Die 11 besten Filme von 2018, die wir schon sehen konnten

Dank dem Besuch diverser Filmfestivals konnten wir schon einige Streifen sehen, die erst 2018 in die Schweizer Kinos kommen. Wir sagen euch, auf welche Filme ihr euch freuen könnt.

Willem Dafoe und Brooklynn Prince in "The Florida Project" © Filmcoopi

Wir jetten um die halbe Welt, damit wir euch sagen können, welche Filme die kommenden Highlights werden und bei welchen man vielleicht doch besser bis auf dem Home-Cinema-Release warten sollte. Auch 2017 sahen wir unter anderem in Berlin, Cannes, Venedig und Toronto viele tolle Filme, die alle in diesem Jahr in die Kinos kommen werden und für dies es sich lohnt, den Terminkalender aufzumachen.

The Killing of a Sacred Deer - Filmstart: 11. Januar 2018

Fertig lustig! Regisseur Yorgos Lanthimos zieht nach dem herrlich skurrilen Lobster ganz andere Saiten auf und paralysiert uns mit seinem aktuellen düsteren Psychodrama: In The Killing Of A Sacred Deer stossen Filmehepaar Colin Farrell und Nicole Kidman mitsamt Kindern an ihre Grenzen und kämpfen um ihr Leben. Der mit Symbolen und Metaphern um sich werfende Film ist zwar ultraschwere Kost, aber gleichzeitig ein faszinierendes Kammerspiel, das man sich Dank seines Interpretationspotenzials mehrmals antun darf. Zur Kritik.

Three Billboards Outside Ebbing, Missouri - Filmstart: 25. Januar 2018

Das neuste Werk von Martin McDonagh (In Bruges) hat in Toronto den heiss umkämpften Publikumspreis gewonnen und geht damit mit guten Chancen ins Oscar-Rennen. Auch wir waren voll des Lobes für den Film um eine Mutter, die sich aufgrund des ungelösten Mordes an ihrer Tochter mit der örtlichen Polizei anlegt. In unserer 6-Sterne-Kritik von Venedig nannten wir den Streifen "ein kleines Meisterwerk mit einer überragenden Frances McDormand. Zur Kritik.

The Disaster Artist - Filmstart: 1. Februar 2018

Ein Film über einen der schlechtesten Filme aller Zeiten ist einer der besten von uns gesehenen Filme vom letzten Jahr. Klingt komisch, ist aber so. James Franco zeigt die Produktionsgeschichte von The Room und läuft als Tommy Wiseau zur Höchstform auf. Ein unglaublich witziger Streifen, der aber auch als Liebeserklärung an das Medium Film funktioniert und auch an die Leute gerichtet ist, die in Hollywood den Durchbruch schaffen wollen. Zur Kritik.

The Florida Project - Filmstart: 8. Februar 2018

Sean Baker hat uns mit seinem Indiefilm die Herzen gestohlen. In seinem The Florida Project geht es um die 6-jährige Monnee (eine beeindruckende Brooklynn Prince), die in ärmlichen Verhältnissen aufwächst, den trostlosen Alltag jedoch mit vielen Streichen und anderem Schabernack auszublenden vermag. Der Film, der fast komplett aus der Sicht des Mädchens gedreht ist, geht richtig nahe und hat für grossen Taschentuschverschleiss bei der Toronto-Crew gesorgt. Ganz grosses Gefühlskino. *sniff* Zur Kritik.

The Shape of Water - Filmstart: 15. Februar 2018

Mit der Empfehlung des Goldenen Löwen vom Venedig-Filmfestival kommt Guillermo del Toros Mitte Februar in die Schweizer Kinos. Es geht darin um die stumme Putzkraft Eliza (Sally Hawkins), die eine Freundschaft mit einem Wasserwesen eingeht, welches in einem geheimen Regierungslabor gehalten wird. Das daraus entstandene Märchen für Erwachsene nannten wir in unserer Kritik nichts weiter als einen der schönsten Filme des Jahres. Zur Kritik.

