Zurich Film Festival - die grosse Closing Night

Nach zehn Tage Filme und viel Aufregung findet das 5. Zurich Film Festival sein Abschluss.

Die Nacht der Awards

Die Nacht der Awards

Gerade erst hatte das Zurich Film Festival (ZFF) mit einem Promischaulaufen seine Opening-Night zelebriert - nun kamen bereits die Stars zur Beendigung des zehntägigen Anlasses. Dazwischen gab es viel Polanski-Polemik und eine Schweiger-Schwächepause, Gilliam-Gaudi und Keaton-Knutschattacken. Es war was los an der fünften Ausgabe des ZFF, ohne Zweifel.

An der Closing-Night war ein beträchtlicher Anteil der Schweizer Promiwelt zugegen. Und natürlich wurde die zum Themenkomplex herangewachsene Polanski-Affäre abermals adressiert. Marco Rima nahm von der so solidarisch hinter Polanski stehenden Künstlergarde Abstand und meinte, dass diese anscheinend ein Problem habe, Helden fallen zu sehen. Martin Rapold hingegen blieb bei seinem am Sonntag geäusserten Statement. Andere Leute wie Karina Berger mochten sich erst gar nicht gross darüber äussern. Gelöchert wurden natürlich auch die ZFF-Ko-Leiter Nadja Schildknecht und Karl Spoerri. "Wir verlebten ein turbulentes Festival. Auf die ersten fünf Jahre Glück folgte nun viel Pech", so Schildknecht. Wie sie es nach dieser beinharten Woche doch noch hinbekam, stets zu lächeln, verdient Respekt. Antoine Monot Jr. war auch da, lobte seine Freiheit und hat es wohl nicht bereut, letztes Jahr beim ZFF ausgestiegen zu sein.

Im Fokus standen natürlich aber auch die internationalen Filmstars, die kamen: Morgan Freeman und Michael Keaton. "Michael, Michael!" wurde gerufen, als wäre der King of Pop himself auferstanden. Freeman dagegen gab den Mr. Cool, posierte kurz fürs Foto, liess die Medienschar ansonsten aber links liegen.

Die Zeremonie selber fand im Corso 1 statt, wo man ein riesiges goldenes Auge aufgebaut hatte. Sandra Studer führte gewohnt souverän durch den nicht immer glamourösen Anlass. Die etwas zusammengewürfelte Keaton-Laudatio von Peter Fonda kam ja noch sympathisch an. Die Filmclips hingegen boten Youtube-Qualität in aufgeblasener Form. Tiefpunkt war der Trailer von Keatons Regiedebüt The Merry Gentleman, bei dem die Tonspur versetzt zur Bildspur ablief. Ziemlich peinlich. Gottseidank nahm es Keaton mit Humor und freute sich trotzdem über den "Career Achievement Award". Ein Lars von Trier wäre wohl mit knallrotem Kopf aus dem Saal gestampft und hätte Zürich fortan verflucht.

Nachdem die Wettbewerbspreise vergeben waren - unter anderem durch Martin Rapold, der This Brunner als Redner ersetzte, der wiederum für Til Schweiger als Jurypräsidenten einsprang - kam es zur Verleihung des "Golden Icon Award". Mit einer Standing-Ovation feierte man Morgan Freeman, der selber kaum Worte fand. "Ich bin sprachlos und fühle mich geehrt, dass das Festival mich auswählte," meinte der Oscarpreisträger, und viel mehr nicht. Freeman ist kein Mann grosser Worte, dafür aber zweifellos einer der grossen Taten.

So ging die Zeremonie zu Ende, und die geladenen Gäste verschoben sich in Richtung Haus Hiltl. Dort gab es Gratis-Leckereien und weitere Diskussionen über den Mann, der nicht kommen konnte und weder Keinohrhasen noch Manta Manta in seiner Filmographie stehen hat.

Quelle: OutNow.CH

04.10.2009 13:00 / uas


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