Munich – keine Werbung für den Oscar

Einsam auf dem Weg zum Oscar

Einsam auf dem Weg zum Oscar

Steven Spielberg, der erst vor kurzem zum einflussreichsten Regisseur gewählt wurde, folgt den Pfaden seines Kollegen Mel Gibson und hat entschieden, dass er für seinen Film Munich keine zusätzliche Werbung im Zuge der Award Season machen will. Mel Gibson verfolgte dieselbe Strategie mit The Passion of the Christ letztes Jahr, mit der Folge, dass er bei den Academy Awards übersehen wurde, obwohl es ein Blockbuster an den Kinokassen war.

Wie Spielberg verlauten liess, wird es vor und nach der Weltpremiere von Munich weder Interviews noch Medienanlässe, oder eine teure Oscarkampagne geben. Der Film soll für sich selber sprechen und durch nichts verfälscht werden. Einzig die Trailers werden kursieren dazu einige Plakate und Vorführungen mit geladenen Gästen.

Munich konzentriert sich auf die Rache israelischer Agenten an den Personen, die direkt oder indirekt am Mord von elf israelischen Athleten an den Olympischen Spielen in München im Jahre 1972 beteiligt waren. Obwohl beinahe niemand den Film in ganzer Länge und in seiner finalen Form gesehen hat, wird er bereits als guter Anwärter für den Oscar gehandelt. Der heisse, politische Inhalt des Filmes wird wohl für Diskussionen sorgen: Sind die Israelis zu blutrünstig dargestellt, die Palästinenser zu stereotypisch? Insider haben durchsickern lassen, dass sich Spielberg bemüht hat, möglichst vielseitige Charaktere zu schaffen.

Falls es doch zu politischen Diskussionen kommt, hat sich Spielberg bereits ein Experten-Trio zur Verstärkung geholt: Dennis Ross, ein U.S. Diplomat, Mike McCurry, der Sprecher des Weissen Hauses unter Clinton, und Allan Mayer, ein Krisenspezialist, der Spielberg seit Jahren berät, werden ihm Rückendeckung geben.

Quelle: L.A.Weekly

25.11.2005 13:52 / db

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14 Kommentare

Zitat Skynet (2006-01-10 21:06:07)

Erste Reviews sagen, dass Munich zwar ein ganz netter Thriller sei, der vor nichts zurückschreckt und auch viele Sachen zeigt. Hat aber mit über 3 Stunden überlängen und hat vorallem gegen den Schluss erzählerische schwächen.


Filmlänge gemäss Presseeinladung: 164 Minuten.

Oder kam das den Zuschauern als "über 3 Stunden" vor? ;-p


Nach Potter, Narnia und King Kong wieder so ein Angriff auf die Sitzfläche?;-p

so lange ich den hier nicht gesehen hab, bleibt "patriotes"(gestern auf arte) mein lieblingsmossadfilm.

Erste Reviews sagen, dass Munich zwar ein ganz netter Thriller sei, der vor nichts zurückschreckt und auch viele Sachen zeigt. Hat aber mit über 3 Stunden überlängen und hat vorallem gegen den Schluss erzählerische schwächen. Was noch ginge, aber leider hat er auch den Schluss etwas verhauen und soll mit einer markaberen Sex-Szene für Stirnrunzler sorgen...

Ansonsten solide Leistung wie man sie von einem Meister des Faches erwarten kann und die Schauspieler leisten hervorragende Arbeit. Vorallem Eric Bana wurde gelobt...

nope, die anderen haben nur nichts gesagt :-D

Zitat th (2005-12-27 16:24:57)
Zitat Skynet (2005-12-27 08:57:50)

Film kommt gut an, zwei der 11 Witwen von den ermordeten Athleten von München haben gesagt...

mit anderen worten: 9 der 11 finden ihn scheisse?


:-D:-D

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