In 3 Tagen bist du tot: Interview mit Sabrina Reiter und Laurence Rupp

Sabrina Reiter hat sich zur Zahnarztgehilfin ausbilden lassen, obwohl sie schon immer wusste, dass sie Sängerin, Moderatorin oder Schauspielerin werden wollte. Nur mit der Kameraerfahrung bei einem Salzburger Jugendkanal schaffte sie es zum Casting für den Horrofilm In 3 Tagen bist du tot. Die kleine Blonde war für verschiedene Rollen vorgesehen und bekam erst am Schluss die Hauptrolle der Nina. Nicht nur das Lippenpiercing, das sie den ganzen Film hindurch trägt, zeigt, dass sie hart im Nehmen ist. Dank ihrer Kick-Ass-Attitüde im Film darf sie nun an der Berlinale Österreich vertreten als "Shooting Star 2007".

Laurence Rupp, der nur grinst, wenn man seinen Vornamen fälschlicherweise französich ausspricht, hatte vor In 3 Tagen bist du tot schon kleinere Rollen in TV-Serien und wurde quasi am Tag der Matura für den Film entdeckt. Der Wiener bezeichnet die Dreharbeiten zum Film als "eine der geilsten Zeiten in meinem Leben". Wenn auch du denkts, du seist für den Film wie gemacht, schreibe eine Mail an . Die Liesi Hinterholzer sucht momentan Frischfleisch für das Sequel von In 3 Tagen bist du tot.

OutNow.CH (ON): Welches ist euer Lieblingshorrorfilm?

Laurence Rupp (LR): Ich bin nicht genrebezogen. Ich mag alle Arten von Filmen. Es kommt ganz drauf an. Scream war super!

Sabrina Reiter (SR): Den mochte ich auch sehr. Aber auch die Neuverfilmung von The Texas Chainsaw Massacre hat ich mich schon ziemlich gegruselt. Obwohl ich eigentlich schon mit acht Jahren Freitag der 13. gesehen hab.

ON: Als Mutprobe?

SR: Nein. Mein drei Jahre älterer Bruder hat Horrorfilme gesammelt, seit ich denken kann. Total krass! Von daher war ich eigentlich ziemlich abgehärtet.

ON: Hat man noch Schiss, wenn man selber einen Horrorfilm gedreht hat und alle Tricks kennt?

SR: Für mich persönlich ist es jetzt schon anders. In 3 Tagen bist du tot war für mich der allererste Film generell. Jetzt weiss ich wirklich, wie das hinter der Kamera funktioniert. Da wird es schon schwieriger, sich in die Filme richtig einzuleben.

ON: Was ist euer Background? Seid ihr direkt von der Matura zum Film gekommen?

LR: Bei mir war das so. Lustigerweise habe ich mein erstes Casting gerade einen Tag nach meiner mündlichen Maturaprüfung gehabt. Dann kam der Film, dann das Bundesheer. Mit der Armee bin ich nun auch fertig, und jetzt muss ich halt schauen, wie's weitergeht.

SR: Ich bin schon ein bisschen älter als er und habe schon eine Ausbildung als Zahnarztassistentin.

ON: Wie seid ihr entdeckt worden?

SR: Ich bin eine Salzburgerin, bin aber weggezogen. Da sie aber im ganzen Land nach Leuten mit dem richtigen Dialekt gesucht haben, haben sie mich dank einem Flyer für ein Casting gefunden.

LR: Mich kannte der Regisseur schon aus einer Episode von Kommissar Rex. Aber er fand, ich sei viel zu jung und hat mit zuerst dreimal abgesagt.

ON: Habt ihr nun Blut geleckt und wollt weiterhin Schauspieler bleiben?

LR: Hoffentlich!

SR: Wenn's möglich ist, natürlich!

ON: Um den Film vorzubereiten, seid ihr in einer Art Lager gewesen. Was habt ihr da genau gemacht?

LR: Weil ich ertränkt werde und Sabrina auch Unterwasserszenen hat, haben wir in den drei Wochen vor allem Tauchen gelernt. Am Nachmittag wurde am Drehbuch gearbeitet und geprobt.

SR: Wir kannten uns vorher noch nicht. Das Coole an der WG war halt, dass wir uns total gut kennen gelernt haben, was eine Erleichterung für den Film war. Die Freundschaften, die entstanden sind, waren schon ein grosser Vorteil.

ON: Ich habe gehört, zwischen euch beiden ist da sogar noch ein bisschen mehr passiert als nur Freundschaft.

SR: (Schmunzelnd) Ja das stimmt.

LR: Aber verlobt sind wir noch nicht, wie das an der Pressekonferenz übersetzt worden war.

Quelle: OutNow.CH

07.08.2006 00:00 / rm


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