Eine Frage der Perspektive

Clint Eastwood will es offenbar wissen: Das jüngste Filmprojekt des 75-jährigen Kaliforniers, die Verfilmung der Schlacht um Iwo Jima, umfasst gemäss einer Meldung der welt.de nämlich gleich zwei Filme. So will der oscarprämierte Regisseur (Million Dollar Baby) den blutigen Krieg um die Vulkaninsel Iwo Jima nicht nur aus dem US-amerikanischen, sondern auch aus dem japanischen Blickwinkel zeigen - in zwei verschiedenen Regiearbeiten.

Die amerikanische Perspektive soll mit dem schon länger angekündigten Flags Of Our Fathers dargestellt werden. Das Drehbuch dazu schreibt der 52-jährige Paul Haggis, der Eastwood schon mit dem Skript zu Million Dollar Baby eine goldene Drehgrundlage geliefert hat. Die Idee, einen zweiten Film zu drehen, der die Geschehnisse aus japanischer Perspektive zeigt, ist Dirty Harry erst später gekommen. Realisiert werden soll das Vorhaben mit Lamps Before the Wind, dessen Drehbuch von der "Japano-Amerikanerin" Iris Yamashita - notabene eine Protegée Haggis' - verfasst wird.

Die beiden Filme sollen im Herbst 2006 zeitgleich ins Kino kommen.

Iwo Jima
Iwo Jima ist eine kleine Vulkaninsel im Pazifik, die 1945 zum Schauplatz einer blutigen Schlacht zwischen US-Amerikanern und Japanern wurde. Im fünf wöchigen Gemetzel starben zehntausende von japanischen und US-amerikanischen Soldaten. Weltberühmt geworden ist das Bild amerikanischer Soldaten, welche die Stars&Stripes-Flagge auf dem Vulkan Suribachi hiessen.

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DIE WELT.de
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