DC-Comicverfilmungen: Was läuft jetzt genau mit Batman und Co.?

2013 wurde mit "Man of Steel" die DC-Superheldenreihe gestartet. Doch dieses Vorhaben wurde in den letzten Monaten immer chaotischer. Wir sagen euch, was bei den jeweiligen Projekten der Stand ist.

Soeben wurde bekannt, dass Warner Bros. einen Batgirl-Film mit Joss Whedon als Regisseur und Drehbuchautor umsetzen möchte. Es ist ein weiteres Projekt in einem Superheldenuniversum, welches ursprünglich elf Filme hätte umfassen sollen. Das Ganze ist inzwischen ziemlich chaotisch und unübersichtlich geworden. Während die Konkurrenz von Marvel mit Ankündigungen von ganzen "Phasen" kommende Projekte gleich mit einem Kinostart in Stein meisselt, kriegt der Superheldenplan von Warner Bros. und DC monatliche Updates. Wir versuchen nun Licht ins Dunkel zu bringen und sagen euch, was der Stand bei den jeweiligen Projekten ist.

Wonder Woman - Kinostart: 15. Juni 2017

Mit Wonder Woman hat DC-Comics der Konkurrenz von Marvel mal was voraus: Der erste Solofilm einer Superheldin in einem "Cinematic Universe". Der Film wurde von Patty Jenkins abgedreht und hat schon drei coole Trailer veröffentlicht. Viele hoffen, dass der Film mit Gal Gadot in der Titelrolle das gesamte Comicuniversum wieder auf die Spur bringen wird, nachdem die bisherigen Filme nicht vollends zu überzeugen wussten. Die Antwort gibt es schon bald.

Justice League - Kinostart: 16. November 2017

Das grosse Treffen der DC-Superhelden bringt Batman, Wonder Woman, Aquaman, The Flash und Cyborg zusammen, die dann einen mächtigen Feind bekämpfen müssen. Es wird erwartet, dass Superman ebenfalls im Verlauf des Filmes zum Team hinzustossen wird. Regie führt Zack Snyder, und es ist zu hoffen, dass er den Film nicht wie bei Batman v Superman mit Handlung und Superhelden überlädt.

Aquaman - Kinostart: 4. Oktober 2018

Auch wenn viele Filme angekündigt sind, laufen die Kameras im Moment eigentlich nur bei Aquaman. Fast and Furious 7-Regisseur James Wan dreht den Film gerade in Australien. Darin wird Jason Momoa als Titelheld zu sehen sein, wie er seine Heimat Atlantis beschützt. In weiteren Rollen werden Amber Heard als Mera, Patrick Wilson als Bösewicht Orm und Nicole Kidman als Atlanna zu sehen sein.

Shazam! - Kinostart: 4. April 2019

Der nächste Film nach Aquaman mit einem bereits definierten Kinostart ist Shazam!. Dieser Superheld, der auch unter dem Namen "Captain Marvel" bekannt ist, verwandelt sich bei der Aussprache des Wortes "Shazam" in einen mächtigen Kämpfer, der die Kräfte von sechs mythologischen Figuren besitzt (Solomon, Hercules, Atlas, Zeus, Achilles und Mercury). Obwohl noch ein Schauspieler für die Rolle gesucht wird, hat Warner Bros. für Shazams Widersacher Black Adam schon Dwayne Johnson unter Vertrag genommen. Johnson soll jedoch nicht nur böse sein, sondern Black Adam als einen Anti-Helden darstellen. Zu Black Adam gibt es weiter unten noch mehr zu berichten.

Green Lantern Corps - Kinostart: 18. Juni 2020

Der letzte Film mit einem klar definierten Startdatum. Hier wird eine Gruppe von Menschen Teil des "Green Lantern Corps" - der interstellaren Polizei, welche das Universum beschützt. Da das Startdatum noch ordentlich weit weg ist, überlegt man sich hier gemütlich mal die Rollen vor und hinter der Kamera zu besetzen. In einem Gerücht heisst es, dass David S. Goyer die Regie angeboten wurde. Goyer kennt sich im DC-Universum schon bestens aus. Er schrieb unter anderem an den Drehbüchern zur Dark Knight-Trilogie mit und war auch beim Autorenteam von Batman v Superman: Dawn of Justice und Man of Steel dabei. Sein bekanntestes Werk als Regisseur ist Blade: Trinity, was nicht gerade optimistisch stimmt. Für die Hauptrolle des Hal Jordan sollen Tom Cruise, Jake Gyllenhaal, Armie Hammer, Bradley Cooper, Joel McHale und sogar auch Ryan Reynolds im Gespräch sein. Höchst unwahrscheinlich aber, dass sich Reynolds nach dem Green Lantern-Flop von 2011 dies nochmals antun möchte.

