Snow White: Das Interview mit Julie Fournier

Das Schneewittchen aus dem Märchen der Gebrüder Grimm hat schneeweisse Haut, blutrote Lippen und Haare schwarz wie Ebenholz. Nicht zuletzt deshalb hat sich wohl die französische Schauspielerin Julie Fournier als Glücksgriff für Samirs Snow White erwiesen. Die Ähnlichkeit ist frappant. Das Nachwuchstalent spielte in ihrer Heimat in diversen Kurzfilmen mit. Nico in Snow White ist ihre erste grosse Rolle in einem Film. OutNow.CH sprach exklusiv mit der Französin per Telefon.


OutNow.CH (ON): Wieviele Male hast du Snow White schon gesehen?

Julie Fournier (JF): Ich habe ihn nur einmal gesehen, jedoch nicht die Endversion, sondern eine längere Fassung, in der noch meine eigenene Stimme war, also nicht die der Synchronsprecherin.

ON: Anscheinend gab's Schwierigkeiten, das richtige Schneewittchen zu finden. Wie wurdest du für eine Schweizer Produktion engagiert? War es Samir, der dich entdeckte, oder hast du dich selber für die Rolle präsentiert?

JF: Nun, es gab da einmal ein Casting in Paris bei dem der Direktor des Castings meinen Agenten angesprochen hat. Ich habe mich also beim Casting präsentiert, bei dem auch Samir dabei war. Er war schnell interessiert, und engagierte mich zu einer weitern Serie von Castings. Das klappte gut, und ich war drin.

ON: Du redest kein Schweizerdeutsch, Snow White ist jedoch ein schweizerdeutscher Film, und trotzdem haben sie dich genommen. Wieso?

JF: Ich glaube, dass sie ein bisschen überall in der Schweiz, Deutschland und Österreich gesucht haben, jedoch nie die richtige Person für Nicos Rolle fanden. Wahrscheinlich kann dir Samir mehr dazu sagen, aber ich denke, in mir fanden sie genau das, was sie suchten.

ON: Hättest du jemals gedacht, dich in einem Schweizer Film wiederzufinden?

JF: Nein. Um ehrlich zu sein, habe ich mir diese Frage noch nie gestellt. Ich kenne die Schweiz nicht besonders gut, praktisch gar nicht, bis ich dann dort war.

ON: Warum warst du nicht in Locarno an der Weltpremiere?

JF: Ich drehe gerade einen Film in Frankreich. Er heisst Ces Jours Heureux. Als das Festival in Locarno stattfand, war ich inmitten einer anderthalbmonatigen Drehperiode.

ON: In Locarno wurde erwähnt, dass du an einem Film mit Gérard Depardieux am drehen wärest. Ist das derjenige?

JF: Nein, Gérard Depardieux spielte in Je préfère qu'on reste amis zusammen mit Jean-Paul Rouve. Ces Jours Heureux ist eine Art Fortsetzung, doch Gérard Depardieux spielt dort nicht mit.

ON: Was sind deine nächsten Projekte?

JF: Bis Samstag bin ich noch an Ces Jours Heureux, realisiert von Olivier Nakache und Eric Toledano. Es geht um ein Feriendörfchen, mit vielen Kindern und einem Ferienanimator. Ab Montag bin ich dann am Set eines französischen Fernsehfilms.

ON: Was all deine männlichen Fans wissen wollen: Bist du noch Single?

JF: Na klar, immer.

ON: Nun zu den Popup-Fragen. Bereit?

JF: Bin ich.

ON: Zürich

JF: Sonne, Limmat, Fröhlichkeit

ON: La Suisse romande

JF: Kleiner Teil der Schweiz, gemächlich, unbeschrieben

ON: Cocaïne

JF: Sehr harte Droge, gefährlich

ON: Samir

JF: Fordernd

ON: Talents Cannes 2004

JF: Roter Teppich, Fröhlichkeit

ON: Black Nexxus Schauspielschule

JF: Einzigartige Erfahrung in New York

ON: Das wär's schon. Vielen Dank für deine Zeit.

JF: Kein Problem!

Roland Meier [rm]

Roland sammelt 3D-Blu-rays, weil da die Publikationen überschaubar stagnieren, und kämpft im Gegenzug des Öfteren mit der Grenze der Speicherkapazität für Aufnahmen bei Swisscom TV. 1200 Stunden Film und Fernsehen ständig griffbereit sind ihm einfach nicht genug.

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