Willkommen in der dritten Dimension

Nachdem die Animationsstudios aus dem Hause Disney fast reihenweise schliessen müssen (Orlando und Australien hats schon erwischt), ist den Machern von Klassikern wie Aladdin oder The Fox and the Hound etwas gar neues in den Sinn gekommen. Wer gibt sich schon mit 2D zufrieden, wenn er 3D haben kann?

Richtig, der neueste Film aus den Studios der Maus wird bekanntlich Chicken Little sein, der, nach der Trennung von Pixar, beweisen soll, dass solche Computeranimierten Filme auch ohne fremde Hilfe erfolgreich sind. Ausserdem wird der Film in verschiedenen Kinos in 3D gezeigt. Dieses Projekt soll bei Erfolg grössere Auswirkungen haben und künftig regelmässig angewendet werden. 3D ist also keinesfalls tot, wie man es seit längerem annehmen könnte.

Inzwischen kostet nämlich ein aufmotzen des Kinosaals "nur" noch 85'000 Dollars und in den Staaten sind diverse Kinobetreiber bereit, diese Investition zu tätigen. Rund 85 Säle werden zum Filmstart von Chicken Little bereit sein, diesen Film mit 144 Bildern pro Sekunde (abwechselnd fürs linke und rechte Auge) zu zeigen. Dieses neue System, mit Namen "Real D" benötige denn auch nur einen Projektor, wobei die beiden Datenströme verflochten werden, damit der angestrebte Effekt erzielt wird.

Dass nicht alles Gold ist, was glänzt, wissen wir nicht erst seit gestern. Bei dieser Technik der Projektion hats ebenfalls einen nicht zu unterschätzenden Nachteil. Denn die dazugehörige Leinwand eigne sich nur für ein Kino mit unter 300 Plätzen. Somit werden wir auch künftig in den grossen Cineplexen auf komische Brillen und Kopfweh nach den Vorführungen verzichten können.

Quelle: NY Times via Mickey News

04.10.2005 07:26 / muri

Links zum Thema:

» Mehr zur Vorführtechnik
» Mehr zum House of Mouse


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3 Kommentare

was meinst du jetzt genau damit? dort reinschreiben oder was?

http://outnow.ch/forum/topic/10003

Alle Pixar-Filme ab 2009 in 3D

Alle Filme des Animationsstudios Pixar werden künftig sowohl in 3D als auch im konventionellen Format veröffentlicht. "Wall-E" - ab Oktober in den deutschen Kinos - wird die letzte "unräumliche" Pixar-Produktion sein. Der erste 3D-Film der renommierten Computergrafik-Filmschmiede heisst "Up" und soll im Mai nächsten Jahres in den USA starten. 2010 soll "Toy Story 3" in 3D kommen, im Sommer 2011 die Molch-Liebesgeschichte "newt", der Märchenfilm "The Bear and the Bow" ist für Weihnachten 2011 angesetzt. Eine Fortsetzung von "Cars" soll im Sommer 2012 als 3D-Film in die amerikanischen Kinos kommen.
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Die von Pixar bevorzugte Technik kommt mit einem einzelnen Digitalprojektor aus. Dieser polarisiert abwechselnd jedes Filmbild. Der Zuschauer benötigt eine passive Polarisationsfilter-Brille, um mit dem rechten und linken Auge das zugehörige Stereobild zu sehen. Da die Bilder zirkular polarisiert sind, kommt es auch bei Kopfbewegungen nicht zu den berüchtigten Doppelbildern, wie es bei älteren 3D-Verfahren oft der Fall war. Während der 3D-Film selbst nur mit den kinoüblichen 24 Bildern pro Sekunde vorliegt, vervielfacht der Projektor jedes Bild, um ein Flimmern zu vermeiden.

Das Problem: Laut Schätzungen der Nachrichtenagentur AP sind von den rund 38.000 Leinwänden in den USA und Kanada erst 4000 mit digitaler Projektionstechnik ausgestattet - und von diesen nur knapp über 1000 mit 3D-Technik. Die Umrüstung auf Digital- und 3D-Technik läuft allerdings auf vollen Touren, denn 3D scheint die Zuschauer massenhaft zu mobilisieren. So lief der 3D-Konzertfilm "Hannah Montana & Miley Cyrus: Best of Both Worlds" zwar nur auf 683 US-amerikanischen Leinwänden, spielte am Eröffnungswochenende aber trotzdem 31,1 Millionen US-Dollar ein - mehr als jeder andere Film in diesem Zeitraum. Analysten gehen davon aus, dass Kinogänger bereit sind, für einen 3D-Film bis zu drei US-Dollar mehr auszugeben als für eine konventionelle Produktion.


Quelle: heise.de

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