Locarno gibt das Programm bekannt

Der goldene Leopard

Der goldene Leopard

Der Präsident des Festivals Marco Solari und Festival-Direktorin Irene Bignardi haben gestern das Programm des 58. Filmfestivals von Locarno bekannt gegeben. Vierzehn Filme sollen vom 3. bis 13. August auf der Piazza Grande gezeigt werden, fünfzehn - ein grosser Teil davon Erstlingswerke - buhlen um die Leoparden im Wettbewerb. (Informationen zu den Titeln siehe weiter unten in diesem Beitrag).

Schweizer Filme sind in fast allen Sektionen des Festivals vertreten. Snow White von Samir feiert im Tessin Weltpremiere und ist einer der Beiträge im Wettbewerb. Noch besser steht es bei den CH-Dokus: Mit Chere Jacqueline, einem Porträt über die Doyenne des Schweizer Kinos, Jacqueline Veuve, der Filmerin Dominiqe de Rivaz. Christian Freis The Giant Buddhas, der auf den Spuren der Buddha-Statuen in Afghanistan wandelt und Daniel Schweizers Auseinandersetzung mit den internationalen Verflechtungen der Neonazis in White Terror.

Für die Starpower 2005 sorgt Indien. Die Bollywood-Grössen Aamir Khan, der mit Lagaan vor vier Jahren in Locarno umjubelt wurde, und Rani Mukherjee (Paheli) präsentieren den Eröffnungsfilm The Rising. Trotz grosser Anstrengungen haben es die Verantwortlichen nicht geschafft Marc Forsters neuesten Film Stay mit Naomi Watts und Ewan McGregor in die Schweiz zu bringen. Man zeigte sich dementsprechend enttäuscht über den Schweizer Verleiher Ascot-Elite. Prominentester Beitrag im Wettbewerb dürfte deshalb Nine Lives mit Glenn Close und Holly Hunter sein. Aus Japan läuft Un couple parfait mit Valeria Bruni-Tedeschi, eine Koproduktion mit Frankreich.

Die diesjährige Ausgabe des Festivals ist bekanntlich die letzte unter der Leitung von Irene Bignardi. Sie tritt nach fünf Jahren zurück. Ihre Nachfolge wird bereits am Ende des Festivals bekannt gegeben.

An ihrem letzten Festival verteilt Bignardi gleich drei Ehrenleoparden und zwar an den Deutschen Wim Wenders, den Iraner Abbas Kiarostami und den Amerikaner Terry Gilliam. Dazu kommen ein so genannter Excellence Award an den amerikanischen Schauspieler John Malkovich, der in Locarno zu einem Schauspiel-Workshop erwartet wird, und der Raimondo-Rezzonico-Preis für den englischen Produzenten Jeremy Thomas. Die umfangreiche Retrospektive - mit bisher unbekanntem Filmmaterial - ist Orson Welles gewidmet

OutNow.CH wird direkt vom Festival berichten.

Die Piazza-Filme

Being John Malkovich von Spike Jonze
Don't Come Knocking von Wim Wenders
The Flyer von Revel Fox
Citizen Dog von Wisit Sasanatieng
Merry Christmas Mr. Lawrence von Nagisa Oshima
Murderball von Dana Adam Shapiro und Henry Alex Rubin
Nashville von Robert Altman
On A Clear Day von Gaby Dellal
One From The Heart von Francis Ford Coppola
Rize von David LaChappelle
The Rising von Ketan Mehta
Zaïna, cavalière de l'Atlas von Bourlem Guerdjou
Through The Olive Trees von Abbas Kiarostami

Die Filme im Wettbewerb

Snow White von Samir
3 Grad kälter von Florian Hoffmeister
20 centímetros von Ramon Salazar
Antar Mahal von Rituparno Ghosh
Un Couple parfait von Nobuhiro Suwa
Fratricide von Yilmaz Arslan
La Guerra di Mario von Antonio Capuano
Keller von Eva Urthaler
Ma Hameh Khoubim von Bizhan Mirbagheri
Mirrormask von Dave McKean
La Neuvaine von Bernard Emond
Nine Lives von Rodrigo Garcia
A Perfect Day von Joana Hadjithomas und Khalil Joreige
The Piano Tuner of Earthquakes von de Quay Brothers
Riviera von Anne Villaceque

Quelle: Festival Internazionale del Film Locarno

13.07.2005 14:48 / rm


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