Ticket to Paradise (2022)

Ticket to Paradise (2022)

Ticket ins Paradies
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  2. 104 Minuten

Filmkritik: Papa don't Beach

«Uf Bali wett ich mal hii.»
«Uf Bali wett ich mal hii.» © Universal Pictures International Switzerland. All Rights Reserved.

Ihre eigene Ehe ist schon lange Vergangenheit. Doch als ihre Tochter Lily (Kaitlyn Dever) nach Bali reist und sich dort Hals über Kopf in den hiesigen Seegras-Farmer Gede (Maxime Bouttier) verliebt und verlobt, fallen ihre geschiedenen Eltern Georgia (Julia Roberts) und David (George Clooney) aus allen Wolken. Sie werden auch prompt von Ihrer Tochter auf die indonesische Götterinsel eingeladen. Obwohl sie nur noch Abneigung füreinander empfinden, brechen die beiden Elternteile gemeinsam auf, um Lily vor dem Fehler zu bewahren, den sie selbst vor 25 Jahren gemacht haben. Sie müssen die Hochzeit irgendwie verhindern.

Ein bisschen Schnaps muss sein.
Ein bisschen Schnaps muss sein. © Universal Pictures International Switzerland. All Rights Reserved.

Dass dieses Vorhaben neben der vielfältigen Flora und Fauna aber auch durch andere «Umstände» gestört werden kann, beweist der charmante und leicht tollpatschige Pilot Paul (Lucas Bravo), der weder Augen noch Finger von Georgia lassen kann. Georgia und David reissen sich also zusammen und zeigen sich als Vorzeigeeltern. Schnell merken Sie, dass Sie neben den Bräuchen der balinesischen Einwohner auch noch viel über ihre eigene Tochter lernen müssen.

Wer bei Ticket to Paradise eine neue, unfassbare Geschichte erwartet, wird enttäuscht werden. Trotzdem lohnt es sich, diese beinahe klassische Romcom auf den Kinoleinwänden anzusehen. Nicht nur, weil George Clooney und Julia Roberts die Fans erneut verzücken, sondern auch, um die traumhaft schöne Naturlandschaft Balis zu geniessen. Cocktails gemixt? Dann kann es ja losgehen!

Schon auf der Pressekonferenz zum Film wurde klar, wie nahe sich George und Julia stehen. Wie bei einem «alten» Ehepaar sticheln und necken sie sich gegenseitig. Da fällt dem einen oder anderen Cast-Mitglied schon mal die Kinnlade runter. Georges und Julias erster gemeinsamer Auftritt konnte man vor 21 Jahren auf der Grossleinwand bestaunen. In der Gangster-Komödie Ocean's Eleven zeigten sie, warum sie zu den besten Schauspielerinnen respektive Schauspielern gehören. Nun vereinen Sie sich erneut, diesmal um die Hochzeit ihrer Tochter zu verhindern. Das kann ja heiter werden.

Regisseur Ol Parker weiss, wie das mit der Romantik und der Komödie funktioniert. Er war vor Ticket to Paradise unter anderem für die zweite ABBA-Verfilmung und die beiden Teile von The Best Exotic Marigold Hotel verantwortlich. Erneut trommelt er einen tollen Cast zusammen und kreiert einen ansehnlichen Samstagabend-Film.

Leider gibt es im Film nicht nur Sonnenseiten. George und Julia haben im Vergleich zu den anderen Schauspielerinnen und Schauspielern viel zu viel Screentime. Trotz der gemeinsamen, sehr lustigen Szenen, gehen die tadellosen Leistungen von Filmtochter Kaitlyn Dever und Maxime Bouttier etwas unter. Hier hätten wir uns etwas mehr Präsenz gewünscht.

Ein weiteres Minus ist die Animation der Delfine. Klar, die Filmemacher verzichten auf den Einsatz von echten Tieren. Trotzdem sieht man deutlich, dass diese Meeresbewohner nicht echt sind. Zum Glück ist der ganze Spuk nach ungefähr zwei Minuten vorbei und der Film widmet sich wieder den paradiesischen Sonnenuntergängen und den malerischen Sandstränden, welche zum Träumen einladen.

Sandro Götz [goe]

Sandro bringt seit 2021 für OutNow seine Worte auf den Bildschirm. Sein erster Kinofilm, «The Lion King», hat den Löwen in ihm geweckt. Seither liebt und lebt er alles, was mit dem Thema Film zu tun hat. Auch für Videospiele ist er stets zu begeistern und daddelt gerne auf Controllern rum.

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Kommentare Total: 2

muri

Zwei wunderbar aufgelegte Superstars, die sich kabbeln und so für Gelächter sorgen. Eine Kulisse, die aus dem Ferienprospekt kommt und ein paar der schönsten Orte Balis zeigt. Dazu witzige und herzige Nebenfiguren. Da drückt man auch gern beide Augen bei der Story zu, denn die ist nach wenigen Sekunden schon klar und läuft auf direktem Weg auf das erwartete Ende hin.

Clooney und Roberts sind aber, vielleicht auch weil man sie schon lange nicht mehr «gross» gesehen hat, wunderbar und machen den Film zum unschuldigen und schön inszenierten Spass.

Passt.

goe

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