NIFFF 2005 endet mit Überraschung

Lucille Hadzlihalilovic

Lucille Hadzlihalilovic

Mit der Vergabe der Preise endete am Sonntag die fünfte Ausgabe des Festivals du Film Fantastique in Neuchâtel (NIFFF). Der von HR Giger kreierte Preis "Narcisse" für den besten Film ging überraschend an Innocence der Französin Lucile Hadzihalilovic, die ihren Film selber als nicht sehr "fantastique" bezeichnete. Der fast ausschliesslich mit weiblichen Rollen besetzte Film über ein mysteriöses Mädcheninternat wurde auch mit dem "Prix de la Jeunesse", der von SchülerInnen des Lycée Denis-De-Rougemont vergeben wird, ausgezeichnet. Hadzihalilovic ist die erste Frau, die jemals einen Preis am NIFFF abstauben konnte.

Ein alter Bekannter am NIFFF gewann in der Kategorie "Bester Asiatischer Film" und den Publikumspreis der Television Suisse Romande (TSR). Takashi Miike konnte für seine Superhelden-Tragikkomödie Zebraman bereits den vierten und fünften Preis am NIFFF in Empfang nehmen. In früheren Jahren gewann er schon für Itchi the Killer und Gozu drei Preise. Weil er dem NIFFF auch in diesem Jahr fernblieb, hat sein Kollege Kiyoshi Kurosawa versprochen, ihm den Preis nach Japan zu bringen.

Der Publikumspreis der TSR unterstützt den Vertrieb des Films in der Schweiz mit Fr. 5000.-. Man darf also hoffen, dass es nach Audition endlich wieder ein Film von Miike ins reguläre Schweizer Kinoprogramm schafft. Dann wird vielleicht Miike am nächsten NIFFF auch einmal nicht nur als Bildchen in Programmheft dabei sein. Der grosse Verlierer an der diesjährigen Edition ist Calvaire, der von vielen als Favorit gesehen wurde, schlussendlich aber leer ausging.

Bei den Kurzfilmen entschied sich das Publikum für The Ten Steps von Brendan Muldowney. Der Preis für den besten Schweizer Kurzfilm der SSA/Suisseimage, der auch mit einer Narcisse-Statuete einhergeht, ging an Terra Incognita von Peter Volkart. Die Jury um Emanuelle delle Piane lobte die fantasievolle und technisch perfekte Verschmelzung von Archivmaterial und neu gefilmten Szenen zu einer echt wirkenden Dokumentation über die fiktive Figur des Forscher Igor Litchenko.

Quelle: OutNow.CH

04.07.2005 12:22 / rm


Artikel zum Thema

» Dossier: 5. Neuchatel International Fantastic Film Festival 2005

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calvaire der vom fonds national audiovisuel gefördert wurde, hatte bei uns vernichtende kritiken, vor allem die zoophilie-szene stiess manchem bitter auf...

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