Zum zehnjährigen Jubiläum: 11 Dinge, die ihr vielleicht noch nicht über "The Dark Knight" wusstet

Am 18. Juli 2008 kam Christopher Nolans Crime-Drama in die US-Kinos und eroberte danach schrittweise die Welt. Wir schauen zurück und enthüllen einige Details zur Produktion des Filmes.

Achtung, gleich fühlt man sich alt: Der US-Release von Christopher Nolans The Dark Knight war vor satten zehn Jahren. An Kraft hat der Film seither nicht eingebüsst. Noch immer ist es einer der mitreissendsten Blockbuster aller Zeiten, wobei sich natürlich Heath Ledgers Joker in das Gedächtnis der Popkultur eingebrannt hat.

Um das zehnjährige Jubiläum von The Dark Knight zu feiern, haben wir jede Menge Dokumente und viel Filmmaterial durchforstet und präsentieren euch nun elf Dinge, die ihr vielleicht noch nicht über diesen genialen Film wusstet.

Das versteckte Bat-Mobil

In der Nolan-Batman-Trilogie ist das Gefährt des Helden natürlich der Tumbler, der in einer der spektakulärsten Szene in The Dark Knight fahrunfähig gemacht wird. Die Verfolgungsjagd geht danach auf dem Batpod weiter, doch gibt es im weiteren Verlauf des Filmes noch ein weiteres, vierrädriges Bat-Mobil zu sehen. Da Bruce Wayne in zivil schnell wohin muss, steigt er schnell in seinen Lamborghini. Das Auto-Modell trägt dabei den Namen Murcielago. "Murciélago" ist spanisch und bedeutet "Fledermaus". Es wurde weiter darauf geachtet, dass das Fahrzeug in den Farben Grau und Schwarz gehalten ist - also in den bekannten Batman-Farben.

Filmemacher Heath Ledger

Die zwei unheimlichen Videos, welche der Joker an News-Kanäle schickt, wurden von Heath Ledger selbst inszeniert. Bei dem ersten Filmchen, bei dem der Psychopath einen Möchtegern-Batman terrorisiert, stand Christopher Nolan noch mit Ratschlägen zur Seite. Nolan war von Ledgers Fertigkeiten und dem Endergebnis so beeindruckt, dass er dem Schauspieler dann beim zweiten Video (jenes mit dem News-Anchor Mike Engel, siehe unten) komplett freie Hand gab und so Ledger machen konnte, was er wollte.

Filmschule à la Nolan

Während den ersten vier Produktionstagen wurde keine einzige Sekunde an Film gedreht. Stattdessen lud Christopher Nolan Cast und Crew zu einem kleinen Filmmarathon ein. Er wollte seinem Team zeigen, welche Filme ihnen als Inspiration für The Dark Knight dienen sollten. Die gezeigten Filme waren Heat, Cat People, Citizen Kane, King Kong, Batman Begins, Black Sunday, A Clockwork Orange und Stalag 17.

Mühsame IMAX-Kameras

Nolan wollte einige Szenen unbedingt mit IMAX-Kameras drehen. Dies stellte sich jedoch als äusserst schwierig heraus. Zum einen, da die Kameras äusserst schwer sind und sich deshalb nicht leicht bewegen lassen und zum anderen, weil die Teile äusserst laut bei der Verwendung sind. Das hatte zur Folge, dass die aufgenommenen Dialoge während den IMAX-Szenen nicht zu gebrauchen waren und so die Schauspieler danach bei der Post-Produktion ins Studio mussten, um ihre Zeilen nochmals aufzusagen. Es gibt halt schon einen Grund, warum vor The Dark Knight die meisten IMAX-Filme Dokumentationen waren.

Da waren's nur noch drei...

