Gewinner der 29. Schweizer Jugendfilmtage

Edward Piccin (The Ring Thing), Florian Froschmayer (Exklusiv), This Lüscher (Ferienfieber) und Claudio Fäh (Coronado) sind nur einige Namen aus der langen Liste der Gewinner der "Springenden Panther", die jeweils an den Schweizer Jugendfilmtagen vergeben werden. Das sind keine Garanten für Spitzenunterhaltung. Die Herrschaften haben es aber trotzdem in die OutNow.CH Filmdatenbank geschafft und wurde von dieser kleinen Site zum Teil auch schon interviewt. Der Begriff Sprungbrett für die lüpfige Veranstaltung ist deshalb sicherlich angebracht.

Die 29. Ausgabe der Jugendfilmtage fand am Samstag in der Roten Fabrik Zürich ihr Ende. Das Nachwuchsfestival zog gemäss Mitteilung der Veranstalter mehr als 1000 Zuschauerinnen und Zuschauer an. Die 60 Filme der Jungfilmerinnen und Jungfilmer aus der ganzen Schweiz wurden jeweils in verschiedene Kategorien aufgeteilt. Der jeweils 1. Preis ist der "Springende Panther". In den einzelnen Kategorien werden auch Spezial- und Publikumspreise vergeben.

In der Kategorie A (Schul- und Jugendfilme, bis 19-Jährige) holte sich die reformierte Kirche Lyss BE mit dem Streifen Gepflegte Schönheit den 1. Platz. Der Publikumspreis ging an Warte(t)raum der Zürcher Kantonsschule Stadelhofen, den die Jury auf Platz 2 gesetzt hatte.

An der Spitze der Kategorie B (Freie Produktionen, bis 19-Jährige) rangiert Zoom in des Luzerners Mischa Hediger. Mit dem Publikumspreis ausgezeichnet wurde hier Der Schatz des Marsupicoatl einer Gruppe Jugendlicher aus St. Gallen.

Pseicho von Simon Nagel aus Bülach ZH errang den 1. Platz in der Kategorie C (Freie Produktionen, 20- bis 25-Jährige), der zudem auch mit dem Publikumspreis geehrt wurde. Auch in der Kategorie D (Filmschulen, bis 30-Jährige) waren Jury und Publikum gleichermassen überzeugt vom Film Fledermäuse im Bauch von Thomas Gerber von der Zürcher Hochschule Gestaltung und Kunst.

Erstplatzierter Streifen der Kategorie E (Thematische Produktionen, bis 25-Jährige) war Achtung Baby, den Franziska Möri und die Konfirmandenklasse Langenthal BE gedreht haben. In dieser Kategorie zeichnete das Publikum Generation Hippie Hop von Philip Brunnert und der 3. Sekundarklasse Rebhügel in Zürich aus.

Organisiert werden die Schweizer Jugendfilmtage vom gleichnamigen Verein und vom Dachverband der Jugendarbeit im Kanton Zürich (Okaj). Die 29. Auflage des Nachwuchsfestivals begann am vergangenen Mittwoch. Eingesandt wurden mehr als 210 Filme der verschiedensten Genres, aus denen eine Auswahl gezeigt wurde.

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Fledermäuse im Bauch als kompletter Download

Kommentare Total: 3

dom

Ich bezeichne mich zwar auch nicht unbedingt als seriös, aber als einziger anwesender Outnow-Head muss ich ja fast was dazu sagen. Bedenkt bitte, dass ich von der Kat. C nur die 2. Hälfte und von der Kat. D nur die 1. Hälfte aller Werke gesehen habe.

