Fedier - Urner Farbenvirtuose (2022)

Fedier - Urner Farbenvirtuose (2022)

  1. 95 Minuten

Filmkritik: Noch so ein Teufelskerl

Nicht «Pfui, Teufel», sondern «Hui, Teufel»!
Nicht «Pfui, Teufel», sondern «Hui, Teufel»! © Filmcoopi

Der gebürtige Urner Maler Franz Fedier (1922 - 2005) war stets auf der Suche nach neuen Impulsen und Ausdrucksformen. Dabei war bei ihm der Spruch «Art is easy», der an seiner Ateliertür in Bern stand, Programm. Obwohl er zu einem der bedeutendsten Schweizer Vertreter der abstrakten Malerei gehört, war es ihm wichtig, dass seine Kunst ein interessiertes und vor allem breites Publikum findet. Nun folgt seine 24-jährige Enkelin Alma seinen Spuren - von seinem Atelier in Bern quer durch die Schweiz bis nach Paris. Unterwegs trifft sie auf unterschiedliche Menschen, die einen Bezug zu ihrem Grossvater hatten.

Es passt, dass Felice Zenoni nach Danioth - der Teufelsmaler auch einen Dokfilm über Franz Fedier gedreht hat. Zum einen war Fedier ein Schüler von Heinrich Danioth und zum anderen plante auch der 1922 geborene Urner - wortwörtlich - den Teufel an die Wand zu malen, was ihm jedoch verwehrt bliebt. Wie ihm dieser Wunsch jetzt nach seinem Tod noch erfüllt wird, ist Teil dieses durchaus sympathischen Dokfilmes. Schade, dass die Szenen, in denen ehemalige Weggefährtinnen und Weggefährten von Fedier getroffen werden, von den Bildausschnitten her etwas unbeholfen wirken. Dieser Teufel liegt aber zum Glück nur in diesem Detail.

Chris Schelb [crs]

Christoph arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Seit er als Kind in einen Kessel voller Videokassetten gefallen ist, schaut er sich mit viel Begeisterung alles Mögliche an, wobei es ihm die Filmfestivals in Cannes und Toronto besonders angetan haben.

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