Wenn wir es gerade von IMAX-Kameras haben: Als die Dreharbeiten begannen, gab es weltweit gerade einmal vier solche Kameras, welche die Macher bei der IMAX Corporation mieten mussten. Nach dem Ende der Produktion konnten sie nur noch drei zurückgeben. Beim Drehen der grossen Actionszene in der Mitte des Filmes ging eine der 500'000 Dollar teuren Kameras zu Bruch.

Make Batman Great Again

Der Grossteil des Filmes wurde in und um Chicago gedreht. Die letzte Konfrontation zwischen Batman und dem Joker fand dabei im dann noch nicht fertiggestellten Trump-Tower von Chicago statt. Für diese Szene benötigten die Macher unbedingt eine Location, welche in einem hohen Stockwerk liegt und sich zudem im Bau befindet, sodass der Joker dann leicht herunterfallen kann. Fun Fact: Als die Bauarbeiten beendet waren, wurde die gleiche Location für das Büro des von Patrick Dempsey gespielten Bösewichts in Transformers: Dark of the Moon verwendet.

Geschockter Michael Caine

Vor den Proben bekam der legendäre Michael Caine, der im Film Butler Alfred Pennyworth spielt, Heath Ledgers Joker nie zu Gesicht. Als sie jene Szene probten, in der der Joker die Party von Bruce Wayne crasht, stürmte Ledger mit allem Make-up und komplett eingekleidet den Raum. Caine war ab dem, was er da sah, so schockiert, dass er nach eigenen Worten seine kompletten Texte vergass.

Der Fenster-Dieb

Die Dreharbeiten zu The Dark Knight verliefen nicht komplett reibungslos. Wie Nolan auf der Blu-ray enthüllt, hatten sie ein unvorhersehbares Problem bei der Szene, in welcher der Joker ein Krankenhaus sprengt. In der Zeit zwischen Genehmigung für die Demolierung des Gebäudes (eine alte Süssigkeitenfabrik) und dem Drehtag, an dem es stattfinden sollte, klaute ein Dieb sämtliche Fenster und alle Metallrahmen aus den oberen zwei Stockwerken. Die Lösung musste dann in der Post-Produktion gefunden werden. Bei den fensterlosen Stockwerken wurden Spezialeffekte eingebaut, welche Fensterreflektionen simulierten.

Applaus, Applaus, Applaus

Als es Gordon und Batman gelingt, den Joker einzusperren, gibt es für Gordon dafür Applaus von den anwesenden Polizisten. Doch nicht nur er feiert, sondern auch der Joker, der mitklatscht. Dabei stand diese Reaktion des Jokers so gar nicht im Skript, sondern wurde von Heath Ledger improvisiert. Nolan gefiel es und behielt es im Film.

Make-up-Artist Heath Ledger

Das Design des Joker-Make-ups stammt von Heath Ledger selbst. Dafür holte er sich nicht etwa edle Beauty-Produkte, sondern ging einfach in die nächstbeste Drogerie, holte sich handelsübliches Make-up und malte sich selber an. Nolan mochte das dabei entstandene Design und gab dem Make-up-Team die Aufgabe, Ledger jeden Tag genauso zu schminken, wie das der Star selbst hinbekommen hatte. Ebenfalls von Ledger stammt übrigens die Idee, dass der Joker weisse Farbe an den Händen hat, was den Eindruck erweckt, dass der Bösewicht sein Make-up selber gemacht hat.

Lick your lips

Ganz oft sieht man den Joker dabei zu, wie er sich kurz selbst die Lippen leckt. Dieser Tick entstand, nachdem zu Beginn der Produktion die aufgeklebten Narben im Gesicht des Jokers immer wieder herunterzufallen drohten. Ledger versuchte mit der Zunge jeweils die Narben wieder an sein Gesicht zu drücken, ohne dass man davon was merkt. Eine Lösung gegen das Abfallen der Narben wurde später gefunden - den Tick hat Ledger jedoch für seine Figur behalten.


The Dark Knight gibt es auf Blu-ray und DVD zu kaufen.

Quelle: OutNow.CH

18.07.2018 16:01 / crs


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