Solothurn setzt auf Schweizer Premieren

An den Solothurner Filmtagen, die im nächsten Jahr vom 16. bis 22. Januar zum 41. Mal stattfinden, werden einige Schweizer Filme zur Uraufführung kommen. Die Retrospektive der diesjährigen Ausgabe ist Maximilian Schell gewidmet.

Als Eröffnungsfilm wurde Nachbeben von Stina Werenfels erkoren. Der erste Kinofilm der Lebenspartnerin von Samir handelt von einem beruflich erfolgslosen Investement-Banker, der an einer Grillparty wegen eines dänischen Au-Pairs in die Bredouille gerät.

Ebenfalls zur Uraufführung gelangt Lenz von Thomas Imbach. Der Spielfilm des Regisseurs von Well Done und Ghetto wurde frei nach Georg Büchners 1836 verfasstem gleichnamigem Fragment inszeniert und spielt teilweise in Zermatt.

Zwar nicht zum allerersten Mal, aber doch kurz nach den mit einem Riesentrara geplanten Premieren am 15. Januar in Bern, Basel und Zürich wird auch Grounding gezeigt werden. Der Film über die letzten Tage der Swissair von Michael Steiner dürfte wohl auch in Solothurn auf grosses Interesse stossen, bevor er am 19. Januar überall zu sehen sein wird.

Eine regelrechte Weltpremiere feiert Xavier Kollers Fernsehfilm Havarie. Der Film über ein Tankerunglück im Mittelmeer, das Auswirkung hat auf die politische Karierre des designierten Nationalratspräsidenten, ist die ersten Arbeit des Oscarspreisträgers in der Schweiz seit Ende der Achtziger Jahre.

Schon an den Hofer Filmtagen wurde kürzlich der Fernsehfilm Rose des Zürchers Alain Gsponer mit einem Förderpreis ausgezeichnet. Auch dieser Film über eine alleinerziehende Mutter, die ihre erwachsenen Söhne nicht mit deren leiblichen Vater bekannt machen will, wird in Solothurn zum ersten Mal einem Schweizer Publikum gezeigt werden.

Neben einer ganzen Reihe von Dokumentarfilmen - wie es sich für ein Schweizer Filmfestival gehört - wird der nächste Woche seinen 75. Geburtstag feiernde Maxiliam Schell mit einer Retrospektive geehrt werden, die sowohl seine schauspielerische Leistung als auch seiner Regiearbeit würdigen soll.

Roland Meier [rm]

Roland sammelt 3D-Blu-rays, weil da die Publikationen überschaubar stagnieren, und kämpft im Gegenzug des Öfteren mit der Grenze der Speicherkapazität für Aufnahmen bei Swisscom blue TV. 1200 Stunden Film und Fernsehen ständig griffbereit sind ihm einfach nicht genug.

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