Ok, ab hier wird es kompliziert...

Folgende Projekte wurden zwar alle angekündigt, doch einen wirklichen Kinostart haben die Filme nicht und bei einigen ist nicht mal klar, ob sie überhaupt realisiert werden.

The Flash

Einen Hauptdarsteller hat man hier schon: Ezra Miller konnte man als den Flash schon in Batman v Superman kurz sehen und er wird im November 2017 als Teil der Justice League auf die Leinwand zurückkehren. Das Vorhaben eines Einzelfilmes stellt sich jedoch als äusserst mühsam heraus. Eigentlich hätte der Film im März 2018 in die Kinos kommen sollen. Doch die Suche nach einem Regisseur gestaltet sich als äusserst schwierig. Zuerst hätten Phil Lord und Chris Miller den Film umsetzen sollen, doch die Zwei entschieden sich dann für das Han-Solo-Star-Wars-Spin-off. Danach wurde der Job Seth Grahame-Smith angeboten, der auch das Drehbuch schreiben sollte. Doch aufgrund kreativer Differenzen sprang er ab und für das Drehbuch zeichnet nun Joby Harold (King Arthur: Legend of the Sword) verantwortlich. Dieses hätte von Dope-Regisseur Rick Famuyiwa umgesetzt werden sollen, der sich jedoch dann auch wegen kreativer Differenzen verabschiedete. Damit wird der geplante Kinostart nicht eingehalten werden können. Auf IMDB wurde das Produktionsjahr von 2018 auf 2020 angepasst...

Justice League Part Two

Ursprünglich war geplant, dass man den Justice-League-Film in zwei Teilen veröffentlichen möchte. Doch im Juni 2016 gab Zack Snyder zu verstehen, dass es zwei separate Storys sein werden. Erwartet im November also nicht einen riesigen Cliffhanger am Ende von Justice League. Seit den Äusserungen von Snyder ist nichts mehr bekannt geworden und das Kinostartdatum "14.06.2019" wurde auch still und heimlich wieder entfernt.

Cyborg

Laut Zack Snyder soll Cyborg das Herzstück von dem kommenden Justice-League-Film sein. Bei seinem Einzelfilm fehlt nun neuerdings das Startdatum - zuvor: 03. April 2020. Es kann sehr gut sein, dass Warner mal die Reaktionen der Fans auf Cyborg in Justice League abwarten möchte, um zu entscheiden, ob man der Figur einen Solofilm geben möchte. Mal abgesehen von Hauptdarsteller Ray Fisher sind ohnehin noch keine Casting-Entscheidungen gefallen

Suicide Squad 2

Das Sequel zum ziemlich schlechten, aber trotzdem ganz erfolgreichen dritten Eintrag in das DC-Comicuniversum soll eher früher als später umgesetzt werden. Die Produzenten trafen sich kürzlich unter anderem mit Mel Gibson, um über den Regiejob zu verhandeln. Das Studio hat versprochen, dass man dieses Jahr neben Aquaman noch einen weiteren Film drehen möchte, und wenn es die Terminkalender der Squad-Mitglieder zulassen, könnte es sein, dass Suicide Squad 2 dieser Film ist. Wahrscheinlich ist aber auch die Realisierung des nächsten Projekts.

Gotham City Sirens

Ursprünglich gedacht als ein Harley-Quinn-Spin-off, ist aus dem Projekt nun ein Crossover mit den bösen Frauen des DC-Universums geworden. Suicide Squad-Regisseur David Ayer soll den Film inszenieren und Margot Robbie soll wieder Harley spielen. Neben der Freundin des Jokers sollen in dem Film weiter Catwoman und Poison Ivy auftreten. Auch Batgirl soll in dem Film mitmischen. Wird dies etwa das erste Mal sein, dass man Batgirl in diesem Comic-Universum sehen wird, oder wird ihr Solofilm priorisiert?