I, Tonya - Filmstart: 22. Februar 2018

I, Tonya ist wohl der Film auf dieser Liste, der die grösste Überzeugungskraft braucht. "Ein Film über die ehemalige US-Eiskunstläuferin Tonya Harding" klingt jetzt wirklich nicht so prickelnd. Doch Regisseur Craig Gillespie hat aus der tragischen Geschichte eine schwarze Komödie gemacht, in der die Protagonisten sich auch mal stinkfrech ans Publikum wenden und Margot Robbie als Harding sowie Allison Janney als Rabenmutter LaVona zur Höchstform auflaufen. Ein echter Geheimtipp, der hoffentlich nicht allzu geheim bleiben wird. Zur Kritik.

Call Me by Your Name - Filmstart: 1. März 2018

Der Italiener Luca Guadagnino hat mit der Verfilmung des gefeierten Romans von André Aciman einen der schönsten Liebesfilme seit langem inszeniert. Es geht darin um den jungen Elio, der sich in den Feriengast seiner Eltern, den charmanten Oliver, verliebt. Timothée Chalamet und Armie Hammer spielen das grossartig und wem am Ende nicht die Tränen kommen, dem ist definitiv nicht mehr zu helfen. Zur Kritik.

Molly's Game - Filmstart: 8. März 2018

Aaron Sorkin (Drehbuchautor von The Social Network) ist zum ersten Mal unter die Regisseure gegangen. In seinem Film zeigt er die wahre Geschichte der Molly Bloom, die sich mit exklusiven Pokerturnieren ein Vermögen erarbeitete, sich dann jedoch auch sehr unbequeme Feinde machte. Sorkin erschlägt einen fast mit der Dichte an Dialogen, doch ist alleine das toughe Spiel von Jessica Chastain das Eintrittsgeld wert. Zur Kritik.

Foxtrot - Filmstart: 5. April 2018

Bevor wir vorgeworfen bekommen, dass wir hier nur Filme aus Hollywood pushen: Der israelische Venedig-Beitrag Foxtrot kommt vom gefeierten Regisseur Samuel Maoz (Lebanon) und befindet sich auf der Oscar-Shortlist für den besten nichtenglischsprachigen Film. Es geht um einen Soldaten im Niemandsland, während seine Eltern Zuhause denken, dass er gefallen sei. In unserer Venedig-Kritik nannten wir den Film "eine Wucht von einem Anti-Kriegsfilm, der visuell bestechend umgesetzt ist." Zur Kritik.

Lady Bird - Filmstart: 19. April 2018

Der grosse Kritikerliebling. Bis noch von kurzem war Greta Gerwigs Film der bestbewertete Film auf RottenTomatoes. Dabei erzählt die Regisseurin doch einfach nur eine Coming-of-Age-Geschichte. Woran liegt es also, dass sich die Kritiker mit Lob überschlagen? Als Antworten geben wir die rasante Inszenierung (die Wortgefechte erinnern vom Schnitt her fast an Actionfilme), grossartige Darstellerleistungen (Saiorse Ronan, Laurie Metcalf) sowie ganz viel Herz. Zur Kritik.

Update: Stronger - Filmstart: 19. April 2018

Nach einer wahren Geschichte: Jeff Bauman (ein grossartiger Jake Gyllenhaal) verliert beim Attentat auf den Bostoner Marathon beide Beine. Als er nach dem Aufwachen der Polizei hilft, die Bombenleger zu fassen, wird er als Held hochgejubelt. Doch sein Weg zurück ins Leben wird dadurch nicht einfacher. Dies ist ehrlich vorgetragen und verheimlicht auch nicht die schwierigen Seiten einer derartigen Rückkehr. Zur Kritik.

Auch hier wollten wir uns wieder auf eine Auswahl von elf Filmen beschränken, doch gibt es noch viele Filme, bei denen Vorfreude angebracht ist. So unter anderem bei dem französischen Crowdpleaser Ôtez-moi d'un doute, der Satire Downsizing Matt Damon, dem Thriller L'amant double von François Ozon, dem minimalistischen You Were Never Really Here mit Joaquin Phoenix sowie den etwas ungewöhnlichen, aber trotzdem sehenswerten Jupiter's Moon, der X-Men mit der Flüchtlingsthematik mixt. Für Abwechslung wird auch im Jahre 2018 gesorgt sein.

Quelle: OutNow.CH

05.01.2018 14:00; Update: 11.01.2018 13:06 / OutNow


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