Die 11 grössten und schockierensten Film-News von 2017

Nicht nur in den Lichtspielhäusern ging es mit den Emotionen auf und ab, sondern auch in anderen Bereichen der Filmbrache. Wir schauen zurück auf die Skandale und die schöneren Momente.

Ein 149-sekündiger Oscargewinner namens La La Land

Die Verleihung der Academy Awards gehört zu den durchgeplantesten Shows auf diesem Planeten. Dass hinter den Kulissen aber auch nur Menschen stehen, bewies die Ausgabe 2017. Aufgrund einer Umschlags-Verwechslung hielten Faye Dunaway und Waren Beatty das Couvert mit dem Kärtchen "Emma Stone - La La Land" in den Händen. Während Beatty verwirrt war, lies Dunaway einfach vor und kührte das Musical von Damien Chazelle zum Gewinner. Nach 149 Sekunden wurde der Irrtum dann von La La Land-Produzent Justin Horowitz aufgeklärt. Der Oscar für den besten Film geht an Moonlight. Was für Emotionen, was für ein Bock. La La Land: das Schalke 04 der Filmwelt.

Bryan Singer fliegt

Entlassungen sind gewiss keine Seltenheit in der Filmbranche, und oft werden dafür kreative Differenzen genannt. Bei Bryan Singers Abschied vom Queen-Biopic Bohemian Rhapsody war weniger das Kreative das Problem, sondern vor allem das Menschliche. Der Regisseur soll immer wieder am Set gefehlt haben und sogar Hauptdarsteller Rami Malek mit einem Gegenstand beschmissen haben. Singer erklärte seine Abwesenheiten mit der Krankheit eines Familienmitgliedes. Da dies jedoch nicht die erste Verfehlung dieser Art war, schoss das Studio Fox den Regisseur nun ab. Ob Ersatz Dexter Flechter jetzt noch einen guten Film aus dem Ganzen machen kann? Die Antwort gibt es am 27. Dezember 2018.

Disney kauft 20th Century Fox

Ein regelrechtes Erdbeben ging durch die Filmbranche bei Bekanntgabe dieses Deals. Disney wird durch den Kauf des Filmstudios hinter Avatar, Alien und Die Hard nun noch mächtiger. Zwar zeigen sich die Comic-Fans erfreut, dass die X-Men nun Teil des Marvel Cinematic Universe werden können. Doch ein solcher Deal hat auch immer weniger erfreuliche Tatsachen zur Folge wie Entlassungen oder weniger Vielfalt und Individualität. Nur zur Erinnerung: Disney hat 2017 gerade mal acht Filme herausgebracht, darunter zwei Comicverfilmungen, drei Sequels und eine Realverfilmung eines Animationsfilmklassikers.

"It" übertrifft alle Erwartungen

Dass der erste Trailer zur neuen It-Verfilmung alle Trailer-Rekorde gebrochen hat, nahmen viele anerkennend zur Kenntnis. Doch dass der Film dann gleich dermassen einschlagen würde, damit hat kaum jemand gerechnet. Alleine in den USA nahm der Film 327 Millionen Dollar ein, und auch in der Schweiz, wo Horrorfilme eher mässig laufen, wollten fast 200'000 Kinobesucher Pennywise sehen. Ein Hammer-Ergebnis!

Das Jahr der Wonder Woman

Wenn wir gleich bei Erfolgsgeschichten sind: Wonder Woman, die Comicverfilmung von Patty Jenkins, schlug ebenfalls am Box Office ein, wobei der Film im ersten Jahr von US-Präsident Donald Trump zum kulturellen Event wurde, das Hoffnung und ein starkes Frauenbild präsentierte. So kam es, dass man um Wonder Woman, Gal Gadot und Patty Jenkins im Jahre 2017 nicht herumkam - und das ist auch gut so.

Harvey Weinstein, Kevin Spacey und Co.: Jetzt kommt alles raus.

Gemunkelt wurde es ja schon lange, doch 2017 kamen dann die hässlichen Storys zu Tageslicht, welche jahrelang mit viel Bestechungsgeldern und Einschüchterungen unter dem Deckel gehalten wurden. So wurde der mächtige Produzent Harvey Weinstein von über 80 Frauen der sexuellen Belästigung beschuldigt, und auch über Kevin Spacey kam Schockierendes ans Tageslicht. Es folgten viele ähnliche Geschichten, deren Veröffentlichung hoffentlich für eine bessere (Film-)Welt sorgen werden.

