The Tiger's Nest (2022)

The Tiger's Nest (2022)

Die Legende vom Tigernest
  1. 94 Minuten

Filmkritik: Herumtigern

Zwar kalt, aber dafür ist der Tiger schön kuschelig.
Zwar kalt, aber dafür ist der Tiger schön kuschelig. © Pathé Films AG

Seit seine Mutter bei einem Erdbeben ums Leben gekommen ist, lebt der junge Balmani (Sunny Pawar) in einem Waisenhaus im Süden von Nepal. Weil er dort immer wieder von den anderen Kindern gemobbt wird, schleicht Balmani eines Nachts davon, um in seine Heimatstadt Kathmandu zurückzugehen. Nicht unweit vom Waisenhaus wird der Junge Zeuge, wie Wilderer eine Tigermutter töten und ihr Baby abtransportieren wollen. Balmani gelingt es, den Kleinen zu befreien, und er beschliesst, ihn zu einem abgelegenen Schutzgebiet zu bringen. Eine gefährliche Reise beginnt, bei der die Wilderer nicht die einzige Gefahr darstellen.

Der mit Naturdokumentarfilmen bekannt gewordene Brando Quilici hat hier seinen ersten Spielfilm inszeniert. Vom Plot her ist das ziemlich holprig und wirkt aufgrund der verschiedenen Stationen recht episodenhaft. Sicherlich nicht ganz unschuldig ist da der tierische Star, der im wahrsten Sinne des Wortes herumtigert und für die Story (zum Glück) keine dressierten Kunststücke zeigt. Das hat durchaus seinen Charme, da das Film-Team offensichtlich versuchte, um die Launen der Raubkatze herum eine Geschichte zu erzählen. Dies sowie die prächtigen Naturbilder dürfte ein Familienpublikum durchaus abholen.

Chris Schelb [crs]

Chris arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Seit er als Kind in einen Kessel voller Videokassetten gefallen ist, schaut er sich mit viel Begeisterung alles Mögliche an, wobei es ihm die Filmfestivals in Cannes und Toronto besonders angetan haben.

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Kommentare Total: 3

Jandekawa

Nein wirklich unterirdisch, die Story, der Cut, schauspielerisch, alles. Die weisse Weisenhausmutter und die armen Kinder. Drei 7-jährige fanden es langweilig und brutal, aber nicht gut. In der Pause gegangen. Frag mich wie es so ein Film ins Kino schafft.

goe

Die schauspielerische Leistung ist verständlicherweise nicht auf höchstem Niveau. Den Kindern wirds egal sein. Der Baby-Tiger sorgt umso mehr für einen Überschuss an Cuteness. Ganz guter Familienfilm - mehr leider nicht.

crs

Filmkritik: Herumtigern

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