Grusel-Tipps für Halloween

30 Tage lang hat der OutNow-Horrorexperte Marco fleissig grausiges Filmmaterial gesichtet und bewertet. Jetzt ziehen die anderen OutNower nach und geben ihre Filmtipps für Halloween ab.

Der Höhepunkt des Horrorctobers steht vor der Tür: Halloween! Die Nacht, in der man sich entweder grausig verkleidet ins Partygetümmel stürzen kann, oder lieber gemütlich zuhause sitzen bleibt und sich ein, zwei, drei Horrorfilme reinzieht. Wer letzteres plant, ist bei OutNow natürlich an der richtigen Adresse. Inspiration dafür findet man schon mal im Special Countdown to Halloween 2018.

But wait, there's more! Weil auch die anderen Schreiberlinge im OutNow-Team das Gruseln (zumindest passiv) beherrschen, haben auch sie sich der Herausforderung gestellt, geeignete filmische Kost für einen grausig-schönen Halloween-Filmabend zu finden. Und damit die Liste nicht mit den ganz grossen Gruselklassikern (wie etwa Halloween, The Shining, The Exorcist, The Thing und so) vollgepackt ist, sollten eher kleinere, weniger bekannte Filme genannt werden.

Hier sind also die Geheimtipps der OutNow-Redaktion für ein höllisch cineastisches Halloween:

Donnie Darko (yan)

Ein Halloween ohne das wohl beste Halloween-Kostüm aller Zeiten ist einfach unvorstellbar. In Richard Kellys Kinoflop von 2001 spielt James Duval einen humanoiden Hasen namens Frank, der einem jungen, ziemlich verstörten Jake Gyllenhaal den Weltuntergang verkündet. Donnie Darko ging zwar an den Kinokassen unter, wurde aber schnell zu einem Hype und Klassiker des Mindfuck-Genres. Wer sich gerne ein wenig anders das Hirn wegblasen möchte, kann mit diesem verworrenen, aber absolut grossartigen Psychothriller nichts falsch machen und hat in der Nacht des Schreckens genug Gesprächsstoff, um sich von Monstern und Geistern abzulenken, die ums Haus schleichen.

Ginger Snaps (pps)

Auch Ginger Snaps spielt in der Zeit um Halloween und zeigt zwei Schwestern mit Flair fürs Makabre: Die 16-jährige Ginger und ihre jüngere Schwester Brigitte sind Aussenseiter an ihrer Schule und schleichen ausgerechnet bei Vollmond herum, um es einer fiesen Mitschülerin heimzuzahlen. Natürlich werden sie genau dann von einem unbekannten Tier angefallen, das Ginger beisst, die sich in den kommenden Tagen- wie könnte es auch anders sein - in einen Werwolf zu verwandeln beginnt. Der kultige Film verwebt Weiblichkeit, Erwachsenwerden und das Monströse mit coolen Sprüchen und Splattereffekten.

Severance (muri)


Ein Team-Event wird zum Fiasko, als eine Gruppe Bürogummis in einem Wald aus dem Reisebus geworfen wird. Denn da draussen im Dickicht schleichen vermummte Gestalten herum, welche die Sachbearbeiter und Manager an ihre Grenzen bringen - und darüber hinaus. Severance ist ein britischer Comedy-Slasher, der nebst furztrockenem Humor auch richtig hässlichen Splatter bietet. Diese Kombination ergibt einen höchst unterhaltsamen Film, der mit Klischees spielt und dementsprechend Witz und Brutalität bietet, die perfekt zu einem grusligen Abend passt.

The Eyes of my Mother (crs)


Im gerade einmal 76-minütigen Schwarzweiss-Film geht es um ein kleines Mädchen, das auf dem Land lebt. Klingt herzig, nicht?! Doch der Streifen wird schon nach kürzester Zeit düster und brutal, wobei sich die ganz wüsten Szenen im Kopf der Zuschauer abspielen. Die Story geht in pechschwarze Ecken, dass man nach gut 50 Minuten den Fernseher mit dem Worten anschreien möchte: "What the fuck is wrong with you, Nicolas Pesce?!" Bei The Eyes of my Mother ist dies aber ein absolutes Kompliment. Diesen Film vergisst man nicht so schnell. Am besten weiss man vor dem Schauen fast gar nichts.

