Liebling, lass‘ uns scheiden: Das Interview mit Marco Rima

Wir trafen den Hauptdarsteller, Co-Produzenten und Co-Autor anlässlich der Weltpremiere

Marco Rima zusammen mit Regisseur Jürg Ebe

Marco Rima zusammen mit Regisseur Jürg Ebe

OutNow.CH (ON): Dein neuster Film Liebling, lass' uns scheiden kommt ja bald ins Kino. Kennst du überhaupt noch so etwas wie Lampenfieber?

Marco Rima (MR): Es ist eher eine Form von freudiger Nervosität. Auf der Bühne hat man ja im Nachhinein noch die Möglichkeit, korrigierend einzugreifen. Nicht so beim Film. Doch durch die Zusammenarbeit mit demselben Team schon damals für Handyman, war bei der aktuellen Produktion bereits viel Erfahrung und Vertrauen vorhanden, worauf wir aufbauen und uns weiterentwickeln konnten. Insofern gab es eigentlich nie Zweifel am Gelingen von Liebling, lass' uns scheiden. Und es gab ja im Vorfeld einige Test-Screenings, anhand derer wir noch die eine oder andere Korrektur anbringen konnten. Wir sind vom Ergebnis überzeugt - deshalb einerseits Vorfreude und andererseits natürlich auch ein bisschen Nervosität.


ON: Was macht für dich die Faszination "Film" aus?

MR: Vielleicht ging und geht es mir ebenso wie vielen Kindern. Wenn sie Filme schauen, dann möchten sie sicherlich zuerst einmal Filmstar werden. Film übt auch auf mich eine Faszination aus, und wenn du dich auf einer riesigen Leinwand siehst, dann ist das schon gigantisch. Was mich am Film aber hauptsächlich fasziniert, ist, mit Menschen und Profis zusammenarbeiten und von ihnen lernen zu dürfen, deren Schaffen mit meiner Tätigkeit am Theater wenig zu tun hat. Film und Theater sind zwar artverwandt, könnten jedoch nicht unterschiedlicher sein. Der Reiz ist sicherlich, unter anderem, dass Dinge eingefangen werden können, mit dem Close-up vor allem, die du so im Theater nicht kennst. Dort spielt der Körper wirklich bis in die 25. Reihe, beim Film konzentrierst du dich zum Teil auf Millimeterarbeit, wenn es darum geht, einen Blick einzufangen zum Beispiel. Ich befinde mich nach wie vor in einem Lernprozess, was ich äusserst spannend finde.


ON: Welche Filme haben bei dir während deiner Kindheit die Faszination für den Film ausgelöst?

MR: Mein erster Film, den ich gesehen, respektive nicht einmal zu Ende gesehen habe, da ich mich unter das Sofa verkroch, war Der Tiger von Eschnapur. Da gibt es eine Szene, wo eine Gruppe in eine Höhle gerät und dann grässlich entstellte Lepra-Kranke auf dich zu wanken. Ich habe mir vor Angst fast in die Hose gemacht! Die zweite Filmerfahrung, an die ich mich erinnern kann, war Pippi Langstrumpf, und dann kamen bereits die Comedys mit Jerry Lewis etc. Meine grossen Vorbilder waren und sind ein Heinz Rühmann, ein Gerd Fröbe. Weil sie einerseits hervorragende Komiker waren, andererseits aber gleichzeitig in ernsten, gar bösen Rollen überzeugen konnten. Nicht zu vergessen ist in der Schweiz ein Ruedi Walter und, leider oft unterschätzt, ein Jörg Schneider.


ON:Wie verlief die Zusammensetzung des Casts zu "Liebling"?

MR: Vorab kurz zur Entstehung des Buches: Andreas Gaw und ich haben mit der Arbeit daran begonnen, wobei wir in einer sehr frühen Phase schon Jürg Ebe (Regie) dazugeholt haben. Wir reisten zu dritt nach Schweden und haben erzählt, diskutiert, zusammengetragen, getüftelt etc., was alles bereits in erste Entwürfe einfloss. Schlussendlich war es der 20. Entwurf, der nun den Weg ins Kino finden wird.
Zu deiner Frage: Nach einer gewissen Zeit innerhalb dieses Prozesses fängt man natürlich an, über Gesichter für die einzelnen Rollen zu diskutieren. Wobei bei mir Esther Schweins schon früh zur Kandidatin Nummer 1 wurde, da ich sie gut kenne und sie einfach der Rolle, wie wir sie uns vorstellten, sehr entsprach. Für die Rolle des Junior-Chef war sie es dann auch, die den Namen Mark Keller ins Spiel brachte, für den wir uns dann schlussendlich entschieden haben.

Liebling, lass' uns scheiden startet am 9. Dezember in den Schweizer Kinos.

Quelle: OutNow

09.12.2010 09:00 / mvf

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