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++BREAKING++ Academy mit historischem Entscheid für mehr ethnische Vielfalt

Ist #OscarsSoWhite bald Schnee von gestern? Nach der heftigen Kritik an den hiesigen Oscar-Nominierungen wegen fehlender ethnischer Vielfalt kündigt die Academy drastische Veränderungen an.

Dieses Jahr von der Academy gesnubbt: Idris Elba in "Beasts of no Nation"

The times, they are a'changing! Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences, das Ungetüm der Filmwelt, das seit gefühlten Jahrtausenden dahinvegetiert und nur einmal im Jahr den Kopf hebt und die ganze Filmwelt zum Erzittern bringt, hat heute Freitag drastische Veränderungen für seine interne Organisation verkündet. Damit wolle man proaktiv ethnische Minderheiten fördern und bis 2020 Mitgliedschaften von Frauen und ethnischen Minderheiten verdoppeln. Diese Aktionen folgen auf die heftigen Proteste der diesjährigen Oscar-Nominierungen, die nur weisse Schauspieler und Filmemacher beinhalteten. Die Änderungsvorschläge seien einstimmig angenommen worden.

Man wolle endlich eine führende Rolle einnehmen und nicht auf den Rest der Filmindustrie warten, meint Präsidentin Cheryl Boone Isaacs. Die neuen Regeln hätten einen sofortigen Effekt auf den Wahlprozess und die Führung der Academy und würden die Zusammensetzung der Mitglieder massgeblich verändern.

Noch dieses Jahr wird zum Beispiel die Regel eingeführt, dass das Wahlrecht jedes neuen Mitglieds für zehn Jahre gültig ist und nur erneuert wird, falls das Mitglied in den zehn Jahren einen aktiven Beitrag in der Filmindustrie geleistet hat. Wahlrecht auf Lebenszeit erhält nur, wer 30 Jahre lang wahlberechtigt war oder wer einen Oscar gewonnen hat oder für einen nominiert war. Diese Regel wird auch rückwirkend auf jetzige Mitglieder angewendet. Inaktive Mitglieder würden nach den diesjährigen Oscars emeritiert, das heisst, sie sind immer noch Mitglieder - sind aber nicht mehr wahlberechtigt.

Zudem will die Academy seine jetzigen Mitglieder dazu auffordern, weltweit neue Talente zu fördern und für die Academy zu rekrutieren, mit dem Ziel, die ethnische Vielfalt der Academy zu verbessern.

Um auch im Vorstand der Academy, dem sogenannten "Board of Governors", ethnische Minderheiten zu fördern, will die Academy drei neue Sitze kreieren, die von der Präsidentin für drei Jahre nominiert und vom Vorstand bestätigt würden.

Auch von betroffenen Academy-Mitgliedern wird dieser Schritt begrüsst.

So tweetet zum Beispiel Selma-Regisseurin Ava DuVernay:

Also, ein grosser Schritt für die Academy - aber eben doch nur ein erster Schritt.

Quelle: The Academy of Motion Picture Arts and Sciences

22.01.2016 23:29 / tru


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Kommentare zum Artikel

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2 Kommentare

Ich sehe das auch so, bis auf Idris Elba, der hätte eine Nomination verdient gehabt.

Und wer hätte dann nominiert werden müssen? Idris Elba war gut - aber in meinen Augen nicht Oscar würdig.