Berlinale Programm nimmt Formen an

Die ersten Wettbewerbsfilme der 56. Berliner Filmfestspiele vom 9. bis 19. Februar wurden diese Woche bekannt gegeben. Von den neun Titeln, die Festival-Direktor Dieter Kosslick verraten hat, laufen drei ausser Konkurrenz und bei sechs handelt es sich um Weltpremieren. Einige der Titel sind auf Papier ziemlich viel versprechend.

Der thailändische Regisseur Ratanaruang Pen-ek, dessen wunderschöner Film Last Life in the Universe in der Schweiz leider nur sehr wenige Menschen gesehen haben, zeichnet in Invisible Waves das Porträt eines Auftragskillers. Die internationale Koproduktion (Niederlande, Thailand, Hongkong, Korea) wird als Weltpremiere gezeigt.

Zum ersten Mal weltweit wird man auch Snow Cake sehen. In dem britisch-kanadischen Film von Marc Evans spielt Sigourney Weaver eine Autistin, die sich mit einem durch einen Autounfall traumatisiertem Alan Rickman anfreundet.

Ein Wiedersehen mit der blonden Abbie Cornish aus Somersault gibt es im australischen Wettbewerbsbeitrag Candy von Neil Armfield. Zusammen mit Heath Ledger spielt sie darin ein Paar, das den Drogen zum Opfer fällt.

Ebenfalls ins Rennen um den Goldenen und Silbernen Bären geht die bosnische Regisseurin Jasmila ?banic mit ihrem Spielfilmdebüt Grbavica. Die Co-Produktion von Österreich, Bosnien-Herzegowina, Deutschland und Kroatien erzählt vom Schicksal eines Vergewaltigungsopfers in den Nachwirren des Balkankrieges.

Die beiden deutschen Wettbewerbsbeiträge werden nicht nur an der Spree mit Spannung erwartet. Hans-Christian Schmids Requiem basiert auf den selben Exorzismusvorfällen wie The Exorcism of Emily Rose. Oskar Roehlers Houellebecq-Verfilmung Elementarteilchen setzt auf ein Staraufgebot. Moritz Bleibtreu, Christian Ulmen, Franka Potente, Nina Hoss, Jasmin Tabatabai und Uwe Ochsenknecht sind darin zu sehen. Beides sind Weltpremieren.

Ausser Konkurrzenz laufen der Pocahontas-Film The New World von Terrence Malick und der Öl-Politthriller Syriana dessen Produzent George Clooney zusammen mit Matt Damon nach Berlin reisen wird. China schickt standesgemäss Kampfsport. Chen Kaiges The Promise, der teuerste chinesische Film aller Zeiten, geht auch ohne Ambitionen auf die Bären ins Rennen.

Die restlichen Wettbewerbsfilme - inklusive der Beiträge ausser Konkurrenz werden es schlussendlich insgesamt 26 Filme sein - gibt die Festivalleitung Mitte Januar bekannt. OutNow.CH wird im Februar nach Berlin reisen und ausführlich vom Festivalgeschehen berichten. Das eine oder andere Interview sollte bei dem Staraufgebot eigentlich auch geplant werden.

Roland Meier [rm]

Roland sammelt 3D-Blu-rays, weil da die Publikationen überschaubar stagnieren, und kämpft im Gegenzug des Öfteren mit der Grenze der Speicherkapazität für Aufnahmen bei Swisscom blue TV. 1200 Stunden Film und Fernsehen ständig griffbereit sind ihm einfach nicht genug.

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Kommentare Total: 2

rm

Film-Zeit kennt noch weitere Titel aus dem Berlinale Programm.

Neben dem, was wir oben schon vermeldet haben, gibts dort auch win genaueres Programm der Nebensektion Panorama.

BREAKFAST ON PLUTO von Neil Jordan
BROTHERS OF THE HEAD von Keith Fulton
BYE BYE BERLUSCONI! von Jan Henrik Stahlberg
CAMPING SAUVAGE von Christophe Ali
ELEVEN MEN OUT von Robert Douglas
FAMILY LAW von Daniel Burman
GRADUALLY... von Maziar Miri
DER KICK von Andres Veiel
KOMM NäHER von Vanessa Jopp
MEMORIES IN THE MIST von Buddhadeb Dasgupta
STAY von Marc Forster
THE HOUSE OF SAND von Andrucha Waddington
THE PROPOSITION von John Hillcoat

rm

Zitat rm (2005-12-23 16:46:22)

Chen Kaiges The Promise, der teuerste chinesische Film aller Zeiten, geht auch ohne Ambitionen auf die Bären ins Rennen.

Der Trailer verspricht Episches.

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