Erscheint der heisserwartete Sci-Fi-Film "Annihilation" bei uns nur auf Netflix?

Wir sind schon sehr gepannt auf Alex Garlands ("Ex Machina") neuen Film. Doch wegen eines Produzenten-Streits soll der Film schon 17 Tage nach US-Release auf Netflix landen.

Die Kinoketten der Welt und die Filmstudios streiten sich des Öfteren betreffend des immer kleiner werdenden Zeitfensters zwischen Kino-Release und Heim-Kino-Auswertung. Was nun für den kommenden Februar geplant ist, dürfte wieder zünftig Gesprächsstoff bringen.

Man plant allen Ernstes die heisserwartete Romanadaption Annihilation von Ex Machina-Regisseur Alex Garland nur 17 Tage nach dem US-Release in den sogenannten "internationalen Märkten", wozu auch die Schweiz gehört, auf Netflix zu stellen. Für diese Märkte wäre der Kinostart damit gestrichen. Hingegen sollen die Kinostarts in den USA, Canada und China weiterhin eingehalten werden.

In Annihilation geht es um eine Gruppe von Forscherinnen, die ein von der Natur zurückerobertes Gebiet auskundschaften und dabei Zeuge von Unglaublichem werden. Der Film gehört für uns zu einem der meisterwarteten Filme 2018 und hat Natalie Portman, Tessa Thompson, Jennifer Jason Leigh und Oscar Isaac in den Hauptrollen. Der US-Kinostart ist für den 23. Februar 2018 geplant. Sollte an diesem Plan festgehalten werden, wäre der Film ab dem 12. März 2018 auf Netflix abrufbar. Dies wäre jedoch äusserst schade, würden wir die Prachtsbilder, die es im Trailer zu sehen gibt, doch eigentlich lieber auf der grossen Leinwand sehen.

© Paramount Pictures

Doch wie kam es überhaupt zu dieser Idee? Laut dem Hollywood Reporter sollen sich die Produzenten Scott Rudin (The Social Network) und David Ellison (Terminator: Genisys) nach einem negativen Test-Screening zerstritten haben. Ellison machte sich Sorgen, dass der Film "zu intellektuell" und "zu kompliziert" sei und hat deswegen Änderungen vorgeschlagen, um den Film massentauglicher zu machen. Rudin hingegen, der auch Garlands Ex Machina produzierte, verteidigte den Film und konnte sich am Ende durchsetzen. Der Film bleibt wie er ist!

Die Idee mit Netflix ist nun, dass der Streaminganbieter einen hohen Millionen-Betrag zahlen soll, damit sich Ellison nicht mehr gross Sorgen um das Einspielen des Annihilation-Produktionsbudget von 55 Millionen Dollar machen muss. Ellison hatte mit dem Riesenflop Geostorm ein nicht so gutes Jahr und versucht nun bei anderen Projekten das Risiko tief zu halten. Vereinfacht gesagt: Wir kriegen wegen einem nicht sehr hellen Test-Publikum und dem grottigen Geostorm den neusten Film des Regisseur von Ex Machina nicht im Kino zu sehen. Danke, gäll...

Quelle: hollywoodreporter

08.12.2017 14:35 / crs


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