Allgemein zu Kat. C gibt es zu sagen, dass einige gute Ansätze vorhanden waren, aber ehrlich gesagt fehlte mir etwas die Kreativität oder die Ideen waren nicht wirklich zu Ende gedacht. Höhepunkt war für mich war Die letzten Schweizer von Adrian Aeschbacher: sozialkritisch zwar übelst übertrieben aber mit Witz und schön umgesetzt. Absoluter Tiefpunkt der Kat.C war meiner Meinung nach Der Hund, welcher den Skandal um Hirschhorns Ausstellung aufgreifen wollte - wie ich in der anschliessenden Diskussion erfahren habe. Weitere abstrakte Elemente, die alle keinen Bezug zum Thema hatten, wurden mit dem Satz "Isch haut aues Kunscht" begründet, naja.

Die Kat. D der Filmschüler hat mich jedoch am darauffolgenden Tag im Vergleich fast aus den Socken gehauen! Mein persönlicher Favorit war Artikel 29 - aus den Augen, aus dem Sinn, eine Doku über einen Gesetzesartikel der Stadt Bern von Stefan Brunner. Der Beitrag, von der Idee über die Interviews bis zum Schnitt, war gut bis göttlich und die schönen Aufnahmen meiner Heimatstadt bescherten mir sogar Gänsehaut...Wow!

Den Gewinner der Kat. D hab ich jetzt leider noch gar nicht gesehen, deshalb kann ich auch nicht beurteilen, ob die Entscheide der Jury zu vertreten sind oder nicht - schliesslich wollte ich den Zug nach Bern nicht verpassen!

rm

Oho. OutNow.CH ist also bös seriös. *hüstel* 😉
So seriös, dass ich sogar bis auf die Einleitung den Newsbeitrag gnadenlos gekl..opy/pasted habe. Und zwar nicht von der Videogang. Zumindest eine Agentur, war also doch vertreten, um das Medieninteresse zu repräsentieren.

In der Tat, waren aber keine OutNow.CH Nasen in der Roten Fabrik. Wegen Scherben im Fuss oder extremer Vorfreude auf Nora Tschirner oder Aufenthalt an der Grenze zum Welschland oder sogar im alterwürdigen Cambridge zu England.

Deshalb wird auch nichts mit einem "statement zu den Juryentscheiden". Zimperlich gingen wir ja schon 2001 nicht mit dem Anlass um, wie der Blick in Archiv zeigt.
http://outnow.ch/specials/2001/sjft2001/

Als ich damals noch goldene Panter gewann vor 12 Jahren als Regisseur und Cutter des Anarchokolletivs The Teleshoppers fürs "s'Quiz 2", war die Jury noch i.O. Ich kann mich gut erinnern, wie der Film, der eigentlich besser gemacht war als unserer, von einer übereifrigen Lehrperson gleich selber von Siegerpodest geschubst wurde. Während dem Q&A wurde allen Anwesenden klar, dass die treibende Kraft hinter dem Streifen "(gemein)sam" nicht die Schulklasse selber, sondern der Mann an der Wandtafel war - der leider die Kategorie "Bis 15 Jahre" um einige Jährchen verpasst hat.

Die Jugendfilm- und Videotage ein Hort der Ungerechtigkeit? Wenn dem so ist, lieber sidd, musst Du schon ein bisschen konkreter werden. Wir geben Dir gern die Plattform. Vielleicht entwickelt sich eine Diskussion. Wer die Filmtage googlet kommt früher oder später eh hier her.

sidd

hallo outnow!

es wäre schön gewesen, wenn jemand von euch dabei gewesen wäre, am samstag. den dieses mal waren die Jugendfilmtage - oder besser die Jury - teilweise etwas fragwürdig.
in zwei bis drei wochen sollen unter dieser page: www.internettv.ch mindestens alle gewinnerfilme aufgeschaltet werden. ich würde mich sehr freuen, von euch irgendeinmal noch ein statemant zu den Juryentscheiden zu hören. Den ansonsten beschränkte sich das medienintresse mehr oder weniger auf die videogang. Besser wäre eine ehrliche konstruktive kritik von etwas serjöseren kritikern, wie euch.

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