"Fack Ju Göhte 2": Das Interview mit Jella Haase und Max von der Groeben

Sie waren die heimlichen Stars in "Fack Ju Göhte". In der Kömodie zweiter Teil müssen Danger und Chantal jetzt sogar "Faust" lesen. Das Interview mit Jella Haase und Max von der Groeben.

OutNow.CH: Macht sich der grosse Erfolg von Fack Ju Göhte auch bei euch bemerkbar?
Jella Haase (JH): Ich wurde schon auf der Strasse als "Chantal" angesprochen, aber mein Leben hat sich nicht gross verändert. Meine Freunde sind ja immer noch die gleichen. Ich drehe halt wie immer - seit ich fünfzehn bin.
Max von der Groeben (MvdG): Es ist schon eine andere Aufmerksamkeit. Man muss auf der Strasse mal ein Selfie machen.

Chantal rückt etwas mehr in den Mittelpunkt in Fack Ju Göhte 2. Was erwartet uns?
JH: Man lernt eine andere Seite von ihr kennen - eine liebenswürdige Chantal. Man erfährt auch ein bisschen etwas über ihre familiären Verhältnisse und dass sie das Herz am richtigen Fleck hat.

Chantal möchte nun ja YouTube-Star werden. Hast du dich da von richtigen YouTubern inspirieren lassen?
JH: Tatsächlich gar nicht. Ich hab nach dem Dreh, weil wir da noch weitere Clips gedreht haben, ein bisschen reingeschaut. Bora Dagtekin, der Regisseur, hat mir Sachen gezeigt. Aber das ist in unserer Generation gar nicht mehr so vertreten. Ich habe aber eine 15-jährige Freundin. Die kann mir alle YouTube-Stars nennen.
MvdG: Da sind wir echt schon ein bisschen zu alt.
JH: Es ist aber schon total krass, Kiddies mit Smartphones zu sehen. Mittlerweile haben auch 12-Jährige Instagram-Accounts. Ich hab mir meinen letztes Jahr angefertigt. Da ist so eine Digitalisierung im Gange... Man muss sich nicht als Zwölfjährige vor der Kamera in Posen werfen. Das braucht es nicht. Warum denn?

Chantal bezirzt im Trailer aber sogar einen Affen.
JH: Die Affenerfahrung stand so nicht als Regie-Anweisung im Drehbuch. Ich wusste auch nicht, dass es so zusammengeschnitten würde. Bora sagte: "Jella, frag den Affen mal, ob er dich verstehen kann." Das hab ich gemacht. Aber wie dann zustande kam, dass ich mit dem Affen auf einer Wellenlänge war, weiss ich nicht. Das entstand komplett im Schnitt und war so nicht geplant.

Und auf dem Speedboot gings für euch im Trailer aber richtig zur Sache.
MvdG: Das war schon ein Erlebnis, das man nicht vergisst. Wir haben das einmal geprobt mit dem Stunt-Team und sind langsam angefahren.
JH: Das hat echt Spass gemacht. Wir hatten die besten Stuntmänner Thailands.
MvdG: Die haben auch schon mit Angelina Jolie gearbeitet.
JH: Und Hangover 2 gemacht!
MvdG: Die hiessen Seng Stunt Team.
JH: Der Stunt auf dem Boot ging bei 10 Km/h los, dann 20 bis hoch zu 30. Schneller ging nicht, weil sonst die Wasseroberfläche zu hart geworden wäre. Man hat beim Dreh auch viel gelernt, finde ich.

Chantal ist eine Kultfigur geworden. Wie fühlt man sich, wenn man den Nagel auf den Kopf getroffen hat?
JH: Das war ja nicht ich alleine. Bora hat sie kreiert. Ich kann mich glücklich schätzen, dieser Figur ein Gesicht geben zu können. Ich hatte beim ersten Teil grosse Bedenken, ob man das mir überhaupt glaubt. Ob das authentisch ist. Da war ich schon froh über die Akzeptanz und das Lob, das ich von allen Seiten bekommen habe. Ich war selber überrascht.

Gab es eigentlich Kohle von Modekette Pimkie für deinen Spruch in Teil 1?
JH: Nein, die haben sogar gesagt, dass die Verkaufszahlen zurückgegangen seien.
MvdG: Echt jetzt?
JH: Wer weiss, ob das stimmt. Eigentlich war das doch eine Super-Werbung. Jetzt kennt jeder im Land Pimkie. Und wenn es wirklich so war, dann tut es mir leid.
MvdG: Du musstest den Satz sagen, der stand so im Drehbuch.

Hat man Angst, auf eine Chantal festgelegt zu werden?
JH: Eine berechtigte Frage. Glücklicherweise habe ich nach wie vor so facettenreiche Rollenangebote wie seit dem Anfang meiner Karriere, dass ich mich überhaupt nicht beklagen kann. Dafür bin ich sehr dankbar. Ich habe alles Mögliche schon gespielt. Man guckt aber schon. Ich möchte keine ähnlichen Rollen wie Chantal spielen. Man will auch keinen Chantal-Abklatsch irgendwo sehen.

Ist der Druck, der auf dem zweiten Teil lastet, für euch spürbar?
JH: Auf uns Schauspielern vielleicht nicht, aber ich habe schon gemerkt, dass auf Bora wahnsinnig grosser Druck lag, dass er was Witziges schreibt, es fertigkriegt und dass es gut wird. Eigentlich kann man es aber gar nicht besser machen. Man sagt ja immer, der zweite Teil sei "schwierig". Ich hoffe und ich glaube, wir haben trotzdem was Schönes hinbekommen.

Quelle: OutNow.CH

12.09.2015 08:00 / rm


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