Der Passfälscher (2022)

Der Passfälscher (2022)

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  3. 116 Minuten

Filmkritik: Unter Nazis

Lupenreine Arbeit.
Lupenreine Arbeit. © Dreifilm

Berlin 1942. Trotz seiner jüdischen Abstammung lässt sich der 21-jährige Cioma Schönhaus (Louis Hofmann) weder entmutigen noch einschüchtern, schon gar nicht von den Nazis. Als sein Talent für das perfekte Fälschen von Pässen erkannt wird, erhält er regelmässige Aufträge, mit denen er vielen zur Flucht aus Deutschland verhilft. Dass sich Cioma dabei selbst in Gefahr bringt, scheint den jungen Mann anscheinend nicht zu stören. Stattdessen geniesst er sein Leben mit eigens gefälschten Papieren in vollen Zügen. Doch wie lange geht dieses gefährliche Spiel gut?

Die Biografie von Cioma Schönhaus liest sich wie ein spitzbübischer Spionageroman. Ein Jahr lang tanzte der junge Mann während des Zweiten Weltkriegs auf der Nase der Gestapo herum. Regisseurin Maggie Perren inszeniert dies zu Beginn locker-leicht, und Hauptdarsteller Louis Hofmann gefällt mit Charme. Dies wird jedoch zum Bumerang, wenn der Film ins Drama-Genre wechselt. Die Bedrohung ist da zu wenig spürbar. Auch dass Perren am Anfang nicht deutlich macht, wie das genau mit den Pässen funktioniert und viele Infos einfach als gegeben voraussetzt, dürfte viele Zuschauer etwas verwirrt zurücklassen.

Chris Schelb [crs]

Chris arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Seit er als Kind in einen Kessel voller Videokassetten gefallen ist, schaut er sich mit viel Begeisterung alles Mögliche an, wobei es ihm die Filmfestivals in Cannes und Toronto besonders angetan haben.

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