Christopher Plummer ersetzt mal schnell Kevin Spacey

Weil Kevin Spacey vom einen Tag auf den anderen untragbar wurde, stand Ridley Scott vor einem Problem: Er hatte mit dem zweifachen Oscarpreisträger den Thriller All the Money in the World abgedreht, doch einen Kevin Spacey wollte die Masse so kurz nach den vielen Anschuldigungen nicht auf der Leinwand sehen. Schnellstarbeiter Scott holte sich kurzerhand Christopher Plummer an Bord und drehte mit ihm alle Kevin-Spacey-Szenen einfach nochmals neu. Sieben Tage Drehzeit, einige Wochen Post-Produktion und viele Millionen Dollar später ist der Film nun fertig und Plummer für seine Rolle für einen Golden Globe nominiert. Fun Fact: Scott wollte eigentlich Christopher Plummer von Anfang an verpflichten, doch die Produzenten bestanden damals noch auf einen "grösseren Namen", worauf dann Spacey verpflichtet wurde. Hoppla.

Zack Snyder verlässt "Justice League"

Aufgrund einer Familientragödie im Hause Snyder - die 20-jährige Tochter Autumn hatte sich im März 2017 das Leben genommen - entschied sich Regisseur Zack Snyder, sich vom Justice League-Film zurückzuziehen und Joss Whedon die Nachdrehs anzuvertrauen. Das Ergebnis im Kino war dann ein höchst schizophrener Film, der die Visionen zweier unterschiedlicher Regisseure zu vereinen versuchte. Dies ist jedoch alles zweitrangig. Wir hoffen, dass die Familie Snyder diese schwierige Zeit hinter sich bringen kann.

Schnauzgate

Während der Grund für die Zepterübergabe bei Justice League gar kein lustiger war (siehe oben), bringt uns eine JL-Produktionsgeschichte auch Wochen nach dem Release immer noch zum Lachen. Gemeint ist natürlich der Schnauz von Henry Cavill. Der Superman-Darsteller musste für Nachdrehs nochmals am Justice-League-Set antanzen. Nur dumm, dass sich der Schauspieler in der Zwischenzeit für Mission Impossible 6 einen Schnauz wachsen liess und diesen aufgrund einer Vertragsklausel nicht abrasieren durfte. Die Lösung: Warner Bros. musste in der Post-Produktion Cavills Schnauz mit Computereffekten "abrasieren". Im Film war es dann offensichtlich, welche Szenen bei den Nachdrehs entstanden: Die Computer-Rasur in Cavills Gesicht war einfach nur schlecht gemacht und löste viel Gelächter aus.

Quentin Tarantino arbeitet an einem Star Trek-Film

Mr. Chin ist ein grosser Fan von Kirk und Co., und so trat der Oscarpreisträger vor ein paar Wochen an Produzent J.J. Abrams heran, um ihm eine Storyidee zu präsentieren. Die beiden Herren verstanden sich vorzüglich, und nun befindet sich der Film bereits schon in der Drehbuchphase - Revenant-Drehbuchautor Mark L. Smith schreibt das Stück. Ob Tarantino beim Film dann die Regie übernehmen wird, ist noch nicht bekannt. Was hingegen jetzt schon klar ist: Der Film wird nicht mit Gewalt und wüsten Wörten geizen. Angepeilt wird eine Freigabe ab 17. "Beam me the fuck up, Scotty!"

Han-Solo-Regisseure gefeuert

Ehrlich gesagt freuten wir uns auf das Han-Solo-Spin-off nur wegen der beiden Regisseure Phil Lord und Chris Miller. Wer aus wenig verheissungsvollen Titeln wie 21 Jump Street und The Lego Movie grandiose Filme machen kann, wird dies wohl auch bei einem Star-Wars-Spin-off können. Doch der Traum war ausgeträumt, als die beiden Regisseure wegen kreativer Differenzen (what else?!) das Feld räumen mussten. Von verschiedenen Quellen war danach zu hören, dass die Jungs am Set zu viel improvisierten, was Drehbuchautor Lawrence Kasdan und Lucasfilm-Chefin Kathleen Kennedy auf die Palme brachte. Nun hat Ron Howard übernommen. Die Vorfreude ist nun fast komplett weg. Wir wissen aber auch: Tiefe Erwartungen müssen ja aber nicht unbedingt was Schlechtes sein.

Quelle: OutNow.CH

31.12.2017 09:35 / crs


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1 Kommentar

Die News des Jahres ist für mich die digitale Entfernung von Henry Cavills Schnurrbart bei den Justice League Nachdrehs. So gut!

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