"Kung Fu Panda 2": Interview mit Jeffrey Katzenberg

Wir trafen den CEO von DreamWorks anlässlich der Premiere von "Kung Fu Panda 2" und sprachen mit ihm über die Zukunft von 3D, den König der Löwen und über den Konkurrenzkampf mit Disney/Pixar.

Mr. Katzenberg an der Schweizer Premiere

Mr. Katzenberg an der Schweizer Premiere

OutNow.CH (ON): Was ist das Hauptziel, wenn DreamWorks beschliesst, einen neuen Animationsfilm zu machen?

Jeffrey Katzenberg (JK): Eine tolle Geschichte zu erzählen. Darum geht es bei uns wirklich am meisten.


ON: Du bist als grosser 3D-Konvertierungsgegner bekannt. Was denkst du über die Zukunft von 3D?

JK: Sie sieht gut aus, jedoch haben wir, nachdem wir mit Avatar und How to Train Your Dragon mit der Konvertierung drei Schritte vorwärts gemacht haben, wieder zwei zurück gemacht. Damit hat man das Publikum enttäuscht und ihr Vertrauen verloren. Jetzt müssen wir dieses wieder zurückgewinnen. Ich glaube, dass Transformers 3 dazu im Stande ist, weil dort wirklich das Wissen vorhanden war.


ON: In China ist Kung Fu Panda 2 ein Riesenhit. Musstet ihr bei euren Filmen Änderungen für diesen Markt machen?

JK: Nein, das haben sie nie von uns verlangt. Bisher liefen alle unsere Filme in China und man hat uns nie wegen Änderungen kontaktiert.


ON: Würdest du welche zulassen?

JK: Das kann ich nicht beantworten, da wir die Situation nie hatten.


ON: Könnt ihr bei der Auswahl der Synchronsprecher in nichtenglischsprachigen Ländern mitbestimmen?

JK: Das tun wir. Wir casten die Leute in 46 Ländern und diese Entscheidungen fällen wir mit den Vertretern in den verschiedenen Ländern. Hape Kerkeling macht zum Beispiel einen ganz tollen Job.


ON: Neben Kung Fu Panda 2 kommt auch Cars 2 dieses Jahr in die Kinos. Warum gehen die zwei grossen Animationsstudios in diesem Jahr auf Nummer sicher?

JK: So würde ich das nicht sagen. Es ist ein Business, aber gleichzeitig auch ein kreatives Ziel, welches wir verfolgen. Bei Shrek waren von Anfang an vier Teile geplant, bei Kung Fu Panda sind es sogar sechs Teile. Ob wir die machen, das entscheidet das Kinopublikum. Bei fast allen Filmen gibt es viel mehr an Story zu erzählen, als wir in 85 Minuten packen könnten. Kung Fu Panda 2 erzählt ja was ganz anderes als Teil 1.


ON: Wie steht es um einen dritten Teil?

JK: Das wissen wir spätestens am Ende des Sommers, wenn wir sehen, wie der Film gelaufen ist.


ON: Man hört immer von diesem Konkurrenzkampf zwischen Disney/Pixar und DreamWorks. Was ist da dran?

JK: Es gibt nicht wirklich einen, da unsere Filme ja nicht zeitgleich anlaufen und so die Leute nicht zwischen zwei Filmen wählen müssen. Wir schauen uns jedoch jeden Film der Konkurrenz an und versuchen, Dinge zu machen, die wir bei ihnen toll finden. Tangled fand ich zum Beispiel ganz toll.


ON: Du warst jahrelang bei Disney tätig und unter deiner Führung entstand Lion King. Dieses Jahr bringt Disney den Film in 3D-konvertiert nochmals in die Kinos. Was denkst du darüber?

JK: Ich weiss nicht, was sie aus dem Material 3D-technisch gemacht haben. Ich habe noch nichts davon gesehen. Aber ich hoffe, dass es toll wird.


ON: Zum Schluss habe ich noch ein paar Pop-ups. Ich sage dir einen Begriff und du sagst mir, was dir als erstes dazu einfällt: Jack Black

JK: Witzig.


ON: Sequels

JK: Müssen toll sein.


ON: Oscar für Kung Fu Panda 2

JK: Ein Traum, der wahr werden würde.


ON: Bester Film aller Zeiten

JK: Lawrence of Arabia


ON: Chuck Norris in Kung Fu Panda 3?

JK: (lacht) Ich hoffe es!


Kung Fu Panda 2 startet am Donnerstag 16. Juni 2011 in den Schweizer Kinos.

Quelle: OutNow.CH

15.06.2011 10:32 / crs


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2 Kommentare

Dass er ein Profi ist, sieht man auch schön bei der Lion King-Frage. ;-p

Cool. Man merkt dem Herrn an, dass er ein Profi ist. Die Konkurrenz findet er natürlich super und 3D muss man sich beim Publikum erarbeiten. Richtig.

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