Batgirl

Joss Whedon soll Regie führen und das Drehbuch schreiben. Hinter der Maske von Batgirl soll sich Barbara Gordon befinden, die Tochter von Police Commissioner Gordon, der in Justice League von J.K. Simmons gespielt wird. Für die Hauptrolle soll sich momentan Serien-Star Lindsey Morgan (The 100 - Season 1) in der Pole-Position befinden.

The Batman

Ein Drehbuch war schon fertiggestellt, Ben Affleck sollte die Regie übernehmen und man hoffte ernsthaft auf einen Kinostart im Jahre 2018. Doch dann wollte Affleck nicht mehr alles alleine machen und gab den Regie-Job wieder auf. Das Drehbuch war dann plötzlich auch nicht mehr gut genug und soll nun komplett neugeschrieben werden. Der geplante Kinostart von 2018 ist so natürlich für die Tonne. Ein Lichtblick am düsteren Himmel ist jedoch, dass Matt Reeves nun definitiv für die Regie zugesagt hat, der mit Dawn of the Planet of the Apes hervorragende Blockbuster-Arbeit geleistet hat.

Man of Steel 2

Dass Batman v Superman der letzte Auftritt von Clark Kent in diesem Filmuniversum war, glaubt eh keine Sau, und auch wenn man Henry Cavill noch in keinem Trailer zu Justice League gesehen hat, ist seine Rückkehr aber sowas von sicher. Deshalb kann auch offen über eine Fortsetzung zum Franchise-Starter Man of Steel diskutiert werden. Dieses sei nach wie vor ein Thema und man verhandelt momentan mit Kingsman-Regisseur Matthew Vaughn über den Regieposten.

Nightwing

Nightwing ist in den Comics ein älterer Dick Grayson, welcher früher als Robin an Batmans Seite kämpfte. Als Nightwing beschützt er nun alleine Gotham vor Gefahren. Da Robin in diesem Filmuniversum allem Anschein nach tot ist (siehe Bild oben), stellt sich die Frage, ob der Nightwing-Film ein Prequel zu Batman v Superman werden oder jemand anderes als Dick Grayson ins Kostüm schlüpfen wird. Möglich wäre zum Beispiel der zweite Comic-Robin, Jason Todd. Darüber den Kopf zerbrechen darf sich momentan unter anderem Chris McKay. Der Regisseur von The Lego Batman Movie wird die Kommandos beim Nightwing-Film geben.

Black Adam

Dwayne Johnson ist momentan einer der grössten Filmstars des Planeten, und so darf er nicht nur in Shazam! als Bösewicht ran, sondern kriegt auch seinen eigenen Anti-Helden-Film. Momentan ist fast gar nichts über dieses Projekt bekannt und es dürfte vor allem Johnsons Terminkalender darüber entscheiden, wann der Film umgesetzt wird. Man darf jedoch annehmen, dass dies wohl eher nach dem Release von Shazam! im Jahre 2019 der Fall sein wird.

Fazit

Momentan besteht der von Warner Bros. und Co. gefasste Comicverfilmungsplan aus fünf Filmen, die bereits einen Kinostart haben, und aus zehn weiteren, bei denen nicht so genau klar ist, ob und wann sie umgesetzt werden sollen. Gelernt hat man jedoch aus der Vergangenheit. Projekte sind zwar angekündigt, aber beim Grossteil sind keine Startdaten bekannt. Man ist also nicht unter Druck und muss auf Biegen und Brechen Filme, bei denen kaum was gemacht wurde, auf ein bereits definiertes Datum fertig haben. Dinge, wie ein sechswöchiges Zeitfenster für das Schreiben eines Skripts, wie es bei Suicide Squad der Fall war, sollen sich nicht wiederholen. Immerhin aus diesem Fehler scheint man gelernt zu haben. Schöner wäre es aber trotzdem, wenn man erst Filme ankündigen würde, wenn man sicher weiss, dass man sie produzieren wird und vor allem wie sie in das Comic-Universum passen sollen. Bei Marvel scheint die Planung gut durchdacht zu sein. Es wird spannend zu sehen sein, wie DC in den nächsten Filmen beweisen will, dass man auch in dieser Hinsicht mithalten kann.

Quelle: OutNow.CH

31.03.2017 16:07 / crs


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