch

VN: Sieht im Film unsympathisch aus, ist sie aber privat nicht.

ON: Franzosen

VN: Ein schwieriges Völkchen, auch wenn sie sehr guten Champagner herstellen. Es beginnt bei Air France. Die Sicherheitshinweise auf Fränzosisch versteht sowieso keiner. Das Problem ist, dass es dann "auf Englisch" genauso unverständlich ist. Immerhin ist das Land in der EU.

Roland Meier [rm]

Roland sammelt 3D-Blu-rays, weil da die Publikationen überschaubar stagnieren, und kämpft im Gegenzug des Öfteren mit der Grenze der Speicherkapazität für Aufnahmen bei Swisscom TV. 1200 Stunden Film und Fernsehen ständig griffbereit sind ihm einfach nicht genug.

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