ParaNorman (pps)


Der zweite Film des kleinen, aber feinen Animationsstudios Laika richtet sich zwar an Kinder, ist deshalb aber nicht minder halloweenwürdig. Es geht um den kleinen Norman, der von allen ausgegrenzt wird, weil er anders ist. Und wie: Er kann nämlich Geister sehen und mit ihnen sprechen. Als ihm prophezeit wird, dass sich ein vor 300 Jahren ausgesprochener Fluch einer Hexe erfüllen wird, muss er versuchen, die beschauliche Stadt zu retten. Was dann folgt, bietet nicht nur Zombies, fantastische Stop-Motion-Action und freche Gags, sondern auch eine schaurig-schöne Aussenseitergeschichte.

Better Watch Out (crs)


Obwohl die Geschichte an Weihnachten spielt, kann man sich Better Watch Out auch ohne Probleme an Halloween anschauen. Die Story über eine Babysitterin, die terrorisiert wird, mag bekannt vorkommen, doch der fiese und schwarzhumorige Schocker von Chris Peckover geht in eine Richtung, die man nicht unbedingt erwartet hätte. Ein diabolisches Dauergrinsen des Zuschauers ist hier völlig normal - und Home Alone schaut man danach mit völlig anderen Augen an. WICHTIG: Schaut bloss nicht den Trailer und geht auch nicht in unsere Bildergalerie - man wird bei beiden Orten heftigst gespoilert.

The Signal (ebe)


Nein, das ist nicht der Science-Fiction-Film mit Laurence Fishburne aus dem Jahr 2014. Der wäre zwar durchaus auch eine Empfehlung wert, doch muss es nicht unbedingt an Halloween sein. Da passt dessen unbekannterer Namensvetter aus dem Jahr 2007 schon etwas besser zur Saison. Es geht um ein seltsames Signal, das tief verborgene Aggressionen in den Menschen auslöst, wodurch ein Silvesterabend leicht ausartet. Kein Meisterwerk der Filmgeschichte, gewiss, doch für Halloween genau das Richtige.

Ju-on - The Grudge (ebe)


Ende Neunziger-, Anfang Nullerjahre fanden einige recht effektive Horrorfilme aus Japan auch in unseren Breitengraden begeisterte Fans. Und Hollywood liess mit den Remakes nicht lange auf sich warten. Ringu war einer davon, The Grudge ein anderer. Den Eintrag in dieser Liste hätten beide verdient, wir wählen hier den etwas weniger bekannten - auch deshalb, weil man hier unbedingt das japanische Original dem schlaffen US-Remake vorziehen sollte. Geister von toten Mädchen waren selten gfürchiger!

Summer of 84 (woc)


Zugegeben, einen Film für Halloween vorzuschlagen, der das Wort «Sommer» im Titel hat, klingt ziemlich abstrus. Aber da unsere Temperaturen erst letzte Woche gesunken sind, darf Summer of 84 zum Glück noch auf die To-Watch-Liste: Als Schulfreunde ihren Polizisten-Nachbarn als Serienkiller verdächtigen, werden ihre Sommerferien zur lebensgefährlichen Achterbahnfahrt. Trotz schwülem Sommersetting und poppigem Soundtrack wird dieser spannungsgeladene Indie-Schmaus manchem Zuschauer das Blut in den Adern gefrieren lassen.

Don't look now (ebe)


Darf's ein wenig älter sein? Der Film von Nicolas Roeg ist heute vor allem dank seiner berühmten Sexszene in Erinnerung. Doch der Psychothriller, in dem Julie Christie und Donald Sutherland durch Venedig irren und ihre tote Tochter suchen, ist auch sonst immer noch sehenswert. Wenn auch kein Horrorfilm im klassischen Sinn, so jagt der Film den Zuschauern mit seiner kalten, unheimlichen Atmosphäre auch heute noch einen Schauer über den Rücken. Und mindestens einen Jumpscare gibt's auch. Versprochen.

Hocus Pocus (pps)

Ja, der letzte Film auf dieser Liste war schon bei Marcos Countdown vertreten. Weil er aber so gut zu Halloween passt und für mich einige Kindheitserinnerungen bereithält, darf er auch hier nicht fehlen. 1693 wurden drei Hexen (gespielt von Bette Midler, Sarah Jessica Parker und Kathy Najimy) wegen ihrer Schandtaten hingerichtet. Vor ihrem Tod sprachen sie jedoch einen Fluch aus, dass sie nämlich zurückkehren werden, wenn eine Jungfrau die schwarzflammige Kerze anzündet. Nun ratet mal, was passiert, als der Teenager Max 300 Jahre später genau mit dieser Kerze zündelt... Ein gruseliger Abenteuerspass aus dem Hause Disney mit hohem Nostalgiefaktor.


Happy Halloween!

Quelle: OutNow

30.10.2018 14:45 / OutNow.CH


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