Guglhupfgeschwader (2022)

Guglhupfgeschwader (2022)

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  2. 97 Minuten

Filmkritik: The Weild Böntsch

«Da schaust du aber!»
«Da schaust du aber!» © Praesens Film

Ganz Niederkaltenkirchen befindet sich im Lottofieber. Mehrere Millionen befinden sich im Jackpot und so bringt Dorfpolizist Franz Eberhofer (Sebastian Bezzel) gleich mehrere Spielscheine zum Lotto-Otto (Johannes Berzl), der diese ins System einlesen soll. Doch dann wird plötzlich auf den Lottoladen geschossen. Die Kugel verfehlt den Lotto-Otto nur knapp. Hat sich der nicht sehr helle Zeitgenossen etwa mit den falschen Leuten angelegt? Franz versucht der Sache zusammen mit seinem Partner Rudi (Simon Schwarz) auf den Grund zu gehen - immerhin besteht die Möglichkeit, dass Lotto-Otto Franz' Sohn sein könnte.

Nachdem der vorherige Film der Eberhofer-Reihe etwas zu viel Zeit auf privaten Nebenschauplätze verwendet hat, steht hier mal wieder mehrheitlich ein richtiger Krimikomödienplot im Zentrum. Der gemütliche Dorfpolizist darf sich sogar mit der Mafia herumplagen und zum Showdown wird fast so viel geballert wie im Finale von The Wild Bunch - auch wenn die dabei erklingende Musik eher von Italo-Western inspiriert wurde. Das ist durchaus unterhaltsam, aber das Ganze wird aufgrund (absichtlich?) peinlicher Rapnummern und etwas gar dämlichen neuen Figuren (Lotto-Otto, Rudis neue Freundin) auf ein tieferes Level heruntergezogen. Trotzdem einer der besseren Filme der Reihe.

Chris Schelb [crs]

Chris arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Seit er als Kind in einen Kessel voller Videokassetten gefallen ist, schaut er sich mit viel Begeisterung alles Mögliche an, wobei es ihm die Filmfestivals in Cannes und Toronto besonders angetan haben.

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