Zurich Game Show 2017: Neue Spiele und alte Bekannte

Vom 20. bis am 22. Oktober 2017 fand die erste Zurich Game Show statt. OutNow.CH war vor Ort und liess sich erschrecken, tanzte mit der Nintendo Switch und traf auf eine gewisse Bekanntheit.

Seit einigen Jahren schiessen überall Nerd- und Geek-Conventions aus dem Boden. In der Schweiz geschah dies zuerst mit der Fantasy Basel. Dieses Jahr veranstalteten dieselben Organisatoren die erste Zurich Game Show in der Messe Zürich. Dass es dieselben Organisatoren sind, merkte man der Messe an. Zum einen ähneln sich die Logos der beiden Messen stark und andererseits waren an der Game Show viele Aussteller präsent, die bereits an der Fantasy im Frühjahr ausstellten - minus den Filmständen.

Der stärkere Fokus auf die Games war aber spürbar, die Ambitionen der Show ebenfalls. Wenn sie darauf aufbauen können, hat die Zurich Game Show in Zukunft grosses Potenzial - eine Ausgabe 2018 ist dank über 19'000 Besuchern bereits gesichert. Man konnte dieses Jahr auch schon grosse Namen gewinnen, die aber nicht alle das boten, was man erwarten könnten. Einerseits haben sich World of Games, Samsung, Ubisoft und Microsoft zusammengeschlossen und einen Stand gestellt. Wenn man diese vier grossen Unternehmen im gleichen Satz liest, erwartet man einen dicken Booth mit vielen Spiel-Stationen. In Wirklichkeit bestand der Stand aus vier Couches, vier Fernsehern und vier Xbox-One-Xs, auf denen Assassin's Creed Origins, Forza Motorsport 7 oder Super Lucky's Tale lief. Sony bot einen grösseren Stand mit Rennstationen für Spiele wie Gran Turismo Sport und einen grossen Truck mit Detroit: Become Human, dem neuen Spiel der Heavy-Rain- und Beyond-Two-Souls-Entwickler Quantic Dream. Den grössten Stand stellte aber Nintendo zur Verfügung. Mit mehreren Stationen mit dem neuen Mario-Game Super Mario Odyssey und diversen bereits erhältlichen Games für die Nintendo Switch und den Nintendo 3DS waren sie klar die prominenteste Vertretung der drei grossen Player.

Wir konnten auch bei einigen dieser Games selbst Hand anlegen. Zum Beispiel durften wir in Assassin's Creed Origins gegen einen Alligatoren kämpfen und wurden von einem Nilpferd erschreckt. Ausserdem spielten wir ein Level von Super Mario Odyssey und haben den Charme des Games sogleich erkannt - in unserem Interview mit Charles Martinet hat der Sprecher von Mario diesen Charme noch mehr manifestiert. Direkt daneben haben wir getanzt - ja, die Nerds habens gewagt. Zur Auswahl standen unter anderem die Charts-Dauerbrenner Despacito von Luis Fonsi oder Rockabye von Clean Bandit und Sean Paul. Wir entschieden uns aber für den Endneunziger-Ohrwurm Blue (Da Ba Dee) von Eiffel 65. Interessant waren auch zwei VR-Erfahrungen. Einerseits wagten wir uns an das kommende Horrorgame The Inpatient, ein Prequel zu Until Dawn. Das von Supermassive Games (Transistor, Bastion) entwickelte VR-Game soll auf die Entscheidungen des Spielers reagieren und diese beeinflussen das Ende merklich. Uns hat das Game in der gut 15-minütigen Demo einmal versucht zu erschrecken, so richtig gelungen ist's aber nicht. Das fertige Game verspricht aber wesentlich gruseliger zu sein.

Andererseits haben wir uns das Schweizer Game Arafinn: Return to Nangrim angesehen. Die Demo beschränkte sich auf VR-Gameplay, in dem man einige Höhlen und verschneite Wege erkunden konnte. Die Entwickler Sycoforge haben lange mit uns über das Spiel und dessen Universum gesprochen. Das ambitionierte Projekt, ein Survival-Rollenspiel, wird von nur sechs Leuten entwickelt und enthält unter anderem vier für das Spiel bzw. das Universum erfundene Sprachen. Ob das Spiel an seinen haushohen Ambitionen zerbricht oder aber ein Erfolg wird, wissen wir erst im nächsten Jahr.

Apropos nächstes Jahr: Wir erhoffen uns von der nächstjährigen Zurich Game Show natürlich in erster Linie Wachstum. Da dies bei der Fantasy Basel aber bereits der Fall war, ist damit auch bei der Game Show zu rechnen. Ausserdem wünschen wir uns mehr unveröffentlichte Games zum Anspielen. Die grossen Titel, ausser Detroit, die anspielbar waren, erscheinen in den nächsten paar Wochen, Super Mario Odyssey und Assassin's Creed Origins sogar am Freitag nach der Show. Zudem wäre es schön, mehr Games für Erwachsene zu bieten. Auch um die Auffassung etwas zu verändern, dass Games nur Kinderspielzeug sind. Leider ist diese Ansicht in der Schweiz immer noch sehr tief verankert. Zu guter Letzt wünschen wir uns etwas mehr Abwechslung zur Fantasy Basel. Da die Schweiz sehr klein ist und nur eine sehr begrenze Anzahl Aussteller hat, erhoffen wir uns auch von dieser Seite mehr Variation.

In erster Linie ist die Show aber ein Treffpunkt für Gleichgesinnte - und das ist einfach lässig. Daher empfanden wir die erste Ausgabe der Zurich Game Show als Erfolg und werden auch nächstes Jahr wieder mit von der Partie sein.

Quelle: OutNow.CH

30.10.2017 18:06 / nna


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